Jetpack Aviation Recreational Speeder

Fliegendes Motorrad vorbestellbar

Jetpack Aviation Recreational Speeder Fliegendes Motorrad. Foto: Jetpack Aviation

Ein fliegendes Motorrad, das per Jetpack angetrieben wird? Klingt eher nach einem Flugobjekt aus Star Wars & Co. Doch genau so ein Bike namens Jetpack Aviation Recreational Speeder kann ab sofort vorbestellt werden.

Eines bereits vorweg: bisher gibt es auf der Herstellerseite lediglich per Computer angefertigte Bilder und Animationen des Jetpack Aviation Recreational Speeder. Wie das fliegende Motorrad in der Realität aussehen könnte, kann man sich derzeit somit nur vorstellen. Bei dem Projekt scheint es sich auf den ersten Blick allerdings nicht unbedingt um einen Fake zu handeln. Auf der Herstellerseite kann der Speeder seit kurzer Zeit vorbestellt werden. Kostenpunkt: 380.000 US-Dollar. Wer tatsächlich Interesse am Kauf eines Exemplars hat, muss bei der Vorbestellung auch gleich 10.000 US-Dollar als Voranzahlung überweisen.

20 Exemplare für Privatkäufer

Nicht nur dank des hohen Preises bleibt der Jetpack Aviation Recreational Speeder dem Normalverbraucher vermutlich vorenthalten. Lediglich 20 Exemplare können von Privatkäufern erworben werden. Die restlichen Exemplare sind für Rettungsdienste und das Militär eingeplant. Privatkäufer erhalten zum Kauf übrigens noch eine Mütze, ein T-Shirt, einen Schlüsselanhänger und ein kleineres Modell des Speeder dazu.

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Ansonsten nennt der US-Hersteller auch bereits einige Leistungsdaten. Laut Hersteller soll das Gefährt 240 km/h auf das Tacho bringen. Das Gewicht soll laut Jetpack Aviation dabei bei rund 100 Kilogramm liegen, wodurch der Speeder zehn bis maximal 22 Minuten in der Luft bleiben soll. Dabei soll eine Flughöhe von bis zu 4.500 Metern drin sein. Laut dem Hersteller soll das „fliegende Motorrad“ in der Version für Privatkäufer dabei manuell gesteuert werden. Die Flugstabilität soll über ein sogenanntes „Fly-by-Wire“-System hergestellt werden. Ob es eine Autopilot-Funktion geben wird, die beispielsweise bei der Landung oder in Gefahrensituationen nützlich sein könnte, hat der Hersteller nicht erwähnt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es eine solche teilautonome Funktion aber geben. Die Version für das Militär und die Rettungsdienste soll jedenfalls auch autonom fliegen können.

Jetpack Aviation Recreational Speeder Fliegendes Motorrad. Foto: Jetpack Aviation
380.000 US-Dollar soll ein Exemplar kosten.

Auch sonst gibt es kleinere Unterschiede zwischen den beiden Versionen: Die Militär-Variante wird mit fünf Turbinen ausgestattet werden; bei der Version für Privatpersonen sind es lediglich vier. Laut Hersteller ist der Speeder auch mit lediglich drei Turbinen flugtauglich. Der Bordcomputer soll das Flugverhalten beim Ausfall einer Turbine stablisieren. Der Betrieb ist für eine Person vorgesehen. Auch bei leichtem Regen und bei Nacht soll der mit Kerosin oder Diesel betriebene Jetpack Aviation Recreational Speeder flugfähig sein.

Versionen für Privatnutzer und Experten

Für die Privatvariante ist, zumindest in den USA, kein Pilotenschein notwendig. Dafür ist die Höchstgeschwindigkeit auf 100 km/h beschränkt. Der Kerosintank fasst zudem lediglich 19 Liter. Eine Einweisung seitens des Herstellers soll für das Bewegen des Speeders ausreichen. Für die sogenannte „Experimental“-Version ist dagegen ein Pilotenschein notwendig. Zudem muss man bei der Expertenvariante bei der Fertigstellung des Fahrzeugs anwesend sein. Nur so wird die Auflage der amerikanischen Flugsicherheitsbehörde FAA für experimentelle Luftfahrzeuge erfüllt.

Jetpack Aviation Recreational Speeder Fliegendes Motorrad. Foto: Jetpack Aviation
Eigentlich wurde das "fliegende Motorrad" für das Militär und den Rettungsdienst entwickelt.

Ob in Deutschland jemals ein solches Gefährt durch die Lüfte fliegen wird, darf auch aufgrund der Gesetzeslage zumindest angezweifelt werden. Auch sonst sind die Informationen, die der Hersteller bisher preisgegeben hat, eher unter der Kategorie „vogelwild“ einzuordnen. Zumindest können wir uns nur schwer vorstellen, dass sich Piloten mit dem Speeder 4.500 Meter in die Lüfte emporheben werden. Auf den Bildern ist zudem die ungewöhnliche Sitz- oder in diesem Fall eher Liegeposition veranschaulicht. Sehr bequem sieht das Ganze jedenfalls nicht aus. Ein ähnliches, wenn auch nicht ganz so abenteuerliches Konzept wurde zuletzt übrigens auch von der Polizei in Dubai eingesetzt. Auch andere Konzepte wie das Hoversurf Hoverbike S3, das wie eine Mischung aus Motorrad und Drohne aussieht, sollen sich bereits demnächst in die Lüfte wagen.

Hoversurf Hoverbike S3
Abheben für 150.000 Dollar

Abschließend noch eine kurze Anmerkung zum Produktnamen: im Vorspann dieses Artikels konnten wir es uns einfach nicht verkneifen, eine Verbindung zu Star Wars herzustellen. Auch in der Spielfilmreihe von George Lucas kommt ein fliegendes Gefährt vor, das in Fachkreisen als Speeder Bike bezeichnet wird.

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