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Energica entwickelt Sprachsteuerung fürs Motorrad

Sprachsteuerungssystem fürs Motorrad Energica entwickelt Sprachsteuerung

In Zusammenarbeit mit Cellularline und Alascom entwickelt der italienische Elektromotorrad-Hersteller Energica ein Sprachsteuerungssystem für Motorräder.

"Motorrad, stelle Traktionskontrolle auf Stufe 2.", so könnten künftig Einstellungen am und vom Motorrad vorgenommen werden, die aktuell meist in einem Menü oder gar Untermenü gefunden und aktiviert beziehungsweise deaktiviert werden müssen. In modernen Autos ist das nicht mehr neu, bei mobilen Endgeräten schon ein alter Hut, aber bei Motorrädern gibt es das aktuell tatsächlich noch nicht.

Weniger Ablenkung durch Sprachsteuerung

Vorausgesetzt sie funktioniert zuverlässig, könnte die Sprachsteuerung so nicht nur Einstellungen am Motorrad erleichtern, sondern den Vorgang auch noch sicherer zu machen: Die Fahrenden wären nicht mehr abgelenkt, weil sie sich nicht mehr durch ein Menü arbeiten und vor allem nicht mehr aufs Display schauen müssten. Wenn das System hörbar zurückmelden würde, dass es den Sprachbefehl verstanden hat und ausführt – "Traktionskontrolle Stufe 2 aktiviert" –, wäre nicht mal mehr der kurze Kontrollblick ins Cockpit notwendig.

Für die Entwicklung der Sprachsteuerung arbeitet der italienische Elektromotorrad-Hersteller Energica mit den beiden Unternehmen Cellularline und Alascom zusammen. Cellularline ist in Europa der derzeit führende Anbieter für Smartphone-Zubehör während Alascom als Berater im Bereich Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) fungiert.

Giampiero Testoni, CTO (Chief Technology Officer bzw. Technischer Direktor) bei Energica: "Dank dieses innovativen Kommunikationssystems wird der Fahrer in der Lage sein, einfach und ohne Ablenkung beim Fahren, Informationen über sein Fahrzeug zu finden: Alascom nutzt künstliche Intelligenz, um einen Sprachassistenten zu schaffen, der das Fahrgefühl des Motorradfahrers verbessert, mit intuitiven Sprachbefehlen, die darauf abzielen, die wesentlichen Funktionen des Motorrads zu verwalten und zu steuern."

"Mopped, aktiviere Race-Modus!"

Wenn wir die Sache weiterspinnen und die Sprachsteuerung womöglich auch noch individualisieren könnten – beispielsweise mit einer beliebigen Bezeichnung des Motorrads, oder sogar einem Namen – dann formen sich in Gedanken doch sofort Sätze wie: "Berta, Fahrwerk auf 2 Personen mit Gepäck einstellen.", "Mopped, aktiviere Race-Modus!", und so weiter und so weiter. Gekoppelt mit unseren Smartphones müssten wir dann wahrscheinlich nur noch aufpassen, dass wir uns nicht in einer komplizierten Dreiecksbeziehung mit unserem Bike und Alexa verheddern.

Fazit

Vorausgesetzt, die Sprachsteuerung funktioniert zuverlässig, hat solch ein System tatsächlich das Potenzial, Ablenkungen während der Fahrt zu minimieren und die Aktivierung bzw. Deaktivierung von wesentlichen Funktionen zu vereinfachen.

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