Zukunftspläne bei MV Agusta

Euro4-Brutale, Vierzylinder, Cagiva

Foto: Skizze: MV Agusta 14 Bilder

AMG ist weg, dafür hat MV Agusta jetzt einen russischen Investor – und endlich wieder neue Motorräder. Unsere Italien-Korrespondentin Eva Breutel erfuhr viel Spannendes über die Zukunftspläne bei MV.

In den letzten zwei Jahren war es beängstigend still um MV Agusta. Die Italiener waren im Frühjahr 2016 nur knapp an der Pleite vorbei geschrammt und arbeiteten seither intensiv an einem Sanierungsplan. Der ist nun umgesetzt, und MV meldet sich zurück, mit neu geordneten Finanzen und mit der fulminanten Brutale 800 RR. Klar, der begnadet schöne Dreizylinder ziert die Modellpalette schon länger, doch jetzt gibt’s ihn endlich mit Euro 4.

Fahrbericht MV Agusta Brutale 800 RR (2018) Endlich mit Euro 4-Dreizylinder

Vierzylinder kommt 2018, Cagiva wird wiederbelebt

Einer grundlegenden Überarbeitung wurde auch die Firma selbst unterzogen. Der bisherige stille Teilhaber Mercedes-AMG ist ausgestiegen, dafür hält jetzt der Anglo-Russe Timur Sardarov, Sohn eines russischen Ölmilliardärs, 49 Prozent an MV. Er und der Mehrheitseigner Giovanni Castiglioni haben konkrete Pläne. Sie wollen MV Agusta als edle und natürlich teure „Super Premium“-Marke etablieren.

Fans der Marke dürfen sich somit berechtigte Hoffnungen auf brandneue Sportmotorräder machen. Noch 2018 soll das erste Modell mit dem lang erwarteten Vierzylinder vorgestellt werden. Zudem wird die hauseigene Marke Cagiva wiederbelebt – mit Elektro-Motorrädern, die trendig und spritzig daherkommen sollen.

Auswirkungen auf die Superbike-WM hat der neue Vierzylinder wohl erst 2020, denn dann soll die Nachfolgerin der F4 kommen. In der SBK-WM startet der italienische Hersteller aktuell mit der MV Agusta F4 RR. Das eingesetzte Motorrad basiert derzeit auf dem Modell, das im Jahr 2005 eingeführt wurde. Damit ist die F4 derzeit noch das älteste Motorrad im Starterfeld der Superbike-WM.

Sentimentale Bildergalerie: F3 im AMG-Design

Meldung vom 25.07.2017:

Seit Herbst 2014 besitzt Mercedes-AMG 25 Prozent des Motorradherstellers MV Agusta. Diese Beteiligung wird jetzt beendet. In einer Pressemitteilung kündigt MV Agusta an, die bisher vom Autobauer Mercedes AMG gehaltenen Anteile von 25 Prozent jetzt zurückzukaufen. Das Geld dafür, so denn überhaupt welches fließen wird, stammt vom russischen Investor ComSar Invest.

Dieser hatte 2016 seinen Einstieg bei dem hoch verschuldeten italienischen Motorradbauer MV Agusta angekündigt, damals aber offen gelassen, was aus den AMG-Anteilen werden solle.

Auf Anfrage von MOTORRAD hat Mercedes AMG den Rückzug aus der Beteiligung an MV Agusta jetzt bestätigt: Im Rahmen des Umschuldungsplans für MV wolle man "den Weg frei machen für den geplanten Einstieg eines neuen Investors und seine Minderheitsbeteiligung abgeben". Über die Modalitäten der Rückgabe dieser Minderheitsbeteiligung werde derzeit noch verhandelt, erklärte eine Sprecherin von Mercedes AMG.

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