RX-7V Racing ausprobiert SpoRTfoto Trescher

Arai RX-7V Racing ausprobiert

Arai RX-7V Racing ausprobiert Integralhelm für Rennsportler

Seit August bietet Arai den RX-7V Racing als neues supersportliches Top-Modell an. MOTORRAD hat den Integralhelm auf der Rennstrecke ausprobiert.

Wer sich durch die Form des RX-7V Racing an die MotoGP erinnert fühlt, hat recht: Den gleichen setzt auch Yamaha-Star Maverick Viñales ein, wenn auch mit verschiedenen Dekoren. Den RX-7V Racing für Endkunden gibt es in Deutschland hingegen erst einmal ausschließlich in klassischem Weiß. Ein buntes Dekor sowie weitere Farben sollen kommendes Jahr folgen.

Spezielles Aero-Kit

Der größte technische Unterschied zum bekannten RX-7V besteht im sogenannten Aero-Kit. Es liegt dem Helm bei und wird mittels Klebestreifen eigenhändig an der Rückseite hinter dem fest installierten Spoiler (Air-Wing) angebracht. Zwischen Helm und Rennhöcker auf der Lederkombi sollen so weniger Luftverwirbelungen entstehen und die Aerodynamik laut Hersteller effizienter ausfallen. Belüftung und die Passform des FIM-zertifizierten Rennhelms sind unverändert. Allerdings fehlt beim RX-7V Racing im vorderen unteren Bereich der Innenseite der ausziehbare Kinnschutz. Des Weiteren ist bei der Racing-Version die mittlere Belüftungsöffnung an der Oberseite neu gestaltet.

RX-7V Racing ausprobiert
Uwe Seitz
Beim RX-7V Racing ist der obere Air-Wing starr. Das darunterliegende Aero-Kit wird mitgeliefert und muss selbst angebracht werden.

Arai-typisch überzeugten die sehr bequeme Passform des Helms, die grundsolide Visiermechanik sowie die insgesamt spitzenmäßige Verarbeitung. Umgebungs- und Fahrgeräusche dämmt der Helm gut, vor allem aber liegt er auffällig ruhig im Wind. Je höher die Geschwindigkeit, umso deutlicher ist dieser Effekt. Über die Belüftung kann unser Tester als Kontaktlinsenträger wenig sagen, da er in der Regel mit komplett geschlossenen Lufteinlässen unterwegs ist. Unangenehme Zugluft dringt jedenfalls aus keiner Richtung ins Gesichtsfeld – weder frontal vom Visierbereich noch von unterhalb der Helmkante.

Kein günstiges Angebot

Mit gewogenen 1.606 Gramm ist die Racing-Version circa 50 Gramm leichter als der normale RX-7V. Allen Menschen mit Arai-kompatiblem Kopf können wir diesen Helm für den Rennstreckeneinsatz durchaus empfehlen. Im Vergleich zum RX-7V-Standardmodell sind die Verbesserungen an der voll auf Sport ausgelegten Racing-Version zwar eher Feinschliff, aber dafür kostet sie in Unifarbe Weiß 57 Euro weniger als ein aktueller RX-7V mit Dekor.

RX-7V Racing ausprobiert
Uwe Seitz
Auf der Habenseite: exzellente Aerodynamik, komfortable Passform und eine ganzheitlich feinste Verarbeitungsqualität.

Die Aero-Kits gibt es auch einzeln zu kaufen. Sie kosten 79 Euro, sind in neun verschiedenen Farben erhältlich und passen an jeden RX-7V. Zu haben ist der RX-7V Racing in Größen von XS bis L. Der Preis beträgt 917 Euro.

MOTORRAD-Check: 4,5 von fünf Sternen

Plus: tolle Aerodynamik, angenehme Passform, hohe Qualität

Minus: hoher Preis

Fazit

Der Arai RX-7V Racing besticht durch seine exzellente Aerodynamik, die komfortable Passform und eine ganzheitlich feinste Verarbeitungsqualität. Das alles hat mit über 900 Euro allerdings auch einen stattlichen Preis.

Arai
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