Philipp Öttl in der Moto2. 2snap

KTM steigt 2020 aus der Moto2 aus

Fokus auf MotoGP und Moto3

KTM steigt 2020 aus der Moto2 aus. Dafür sollen die Engagements in der MotoGP und Moto3 weiter ausgebaut werden. Unter anderem soll ein neues Husqvarna-Team in der Moto3 etabliert werden.

KTM hat den Heim-GP in Österreich dafür genutzt, um einige strategische Änderungen für die Zukunft bekannt zu geben. Neben der Trennung von MotoGP-Werkspilot Johann Zarco haben die Österreicher ihren Abschied aus der Moto2 verkündet. Ab 2020 wird es keine KTM-Motorräder mehr in der Moto2 geben. Auch das eigene Moto2-Chassis zieht KTM am Ende der Saison zurück. Die Zusammenarbeit mit Aki Ajo soll aber auch zukünftig Bestand haben. Wie es mit dem Kundenteam Tech3 weitergeht, ist dagegen noch offen. Auch die bisher unter Vertrag stehenden Fahrer dürften damit vor einer ungewissen Zukunft stehen.

Immerhin erwähnte KTM-Chef Stefan Pierer im Zuge des Rennwochenendes in Österreich, dass er große Stücke auf Jorge Martin hält, der somit auch in der kommenden Saison für Aki Ajo starten dürfte. Ansonsten soll das finnische Team als Übergangsstation zur MotoGP dienen. Zuletzt schaffte Miguel Oliveira beispielsweise den Sprung in die Moto2. Erfolgreiche Moto3-Piloten, die bei KTM unter Vertrag stehen, sollen somit in Zukunft auch weiterhin die Möglichkeit haben dank der weiteren Zusammenarbeit mit Ajo Fuß in der Moto2 zu fassen.

Fokus auf MotoGP und Moto3

In Zukunft möchte sich KTM noch mehr auf die MotoGP und die Moto3 fokussieren. Bis mindestens 2026 möchten sich die Österreicher in der MotoGP möglichst erfolgreich engagieren. Hierzu wurde der ohnehin noch zwei Jahre gültige Vertrag mit der Dorna um weitere fünf Jahre verlängert.

Zudem möchte man in der Moto3 auch das Tochterunternehmen Husqvarna etablieren. Entsprechend werden ab 2020 neben KTM-Motorrädern auch Bikes mit Husqvarna-Branding an den Start gehen. Laut eigenen Aussagen wird es ein eigenes Husqvarna-Team mit zwei Fahrern geben. Zudem soll ein eigenes Bike auf die Räder gestellt werden und nicht einfach ein KTM-Motorrad in Husqvarna-Lackierung. Husqvarna ging bereits in den Saison 2014 und 2015 in der Moto3 an den Start. Damals basierten die Moto3-Husqvarnas technisch allerdings auf den KTM-Bikes. Nun möchten die Österreicher Husqvarna auch technisch als eigene Marke in der Moto3 platzieren.

Fazit

KTM diente talentierten Fahrern in der Moto2 als Sprungbrett für den Aufstieg in die MotoGP. Zuletzt schaffte Miguel Oliveira den Aufstieg in die Königsklasse. Nun zieht sich KTM aus der Moto2 zurück um den Fokus auf die MotoGP und Moto3 zu richten. Es wird spannend zu beobachten sein, ob die Strategie aufgehen wird.

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