Batterie Akku Zero Zero
Duesenfeld Recycling von Lithium-Ionen-Batterien
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Duesenfeld Recycling von Lithium-Ionen-Batterien 9 Bilder

Zero Motorcycles, Reneon und GRS-Batterien arbeiten zusammen

Zero Motorcycles sammelt eigene Akkus ein Zero im Netzwerk für Altbatterien

Zero Motorcycles bietet nicht nur als einer der wenigen Hersteller einen echten Zugang zur zweirädrigen Elektromobilität und vermittelt so eine klare Vision, sondern schaut jetzt bereits auf das Lebensende der Akkus.

Zusammen mit Reneos SCE (einem Batterie-Rücknahmesystemen aus fünf EU-Ländern) und GRS Batterien Service GmbH tritt Zero aktiv für die kontrollierte Sammlung von alten Lithium-Ionen-Batterien ein.

Seit Oktober sammeln Reneos und GRS Batterien gebrauchte Akkus von Zero Motorcycles in Deutschland und Österreich. Eine Menge wird indes nicht genannt und war auch nicht zu erfahren. In Relation zu den zugelassenen Zeros und deren zu erwartender Lebensdauer dürfte das bisher aber kaum mehr als eine Hand voll sein. Das System steht aber.

Initiative ist richtig

Verglichen mit den zentnerschweren Akkus aus Autos und Bussen sind die kleinen Energiespeicher aus einem Motorrad wirtschaftlich erstmal weniger interessant für das Recycling und so besteht das Risiko, in naher Zukunft eben ein Problem mit unsachgemäß überlagerten Alt-Akkus aus Motorrädern zu haben. Im schlimmsten Falle werden, die einfach illegal entsorgt. Daher ist diese Initiative von Zero mehr als zu begrüßen. Das Sammeln von alten Akkus und Batterien ist richtig und wichtig. Alles was danach kommt, ist aber noch unsicher.

Akku
Einer Zero-Akkus, für die es jetzt ein echtes Sammlungssystem gibt, welches die alten Akkus dem Recyling zuführen soll. Gewonnen werden können aus eine Akku: Kobalt, Nickel Graphit, Kupfer, Eisen, Aluminium, Lithium und vieles mehr.

Akku-Recycling: kein ganzheitliches Konzept

Es fällt in diesem Kontext mit Zero zwar auch immer der Begriff Recycling, allerdings kann keine der beteiligten Unternehmungen auf diesem Gebiet Technologien bieten oder wäre in der Lage das verständlich zu kommunizieren. Reneon und GRS sammeln erstmal nur ein. Was danach mit den Akkus passiert, wird noch nicht vollumfänglich kommuniziert. Zu erfahren ist, dass die Recycler von Reneos aktuellen EU-Normen wohl gerecht werden.

EU-Norm noch wenig fordernd

Lithium-Akkus müssen laut EU nur zu 50 Prozent der Masse recycelt werden. Hierzu reichen mitunter schon die Demontage der Batterie, Rückführung des Gehäuses und der Kabel. Normale Haushalts-Batterien müssen zu mindestens 75 Prozent recycelt werden. Hier ist bei Lithium und allen anderen EV-Akkus also noch viel Luft nach oben.

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Duesenfeld GmbH
Bei eine dem vielen Racacling Verfahren landen die einzelnen Batteriepakete in einem Schredder, dann werden die eisenhaltigen Metalle entnommen, sowie alle andere Werkstoffe die nichts mit der Elektrolyse zu tun hatten.

Recycling lohnt sich derzeit fast nicht

Das ist allerdings ein Problem, vor dem alle Hersteller und Verwerter derzeit stehen: Die Prozesse zum Recycling von Lithium-Ionen-Batterien unterliegen einem schnellen Wandel. Und viel schlimmer: die Preise für geschürfte Rohstoffe am Markt steigen zwar, sind mitunter aber weiterhin so niedrig, dass die Kosten für das Recycling der Sekundärrohstoffe nicht gedeckt werden können. Mit einer weiteren Senkung der Rohstoffanteile Kobalt und Lithium in den Akkus wird mittelfristig auch das Recycling der Akkus immer schwerer wirtschaftlich darstellbar, denn auch das muss eine Facette in der Kreislaufwirtschaft sein: Es muss Sinn machen.

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Zurück bleibt ein trockenes Granulat, aus dem mit klassischen Methoden die einzelnen Bestandteile getrennt werden.

So sieht das Recyling von Akkus derzeit aus

Bei den Recyclingmethoden befindet sich derzeit enorm viel in der Erforschung. Gängige Methoden sind derzeit in zwei Hauptteile gesplittet. Zum einen die thermische Extraktion der hochwertigen Stoffe wie Kobalt, Nickel und Kupfer und in geringerem Maße des Lithiums. Diese verbreitete Methode bedingt einen hohe Energieeinsatz. Eine weitere Möglichkeit ist eine chemische Variante, in der die sogenannte Schwarze Masse – also das elektrisch aktive Material der Batterie – mit Hilfe verschiedener Methoden und Zusätze weiter getrennt werden kann. Hier wird zwar weniger Energie zur Erwärmung gebraucht, aber Trinkwasser bleibt da auch nicht übrig. Zugrunde liegen alle Arten weiterhin, dass die Batterien zuvor erst aufwändig händisch zerlegt werden müssen, um dann weiteren Schritten zugeführt werden zu können. Die Idee, eine Batterie in einen Trichter zu werfen und unten kommen fein säuberlich die nutzbaren Sekundärrohstoffe heraus, liegt sehr weit der Zukunft. Ebenso wie realistische Mengen, die bestehende Anlagen heute wirklich recyclen können. Noch.

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Fazit

Alte Batterien einsammeln ist gut, bringt aber nur so richtig was, wenn klar ist, wie sich Akkus sinnvoll recyceln lassen. Eindeutige Methoden des Recyclings sind allerdings noch nicht etabliert. Wie bei der Akku-Technik selbst werden hier nur Fortschritte erzielbar sein, wenn der Markt der E-Mobilität weiterwächst. Bis dahin ist das Sammeln der Akkus ein wichtiger, aber nur ein erster Schritt.

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