Wasserstoff-Motoren von Kawasaki, Yamaha und Toyota

Kawasaki, Yamaha und Toyota Kooperation für Wasserstoff-Verbrennungsmotoren

Kawasaki, Yamaha und Toyota entwickeln gemeinsam Wasserstoff-Verbrennungsmotoren – als Teilbereich auf der Suche nach Alternativen zu fossilen Treibstoffen.

Kawasaki Wasserstoff-Verbrennungsmotor auf Basis des H2-Vierzylinders Kawasaki
Kawasaki Wasserstoff-Verbrennungsmotor auf Basis des H2-Vierzylinders
Kawasaki 2035
Kawasaki 2035
Yamaha Wasserstoff-Verbrennungsmotor V8 für Toyota 4 Bilder

In Japan haben sich große Konzerne zusammengetan, um auf dem Weg zur CO₂-Neutralität alternative, umweltfreundliche Kraftstoffe für herkömmliche Verbrennungsmotoren zu erforschen. Zur Kooperation gehören neben Kawasaki und Yamaha die Autohersteller Subaru, Toyota und Mazda. Ausgelotet werden sollen die Möglichkeiten für die Produktion, den Transport und die Nutzung von entsprechenden Kraftstoffen.

Kooperation japanischer Konzerne

Für die beiden an der groß angelegten Entwicklungskooperation beteiligten Motorradhersteller Kawasaki und Yamaha geht es dabei vordringlich um die Entwicklung von Wasserstoff-Verbrennungsmotoren – auch für Zweiräder. Die Autobauer haben eher synthetische Kraftstoffe und Kraftstoffe aus Biomasse im Fokus. Praxis-Erprobung findet auch im Motorsport statt.

Kawasaki 2035
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Kawasaki und Toyota

Inzwischen wurden die ersten für Wasserstoff statt Benzin ausgelegten Triebwerke präsentiert sowie deren Funktionstüchtigkeit demonstriert: Ein Reihenvierzylinder von Kawasaki, basierend auf dem Typ H2 mit Kompressor – wobei H2 hier ideal passt – wurde auf Wasserstoff-Direkteinspritzung umgerüstet und in ein vierrädriges Geländefahrzeug (ATV) von Kawasaki eingesetzt. Auf Probefahrt ging damit angeblich auch Akio Toyoda, der Toyota-Präsident. Dem Vernehmen nach wurde in diesem Zusammenhang eine engere Zusammenarbeit zwischen Toyota und Kawasaki Heavy Industries vereinbart – für alles, was mit Wasserstoff zu tun hat.

2022 Suzuka Kawasaki EV und HEV
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Yamaha und Toyota

Von Yamaha Motor wurde sogar ein V8 mit 5 Litern Hubraum für Toyota entwickelt – ebenfalls für die Verbrennung von Wasserstoff gerüstet. Das ist übrigens nicht das erste Mal, dass Yamaha Motor einen Pkw-Motor für einen Pkw-Hersteller entwickelt. Bereits in der Vergangenheit erledigte Yamaha Motor solche Auftragsarbeiten für Toyota, aber auch für andere Hersteller wie beispielsweise Ford oder Volvo. Von Toyota wiederum gibt es Ansätze, den Wasserstoff flüssig statt gasförmig zu nutzen, was große Fortschritte für dessen Handhabung in der Praxis mit sich bringen würde.

Verkehr & Wirtschaft

Wasserstoffmotoren für Zweiräder

Kawasaki Heavy Industries konzentriert sich bereits seit 2010 auf Wasserstoff als Energiequelle der nächsten Generation und entwickelt Technologien zur Herstellung, zum Transport und zur Nutzung von Wasserstoff entlang der gesamten Lieferkette. Derzeit laufen erste Tests für Volumentransporte von in Australien mit Braunkohle erzeugtem Wasserstoff im großen Stil nach Japan. Kawasaki setzt dabei auf ein spezielles Transportschiff, das bereits ab 2022 den Serienbetrieb aufnehmen soll. Darüber hinaus hat Kawasaki schon wasserstoffbetriebene Gasturbinen zur stationären Stromversorgung in Betrieb, zukünftig sind wasserstoffbetriebene Motoren für Flugzeuge, Schiffe und auch für Zweiräder geplant. Hier arbeitet Kawasaki mit Yamaha zusammen, die entsprechende Antriebe in Zweirädern und vierrädrigen Freizeit-Geländefahrzeugen verwenden wollen. Toyota ist inzwischen mit von der Partie. Denkbar ist, dass die Motorradhersteller Honda und Suzuki auch noch einsteigen.

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So genannte E-Fuels, also synthetisch erzeugtes Benzin als Treibstoff für Verbrennungsmotoren.
Wasserstoff als Treibstoff für Verbrennungsmotoren.
Mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen für elektrische Antriebe.
Mit Akkuzellen betriebene elektrische Antriebe.

Fazit

Im Rahmen einer japanischen Industrie-Kooperation entwickeln Kawasaki, Yamaha und Toyota gemeinsam Wasserstoff-Verbrennungsmotoren – als eine der möglichen Alternativen zu Benzin-Verbrennungsmotoren. Begleitend dazu forschen sie auch an der Praxistauglichkeit sowie an der zugehörigen Infrastruktur.

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