Motorrad Lärm leiser fahren Anzeige Verkehrsministerium Baden-Württemberg

Gegen Motorradlärm

Baden-Württemberg mit landesweiter Initiative

Immer mehr Städte und Gemeinden wehren sich gegen zunehmenden Verkehrslärm. In Baden-Württemberg wurde im Juli 2019 eine landesweite Initiative gegen Motorradlärm gestartet, der mittlerweile 81 Kommunen beigetreten sind.

Der Startschuss für eine gemeinsame Initiative von Land und Kommunen gegen Motorradlärm fiel bereits im Juli 2019 bei einem Treffen des Lärmschutzbeauftragten der Landesregierung und kommunaler Vertreter. Ziel der „Initiative Motorradlärm“ ist es, das jeder in seiner Verantwortung und Zuständigkeit dazu beiträgt, dass Motorräder leiser werden, dass sie leiser gefahren werden und rücksichtsloses Fahren deutliche Folgen hat. Dazu gehört auch, dass das Land und die Kommunen mehr rechtliche Möglichkeiten bekommen, den Motorradlärm einzudämmen.

Gesetzgeber gefordert

Dazu wurde jetzt ein Forderungskatalog vorgelegt, um den Motorradlärm einzudämmen. Gefordert werden darin unter anderem eine Novellierung der Genehmigungs- und Zulassungsregelungen, die Hersteller dazu bringt leisere Motorräder zu bauen, drastischere Strafen für Manipulationen an Auspuffanlagen, Umstieg auf nachhaltige und lärmarme Mobilität, insbesondere Motorräder mit Elektroantrieb, eine allgemeine Halterhaftung, eine stärkere polizeiliche Verkehrsüberwachung sowie eine erleichterte Verhängung von Geschwindigkeitsbeschränkungen und Verkehrsverbote an Wochenenden und Feiertagen aus Gründen des Lärmschutzes in besonderen Konfliktfällen. Die Initiative will aber auch Motorradfahrer dazu animieren ihre Fahrweise so anzupassen, dass weniger Lärm entsteht.

Grundsätzlich sehen die Mitglieder der Initiative schon, dass Motorräder grundsätzlich leise und rücksichtsvoll bewegt werden können. Sogenannte schwarze Schafe stechen jedoch mit rücksichtslosem Verhalten wie rasantem Beschleunigen und Fahren mit hoher Drehzahl hervor, was zu hohen Lärmbelastungen der Anwohnerinnen und Anwohner führt. Sie schädigen den Ruf aller Verkehrsteilnehmer auf motorisierten Zweirädern.

Diese Kreise und Gemeinden sind dabei

Zu den 81 Mitgliedern der Initiative gehören 74 Städte und Gemeinden sowie sieben Landkreise. Dabei sind Abtsgmünd, Aichtal, Albershausen, Amtzell, Bad Rippoldsau-Schapbach, Bad Saulgau, Bad Schönborn, Bad Urach, Baden-Baden, Badenweiler, Bärenthal, Berglen, Bernau im Schwarzwald, Beuren, Beuron, Biederbach, Bietigheim-Bissingen, Blumberg, Bodman-Ludwigshafen, Dachsberg (Südschwarzwald), Eschenbach, Essingen, Feldberg (Schwarzwald), Freiamt, Freudenstadt, Fridingen an der Donau, Gaggenau, Gammelshausen, Geislingen an der Steige, Gerlingen, Gernsbach, Göppingen, Großerlach, Gütenbach, Heidelberg, Herbolzheim, Jagsthausen, Kappel-Grafenhausen, Karlsbad, Kernen im Remstal, Kißlegg, Lenningen, Leutenbach, Lichtenwald, Mainhardt, Mühlheim an der Donau, Münsingen, Nusplingen, Nußloch, Oberwolfach, Oppenau, Ottenbach, Ottenhöfen im Schwarzwald, Owen, Römerstein, Rudersberg, Sasbachwalden, Schelklingen, Schwäbisch Gmünd, Seebach, St. Blasien, St. Märgen, Stuttgart, Todtmoos, Todtnau, Trochtelfingen, Untergruppenbach, Vaihingen an der Enz, Waiblingen, Wangen im Allgäu, Weinstadt, Wiesensteig, Wildberg, Zwiefalten sowie die Landkreise Alb-Donau-Kreis, Hohenlohekreis, Landkreis Lörrach, Rems-Murr-Kreis, Landkreis Schwäbisch Hall, Landkreis Waldshut, Zollernalbkreis.

Ratgeber Verkehr & Wirtschaft Geräuschmessung Lärmblitzer gegen Lautstärkesünder Großbritannien und Frankreich testen bereits

In den kommenden sieben Monaten testet das britische Verkehrsministerium...