Carbon-Telegabel für Motorräder von BMW und ZF

Carbon-Telegabel von BMW und ZF Mit neuer Carbon-Gabel zum Sieg

BMW und Fahrwerkspartner ZF entwickeln zusammen eine Telegabel aus Carbon. Erster gemeinsamer Erfolg: der Sieg mit der BMW M 1000 RR beim Langstreckenrennen 24 Stunden in Spa.

Carbon-Telegabel von BMW und ZF BMW
Carbon-Telegabel von BMW und ZF
Carbon-Telegabel von BMW und ZF
Carbon-Telegabel von BMW und ZF
Carbon-Telegabel von BMW und ZF 5 Bilder

1935 führte BMW die Teleskopgabel ein. Mit integrierter Federung und hydraulischer Dämpfung. Also im Prinzip so, wie sich das dann durchgesetzt hat und heute immer noch bei fast allen motorisierten Zweiradfahrzeugen als Vorderradführung zum Einsatz kommt. Funfact: Bei BMW R 12 und R 17 war die Teleskopgabel anfangs sogar so ausgeführt, wie sie heute "Upside down" genannt wird.

Telegabel-Evolution mit dem Superbike

Nun, beim neuesten Evolutionsschritt für die Telegabel ist wieder BMW beteiligt. Gemeinsam mit den Fahrwerksspezialisten vom Zulieferpartner ZF entwickeln die Motorradingenieure von BMW eine Telegabel aus Carbon. Als Versuchsträger für diese Entwicklung dient die BMW M 1000 RR. Genauer: das weit über 200 PS starke Superbike, das vom BMW-Werksteam in der Langstrecken-Weltmeisterschaft eingesetzt wird.

Kohlefaser-Metall-Kombination

Gleich zu sehen – und schön anzuschauen – sind die vollständig aus Kohlefaser bestehenden Außenrohre der neuen Carbon-Gabel. Die "Hybrid"-Innenrohre bestehen aus einem Metall-Kohlefaser-Verbund und werden mit den Metall-Gabelfüßen verklebt. Allseits bekannt ist der größte Vorteil und somit das stärkste Argument für die Verwendung von Carbon: das geringe Gewicht und die damit verbundenen, möglichen Massereduzierungen am Fahrzeug. Hinzu kommt, dass mit diesem Werkstoff ganz gezielt die Steifigkeit an entscheidenden Stellen variiert werden kann. Somit kann auch der Grenzbereich, in dem sogenannte Aufbauschwingungen entstehen, verschoben werden.

BMW M RR 50 Years M Jubiläumsmodell
Supersportler

Sieg beim 24-Stunden-Rennen in Spa

Für durchschnittliche Motorradfahrer mit durchschnittlichen Motorrädern ist das zwar weniger relevant, im Rennsport hingegen ist das umso wichtiger. Denn beim Kampf um Sekundenbruchteile werden ständig die Grenzbereiche ausgelotet. Mit "homogenen Biegelasten" soll das vom Fahrer gespürte Ansprechverhalten nicht nur fein, sondern extrem fein sein. Inzwischen haben die Werks-Rennfahrer Markus Reiterberger, Ilya Mikhalchik und Jeremy Guarnoni das bestätigt. Mehr als das: Sie haben mit der BMW M 1000 RR – und mit der neuen Carbon-Gabel – die 24 Stunden in Spa-Francorchamps gewonnen, das Langstreckenrennen im Rahmen der FIM-Endurance-Weltmeisterschaft.

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Die Carbon-Gabel – mal wieder eine Entwicklung aus dem Rennsport. Und mal wieder eine Entwicklung von BMW. 1935 führte BMW die Teleskopgabel ein.

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