Piaggio MP3 300 hpe. Piaggio
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Piaggio MP3 300 hpe. 5 Bilder

Piaggio MP3 300 hpe im Test

Dreirad-Roller für Pendler

Nach Überarbeitung der großen MP3-Modelle im vergangenen Herbst stellt Piaggio nun den neuen 300er-Einsteiger-MP3 auf die Räder. Wie schlägt sich der Dreirad-Roller für Pendler im Test?

So charakteristisch die zwei Vorderräder für den MP3 sein mögen, so schnell geraten sie beim Fahren in Vergessenheit. Zumindest nach ein paar Hundert Metern. Bereits dann vermitteln sie viel Vertrauen und erlauben auch akzeptable Schräglagen. Am erfolgreichen Grundkonzept wurde also nicht gerüttelt. Nach wie vor zielt das seit 2006 erfolgreiche MP3-Format auf Pendler mit B-Lizenz, vulgo Autoführerschein, ab, die relativ unkompliziert die Vorzüge eines Rollers genießen wollen. Davon scheint es auch in Paris jede Menge zu geben, denn hier teilen sich die Dreiräder die wenigen Quadratmeter der Straßenecken und Fahrradständer mit ihren konventionellen Scooter-Kollegen.

Nachfolger des „Yourban“

Es scheint plausibel, dass die Italiener Paris noch als wichtigsten Markt vor Mailand bezeichnen. Als Nachfolger des „Yourban“ soll der MP3 300 hpe jüngere Zielgruppen vor allem durch sein aufgefrischtes Design ansprechen. Die 300 Euro teurere Sport-Variante trägt darüber hinaus optische Schmankerl wie Trittbleche in Alu-Optik oder rote Nähte auf der überarbeiteten Sitzbank. Technische Unterschiede gibt es bis auf Wave-Bremsscheiben und das sonst aufpreispflichtige MIA-Connectivity-System keine.

Piaggio MP3 300 hpe.
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Die Instrumentierung ist zweckmäßig und übersichtlich. Mehr aber auch nicht.

Der auf 26 PS erstarkte Einzylinder fügt sich mit und ohne Sport-Schriftzug unauffällig in das Gesamtkonzept ein. Immerhin, der „kleine“ MP3 soll gute 50 bzw. 30 kg leichter als seine größeren Brüder sein. Ampelstarts oder flotte Überholmanöver meistert er dadurch souverän, aber nicht wirklich sportlich. Dafür überzeugt der Roller mit praktischen Details wie einklappbaren Soziusrasten, Cockpitfach mit USB-Ladebuchse, gutem Windschutz oder dem integrierten Helmfach. Die Variomatik harmoniert gut mit dem Motor, und zusammen mit den ABS-unterstützten Bremsen befähigt sie den MP3 zur Teilnahme am motorisierten Wahnsinn einer Großstadt. Zuletzt ist es aber die aufwendige Konstruktion der Vorderradaufhängung, die es erlaubt, den MP3 nahezu narrensicher zu bewegen.

Jede Menge Zubehör erhältlich

Neben der höheren Fahrsicherheit, unabhängig vom Reibwert des Untergrunds, gibt es noch einen Bonus für Träger teuren Schuhwerks: Dank per Daumen betätigter Sperre bleibt der MP3 auch an der Ampel aufrecht, ohne einen Fuß vom Trittbrett nehmen zu müssen. Beim Gasgeben löst sich diese selbstständig und erlaubt wieder das Einlenken. Mit aktivierter Sperre und der mittig gelegenen Feststellbremse kann das Dreirad so auch ohne Seitenständer abgestellt werden. An so gut wie jeder Straßenecke. Doch auch das andere Extrem urbaner Mobilität beherrscht der 300er.

Piaggio MP3 300 hpe.
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Unter der Sitzbank ist Platz für bis zu zwei Helme. Oder für den kleinen Einkauf.

Zwar wird das Handling bei Landstraßentempo etwas unruhiger, aber auch beim Spitzentempo von rund 120 Sachen verliert man nicht das Vertrauen. Eher wird hier der von Piaggio beworbene Tourenkomfort spürbar. Für die harte, oft nasse und kalte Pendlerrealität bietet der Hersteller darüber hinaus viel Zubehör an. Neben einer höheren Scheibe beispielsweise noch beheizbare Sitzbank und Griffe, Handschützer oder die ausgerechnet in südeuropäischen Metropolen ebenfalls weitverbreiteten Beindecken.

Positiv aufgefallen: Guter Wetterschutz, hohe Fahrsicherheit, mit B-Führerschein fahrbar, hoher Nutzwert

Negativ aufgefallen: Gewicht, breite Front

Farben: Schwarz, Grau, Weiß (nur Sport)

Preis (inklusive Nebenkosten): 7.015 Euro, 7.315 Euro (Sport)

Fazit

Derart gerüstet wird der MP3 sicherlich ein Verkaufsschlager bleiben. Aber ob sich am Durchschnittsalter der MP3-Piloten etwas ändert, darf bezweifelt werden. Dagegen spricht neben einer sich ändernden Einstellung zum Verbrennungsmotor nämlich auch der gar nicht so günstige Einstiegspreis von über 7.000 Euro.

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