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Honda-Patent auf neue variable Ventilsteuerung

Japaner kontern BMW ShiftCam

Motorradhersteller Honda hat sich eine neue variable Ventilsteuerung patentieren lassen. Offensichtlich wollen die Japaner damit gegen das BMW ShiftCam-System antreten. Erster Einsatz könnte in der neuen Fireblade sein.

Unter der Patentnummer US 2019/0003352 A1 wurde für den japanischen Motorradhersteller in den USA eine neue variable Ventilsteuerung patentiert. Veröffentlicht wurde das Patent am 3. Januar 2019. Im Kampf um immer mehr Leistung bei immer schärfer werdenden Emissionswerten scheint die variable Ventilsteuerung ein guter Weg zu sein. Was damit in einem Supersportler machbar ist, hat BMW jetzt mit der neuen S 1000 RR mit ShiftCam-Technologie gezeigt. Der neue 1.000er-Vierzylinder leistet mit der variablen Ventilsteuerung, die auch im neuen BMW-Boxer zum Einsatz kommt, 207 PS und 113 Nm unter Einhaltung aller aktuell gültigen Grenzwerte. Das Drehzahllimit liegt bei 14.600/min.

Schlepphebel statt Tassenstößel

Die aktuelle Honda Fireblade liegt bei 192 PS und 114 Nm Drehmoment – respektable Werte und auch genug Power für jeden Straßenfahrer. Auf dem Papier und der Piste bietet die Konkurrenz aber mehr. Hier scheint Honda nun den Vorgaben der Wettberwerber zu folgen.

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Die nächste Fireblade könnte bis zu 220 PS leisten.

Die jetzt patentierte Ventilsteuerung, die auf den Patentzeichnungen auch mit einer Fireblade in Verbindung gebracht werden, zeigt ein System ähnlich der BMW ShiftCam-Technologie. Der Vierventiler setzt auf drehzahlfeste Schlepphebel zur Ventilbetätigung – bislang werden in der Fireblade Tassenstößel verbaut. Zudem gibt es je Ventil auf der Ein- und der Auslassseite zwei Nockenprofile – ein scharfes und ein zahmes. Damit lassen sich einerseits geringe Emissionen und hohes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen erzielen, bei höheren Drehzahlen können die Ventile weiter und länger geöffnet werden, was mehr Leistung bringt.

Zum Wechsel zwischen den Nockenprofilen werden die Nockenwellen mit einem über Öldruck und elektromagnetische Ventile gesteuerten System in Axialrichtung verschoben. Die hohlgebohrten Schlepphebelachsen bedienen dabei zwei Stifte, die wechselseitig in Nuten in der Nockenwelle eingreifen. Die Steuermodule dazu sitzen linksseitig im Zylinderkopf. Was mit der neuen Ventilsteuerung geht, wird sich zeigen. In manchen Medien wird über eine neue Fireblade mit bis zu 220 PS spekuliert.

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