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Gebrauchtkauf BWM S 1000 RR

Modelljahre 2010 bis 2018

Mit der Doppel-R setzte BMW neue Maßstäbe unter den Supersportlern. 2019 kommt die BWM S 1000 RR neu – eine spitzenmäßige Gelegenheit für einen Gebrauchtkauf!

O’zapft is! Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass sich neben dem Oktoberfest ausgerechnet ein Supersportler als bayerischer Exportschlager erweisen würde? Einem Paukenschlag gleich paralysierte BMW mit der Ende 2009 präsentierten BMW S 1000 RR die Superbike-Konkurrenz, die bis dato zwingend aus Japan oder Italien kommen musste.

Ab 2015 mit neuer Optik

Die gewaltige Leistung der BMW S 1000 RR (202 PS auf dem MOTORRAD-Prüfstand) ist natürlich ein Grund, noch viel interessanter aber waren die in dieser Motorradgattung unüblichen Assistenzsysteme: vierstufige Traktionskontrolle und ein (zunächst noch etwas grob regelndes) ABS.

Die BMW S 1000 RR feierte im Jahr 2009 ihr Debüt.

Natürlich haben hier andere Hersteller längst nachgezogen, doch die Münchner blieben ehrgeizig: 2012 ein erstes Update mit mehr Druck in der Mitte, gleichmäßigerer Leistungsentfaltung und besserem Handling, 2015 folgten eine überarbeitete Optik, mehr Power und so manches Komfort-Gimmick. Gebraucht findet sich die BMW S 1000 RR meist aus erster oder zweiter Hand, in gepflegtem Zustand und mit durchgestempeltem Wartungsheft. Mit der Durchführung der Inspektionen ist dann übrigens auch sichergestellt, dass alle technischen Aktionen erledigt wurden. Ein Schnäppchen wird die Doppel-R wohl selbst gebraucht nie, doch dafür kommt sie meist mit vielen Ausstattungsextras.

Motor

Die BMW S 1000 RR besaß jahrelang den stärksten Supersportler-­Motor, erst 2015 konterten Japan und Italien. Trotz nominell „nur“ 193 PS streute der 999-Kubik Reihenvierzylinder regelmäßig in Richtung 200 PS. Im MOTORRAD-Dauertest erwies sich das Triebwerk über 50.000 Kilometer standfest, lediglich die Einlassnockenwelle zeigte Verschleiß. 2012 gab es kleinere Verbesserungen bei Durchzug, Motorcharakteristik und Ansprechverhalten, 2015 stieg die Leistung über den gesamten Drehzahlbereich dank einer Anpassung von Steuerzeiten, Saugrohren und Drosselklappenkörper. Die Spitzenleistung kletterte nominal auf 199 PS, im MOTORRAD-Top-Test wurden bis zu 206 PS gemessen.

Fahrwerk

Upside-down-Gabel und Federbein waren von Beginn an in Federbasis, Zug- und Druckstufe einstellbar, ab Werk bereits relativ straff ausgelegt. 2015 erhielt die Münchnerin einen steileren Lenkkopfwinkel (66,5 statt 66 Grad), weniger Nachlauf (96 statt 99 mm) und 15 Millimeter mehr Radstand. Außerdem wurde das Fahrzeugniveau um elf Millimeter angehoben. Allesamt Kleinigkeiten, doch in Summe gibt sich die BMW S 1000 RR damit handlicher, schnelle Schräglagenwechsel gelingen einfacher. Optional ist nun ein semiaktives Fahrwerk mit härteren Federn erhältlich.

Alltag

Besonders im Alltag weiß die S 1000 RR zu begeistern.

Der große Auftritt der BMW S 1000 RR: eine acht Minuten lange Highspeed-Verfolgungsjagd in „Mission Impossible“. Schnell kann der bayerische Supersportler, schräg auch. Doch Mission Alltag? Tatsächlich schlägt sich die Doppel-R hier erstaunlich gut: wenig Gewicht, diverse Helferlein, aufrechte und selbst auf Dauer recht angenehme Sitzposition. Mit einem Verbrauch von unter sechs Litern beim legalen Landstraßensurfen und einem (aufpreispflichtigen) Schaltautomaten sammelt die RR weitere Punkte im Kapitel Alltag.

Sicherheit

Von Beginn an war es neben der (Fahr-)Leistung vor allem auch das Thema Sicherheit, das die BMW S 1000 RR von der Supersport-Konkurrenz abhob. Das etwas grob regelnde ABS und die vierstufige Traktionskontrolle der ersten Serie bis 2014 wurden zum Modelljahr 2015 überarbeitet. Mit den aufpreispflichtigen „Fahrmodi Pro“ erhält man nun außerdem eine Launch Control, der Schaltautomat funktioniert in beide Richtungen. Kurven-ABS gab es im Gegensatz zur HP4 keines, 2019 ist dies dann aber an Bord.

Technische Daten BMW S 1000 RR

BMW S 1000 RR

Motor: Wassergekühlter Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor, vier Ventile pro Zylinder, Nasssumpfschmierung, Einspritzung, geregelter Katalysator, mechanisch betätigte Mehrscheiben-Ölbadkupplung (Anti-Hopping), Sechsganggetriebe, Kette. Bohrung x Hub: 80,0 x 49,7 mm, Nennleistung: 142,0 kW (193 PS) bei 13.000/min, Max. Drehmoment: 112 Nm bei 9.750/min.

Der Motor der S 1000 RR leistet 193 PS.

Fahrwerk: Brückenrahmen aus Aluminium, Upside-down-Gabel, voll einstellbar, Lenkungsdämpfer, Zweiarmschwinge aus Aluminium, Zentralfederbein mit Hebelsystem, voll einstellbar, Doppelscheibenbremse vorn, Vierkolben-Festsättel, Scheibenbremse hinten, Einkolben-Schwimmsattel. Alu-Gussräder: 3.50 x 17; 6.00 x 17, Reifen: 120/70 ZR 17; 190/55 ZR 17.

Maße + Gewichte: Radstand 1423 mm, Lenkkopfwinkel 66 Grad, Nachlauf 99 mm, Federweg vorn/hinten 120/130 mm, Sitzhöhe* 810 mm, Gewicht vollgetankt* 209 kg, Tankinhalt 17,5 Liter.

Fahrleistungen: Höchstgeschwindigkeit 299 km/h, Beschleunigung* 0–100 km/h 3,2 sek, Durchzug* 60–140 km/h 6,5 sek, Verbrauch* (Landstraße) 5,8 l/100 km.

Rückrufe: Sturzsensor, Entlüftungsschlauch am Kurbelgehäuse, neuer Kühlerverschluss, neue Pleuelschrauben, Verschraubung des Seitenständers, Getriebeschalthebel erneuert.

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