Gute Nachrichten von KTM verkündet die Bajaj Mobility AG. Die neue Konzernmutter der Motorrad-Marken KTM, Husqvarna und GasGas, Nachfolgerin der alten Pierer Mobility AG, meldet für das 2. Quartal 2026 einen kleinen Gewinn, deutlich gesunkene Kosten und deutlich gestiegene Umsätze. Letzteres erfreulicherweise durch den Verkauf von knapp über 48.000 Motorrädern weltweit im April, Mai und Juni 2026.
KTM: 2026 mehr Motorräder verkauft
Von April bis Juni 2026 verkauften KTM, Husqvarna und GasGas nach Angaben der Bajaj Mobility in Summe 48.672 Motorräder weltweit. Der Großteil davon dürften da wie gehabt die reinen Sportmodelle sein, die seit Jahren das Rückgrat für KTM & Co. sind.
Im Vergleich zum Krisenjahr 2025 bedeutet die Summe ein Steigern der verkauften Bikes von 71 Prozent. Wohl in diesen 48.672 Bikes enthalten sind 10.190 Stück, die noch aus Zeiten von Überproduktion und vor der Insolvenz stammten und bei Händlern und KTM standen.
Mehr Umsatz erlöst
Durch das deutliche Plus von 71 Prozent bei den Absätzen von Motorrädern steigt der Umsatz der Bajaj Mobility um 117,5 Prozent auf 307,3 Millionen Euro.
Der Umsatz des Konzerns selbst lag im 2. Quartal des Jahres 2026 bei 370,2 Millionen Euro und damit 60,5 Prozent über dem Vorjahr.
Dazu CEO Gottfried Neumeister: "Das erste Quartal hat gezeigt, dass die Wende da ist – das zweite, dass die Richtung stimmt. Diese Zahlen sind kein Zufall, kein Glück. Hinter diesen Zahlen stehen Menschen: Teams in Mattighofen und weltweit, die in einem harten Jahr mit vollem Einsatz an der Zukunft des Unternehmens gearbeitet haben. Mit der Unterstützung unserer Händler haben wir das Vertrauen der Kunden zurückgewonnen. Durch unsere neuen Modelle und Motorsporterfolge sind wir für eine erfolgreiche Zukunft gut positioniert."
Gesunde Marge, kleiner Gewinn
Von den 370 Millionen Euro Umsatz blieben nach Abzug aller Kosten und vor Steuern im 2. Quartal ein Ergebnis von 32 Millionen Euro stehen, was einer Umsatzrendite von 8,7 Prozent entspricht.
Nach Abzug von Steuern und so weiter bleibt erstmals seit der Insolvenz ein kleiner Gewinn von 1,3 Millionen Euro stehen. Zum Vergleich: Im 2. Quartal 2025 stand hier noch ein Verlust von 164,7 Millionen Euro.
Kosten gesenkt durch Entlassungen
Doch diese positiven Zahlen und das positive Ergebnis sind mit persönlichen Schicksalen verbunden. Durch eine neue Struktur bei den Angestellten und dem mittleren Management sparte die Bajaj Mobility 56,9 Millionen Euro ein. Im Grunde sind das eingesparte Gehälter, die durch gut 500 gestrichene Stellen möglich waren.
Sprich: Ohne das Abbauen von Stellen, wäre der Konzern weiterhin mit 24 Millionen Euro in der Verlustzone, was erneut die Eindrücke vor und während der Insolvenz bestätigt: KTM hatte kein Problem mit den Einnahmen, sondern mit den Ausgaben. Doch das hilft den 500 Menschen und Familien hinter den gestrichenen Stellen als Trost wohl kaum.





