Nachhaltigkeit
Alternative Antriebe

140 km/h auf einem Rad: Inmotion V13 Challenger

Elektro-Einrad Inmotion V13 Challenger Irre: 140 km/h auf einem Rad

Mit bis zu 10 Kilowatt – rund 14 PS – beschleunigt dieses Elektro-Einrad von Inmotion auf bis zu 140 km/h. "So sicher und so komfortabel wie ein Cadillac", sagt der Chef.

Elektro-Einrad Inmotion V13 Challenger Inmotion
Elektro-Einrad Inmotion V13 Challenger
Elektro-Einrad Inmotion V13 Challenger
Elektro-Einrad Inmotion V13 Challenger
Elektro-Einrad Inmotion V13 Challenger 12 Bilder

Inmotion wurde 2012 im chinesischen Shenzhen gegründet und hat inzwischen einige Designpreise abgeräumt. Aktiv und innovativ ist das Team aus Designern, Ingenieuren und Robotikspezialisten in einer besonderen Nische: mit elektrisch angetriebenen Einradfahrzeugen. Das V13 Challenger von Inmotion ist die neueste und bisher leistungsstärkste Ausführung des E-Einrads. Mit bis zu 10 Kilowatt Leistung soll es auf bis zu 140 km/h beschleunigen. Solche Geschwindigkeiten auf nur einem Rad, ohne Lenker – zum Lenken und Festhalten – und ohne richtige Bremsanlage, das ist zweifelsohne wahnsinnig. Und selbstverständlich völlig chancenlos, wenn es um eine Straßenzulassung in Europa oder gar in Deutschlang ginge. Doch das V13 Challenger ist so kurios, spektakulär und auch technisch interessant, dass wir es uns einmal genauer anschauen wollen.

Ein Rad mit einem starken Elektromotor

Doppelherzstücke dieses minimalistischen Fahrzeugkonzepts sind das einzelne, mit 22 Zoll Durchmesser relativ große Rad sowie der starke Elektromotor mit 126-Volt-System. 4,5 Kilowatt und bis zu 10 Kilowatt Spitzenleistung sagt Inmotion an. Das entspricht fast 14 PS. Richtig krass erscheint das maximale Drehmoment: 300 Nm. Waghalsige Testfahrer haben mit diesem Antrieb Spitzengeschwindigkeiten über 140 km/h erreicht, doch das Inmotion-Team diskutiert nun, ob das elektronisch auf 100 km/h beschränkt wird – was immer noch ziemlich gewagt wäre. Damit das in diesem Bereich überhaupt funktioniert, kann das Rad hier nicht starr eingebaut werden. Immerhin 90 Millimeter Federweg sind vorhanden, um Fahrbahnunebenheiten etwas abzupuffern. Sogar einstellbar sind Federung und Dämpfung, um an das Fahrergewicht und den Fahrstil angepasst werden zu können. Besonders Mutige können ihr V13 Challenger jedoch auf Wunsch ungefedert bestellen.

Bis zu 200 Kilometer Reichweite – ohne Bremse

Was fehlt, ist eine "vernünftige" Bremse. Gebremst wird das Einrad lediglich vom Elektromotor, wenn der Oberkörper nach hinten gelehnt wird. Beschleunigt wird mit nach vorn gebeugtem Oberkörper. Gelenkt wird mit Schenkeldruck.

Je nach Speed sollen die integrierten Akkuzellen mit insgesamt 3 kWh Kapazität Reichweiten bis zu 200 Kilometer ermöglichen. Dabei geht es in diesem Fall nicht um Touren, sondern eher um seltenes Laden. Rund zweieinhalb Stunden werden als Dauer fürs Vollladen genannt.

4.599 Dollar für 50 Kilogramm Einrad

Ebenfalls relevant für die Zielgruppe der Stadtbewohner ist das Handling im Sinne von: Tragen, eventuell auch im Treppenhaus nach oben. In diesem Punkt sind die Besitzer und Besitzerinnen der älteren, weniger leistungsstarken Elektro-Einräder von Inmotion im Vorteil, denn das neue Topmodell V13 Challenger wiegt fast 50 Kilogramm.

Auch preislich wird der Personenkreis potenzieller Käufer oder Käuferinnen weiter eingeschränkt: 4.599 Dollar (circa 4.600 Euro) soll das V13 Challenger kosten. Ohne Steuern und ohne Straßenzulassungsmöglichkeit hierzulande, wohlgemerkt. Immerhin Scheinwerfer und Rücklicht sind vorhanden.

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Fazit

Challenger bedeutet Herausforderer – und das ist für ein 140 km/h schnelles Einrad eine harmlose Untertreibung. Dieses Ding ist schwierig zu beherrschen und dementsprechend gefährlich. Es wird wohl nur auf den Straßen sehr weniger Länder geduldet werden. In Deutschland sicher nicht.

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