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Kawasaki Heavy Industries: Motorradsparte wird ausgegliedert

Kawasaki Heavy Industries Motorradsparte wird ausgegliedert

Der Motorradhersteller Kawasaki wird zum 1. Oktober 2021 aus dem Mutter-Konzern Kawasaki Heavy Industries (KHI) ausgeliedert. Zeitgleich kündigen die Japaner Investitionen für den neuen Bereich an.

Der japanische Maschinenhersteller Kawasaki Heavy Industries gliedert im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung sein schwieriges Motorrad- und Motorengeschäfte aus dem Gesamtkonzern aus. Ein Verkauf sei aber nicht geplant.

Wie das Unternehmen bereits im November 2020 mitteilte, soll neben der Motorradsparte auch die Fahrzeugsparte ab Oktober 2021 ausgelagert werden. Kawasaki separiert damit alle Geschäfte, die sich mit Massenprodukten an Endkunden wenden. Ebenfalls ausgelagert werden sollen die Abteilungen für konventionelle und Hochgeschwindigkeitszüge.

Diese Neuordnung soll die Entscheidungswege bei Kawasaki Heavy Industries deutlich verkürzen und auch die finanzielle Gesamtsituation im Konzern verbessern. Die Motorradverkäufe in Südostasien sind aufgrund der Coronavirus-Pandemie stark zurückgegangen. Das Unternehmen erwartet für das laufende Geschäftsjahr für die Motorradsparte einen Betriebsverlust von rund 5 Milliarden Yen oder umgerechnet 47 Millionen Dollar. Damit gehört die Zweiradsparte neben dem Bereich Luft- und Raumfahrt zum größten Verlustbringer bei KHI. Im Gegenzug sollen ab April 2021 die Geschäftsbereiche Schiffs- und Offshore-Technik sowie Energiesystem- und Anlagentechnik in den Gesamtkonzern integriert werden. Kawasaki setzt hier besonders auf das Geschäftsfeld Wasserstofftechnik.

Motorradsparte durch Kooperationen stärken

Wie Kawasaki jetzt mitteilt, werden in den kommenden fünf Jahren 265 Millionen US-Dollar in die Steigerung der Produktionskapazitäten in der neuen Fahrzeugsparte investiert. Dafür wird das Werk in den USA stark ausgebaut und ein neuer Produktionsstandort in Mexiko errichtet. Dabei sollen Tausende neue Jobs entstehen. Im Werk in Lincoln, Nebraska werden allerdings nur ATVs, Side-by-Side-Vehicle, Jetskis sowie Züge gefertigt. Am Standort Maryville, Missouri, fertigt Kawasaki ausschließlich Motoren für Rasenmäher und andere Gartengeräte. Was in Mexiko gebaut werden soll ist nicht bekannt. Höhere Investitionen sollen aber auch in die Entwicklung neuer Fahrzeuge fließen. Kawasaki nennt hier sowohl ATVs, Side-by-Side-Vehicle, Jetskis und selbstverständlich auch Straßen- und Offroad-Motorräder. Neuen Elektro-, Hybrid- oder Wasserstoff-Projekte sollen ebenfalls ein wesentlicher Teil davon sein.

Die Grünen wollen mit der Neuausrichtung durch die Corona-Pandemie ausgelöste Wechselwirkungen minimieren. Mehr lokale Produktion soll Transportketten überflüssig machen. Auch will man damit auf die steigende Nachfrage nach Freizeitfahrzeugen reagieren.

Geplant ist auch die ausgegründete Motorradsparte durch eine Verstärkte Zusammenarbeit mit anderen Herstellern zu stärken. Explizit genannt wurde hier das Themenfeld Einhaltung von Umweltvorschriften. Aber auch bei Komponenten,Sicherheitssystemen und im Bereich Elektromobilität will man mit Partnern zusammenarbeiten.

Das Motorradgeschäft macht bei Kawasaki Heavy Industries nur einen ganz kleinen Teil des Gesamtkonzern aus. KHI gehört zu den drei größten japanischen Maschinenbaukonzernen. Zu den Hauptgeschäftsfeldern zählen Industrieroboter, Schiffsbau, Gasturbinen und Kessel, Luft- und Raumfahrt, Schwermaschinen und Züge.

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