Italian Volt
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Tazzari-Gruppe kauft Italian Volt

Tazzari-Gruppe kauft Italian Volt Auto-Firma kauft E-Motorrad-Hersteller

2018 stellte Italian Volt mit der Lacama sein erstes Elektromotorrad auf dem Goodwood-Festival vor. Nun übernahm Tazzari GL den E-Motorrad-Hersteller.

Die Tazzari GL ist ein italienischer Elektroauto-Hersteller mit Sitz in Imola. Es produziert aktuell das zweisitzige Elektroauto Tazzari Zero City, das seit 2010 auf dem Markt ist. Mit der Übernahme von Italian Volt erweitert die Tazzari-Gruppe nun ihr Angebot.

Tazzari Zero
Tazzari

Erik Tazzari, CEO der Firma: "Wir haben die Übertragung des Unternehmensvermögens von Italian Volt an die Tazzari-Werke in Imola abgeschlossen, wo seit Jahren die elektrischen Stadtautos Tazzari Zero und verwandte Technologien entwickelt und hergestellt werden, die Tazzari EV weltweit verkauft." Das Ziel sei es nun, die Marke Italian Volt und das Elektromotorrad-Projekt Lacama in die "nächste Phase der endgültigen Entwicklung, Genehmigung und Produktion zu bringen", so der CEO. Weiterhin kündigt er an, dass die Tazzari-Gruppe, 15 Jahre Erfahrung im Bereich Elektrofahrzeuge und auch die Expertise als Hersteller von Aluminiumrahmen und -teilen im Automobil- und Motorradsektor einbringen wird.

Lacama wandelbar wie Chamäleon

Zum Elektromotorrad Lacama – was übersetzt Chamäleon heißt – wurden bei der Vorstellung 2018 folgende Daten genannt: Sie soll 250 Kilogramm wiegen – gut, dass eine Rangierhilfe an Bord ist. Die Reichweite wird mit 180 Kilometer angegeben. Innerhalb von nur 40 Minuten sollen die Akkus der Lacama bereits 80 Prozent geladen sein, eine Vollladung soll drei Stunden dauern. Der flüssigkeitsgekühlte Elektromotor mit 70 kW (95 PS) und 208 Nm maximalem Drehmoment wird aus einer Lithium-Ionen-Batterie gespeist, die eine Kapazität von 15 kWh bereitstellt. In 4,6 Sekunden soll es mit der Lacama von null auf Tempo 100, wobei die Höchstgeschwindigkeit auf 180 km/h limitiert ist.

Italian Volt Lacama
Italian Volt

Das Besondere an der Lacama sollen ihre vielfältigen Konfigurationsoptionen sein. Sie kann laut Hersteller als Ein-oder Zweisitzer anrollen, als Scrambler, verkleidetes Sportmotorrad, Naked-Bike, Café Racer, Flattracker, etc. Unabhängig von der Konfiguration bleibt es beim einheitlichen Antrieb. Und auch das Fahrwerk gehört zum Grundgerüst: Vorne eine Öhlins-Upside-Down-Gabel, hinten ein Öhlins-Monofederbein, Räder in den Größen 3,5 x 17 Zoll vorn und 5,5 x 17 Zoll hinten sowie radial verschraubte Brembo-Bremszangen an der Doppelscheibenbremsanlage vorn.

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Gar keins.

Fazit

Ob Lenkstummel oder Rohrlenker, Drahtspeichenräder oder Gußfelgen – den Konfigurationswünschen scheint kein Ende gesetzt. Das Baukastenprinzip ermöglicht die Zusammenstellung des Wunsch-Elektromotorrad. Wenn es bezahlbar und fahrbar ist, könnte das eine interessante Option für E-Motorrad-Fans sein.