Nach jahrelanger Entwicklung und Erprobung mit den Prototypen M1, M2, M3 und F1 – seit 2018 – präsentiert Furion aus Frankreich im Herbst 2026 das erste "finale" Modell, geplant als limitierte Kleinserie: die Furion Taran, benannt nach Taranis, dem keltischen Gott des Donners. Ironischerweise trotzdem ohne Klanggewitter, sondern mit Elektromotoren in beiden Rädern und bis zu 240 kW (326 PS).
Furion Taran als "Motorrad der Zukunft"
Für das aufsehenerregende Design der Furion Taran zeichnen Takumi Yamamoto und die Agentur Pigment verantwortlich. Unter der roten, futuristisch geformten Verkleidung sind einige technische Besonderheiten versteckt.
2WD: elektrische Axialfluss-Motoren in beiden Rädern
Insbesondere betrifft das die Räder der Furion Taran: Sowohl im Hinterrad als auch im Vorderrad ist jeweils ein elektrischer Axialfluss-Motor integriert. Bei dieser Bauweise stehen Spulen und Magnet sich mit zwei Scheiben gegenüber. In Relation zum erzeugten Drehmoment fällt der Motor schmaler und leichter aus, was hier, mit Blick auf die ungefederte Masse am Rad, umso mehr von Bedeutung ist.
Bis zu 240 kW / 326 PS optimal verteilt
Elektronisch gesteuert und verteilt soll die Gesamt-Spitzenleistung bei der Furion Taran bis zu 240 kW – entsprechend 326 PS – betragen. Dieses von Furion entwickelte und Eversor genannte System soll in (Klein-)Serie erstmals bei der Taran zum Einsatz kommen.
Allrad-Antrieb namens Eversor
Physikalisch nachvollziehbarer Vorteil des Allrad-Antriebs namens Eversor ist die optimale Verteilung der Motorleistung auf alle Räder, in diesem Fall auf zwei. Zudem rotieren die Axialfluss-Motoren gegenläufig zur Drehrichtung der Räder, was das Handling verbessern soll. Zumindest könnte das die Nachteile der ungefederten Masse in den Rädern teilweise ausgleichen.
Bis zu 77 Prozent Rekuperation möglich
Bei der Furion Taran ist nicht nur die Verteilung der Leistung per Software gesteuert, sondern ebenso – und sicherheitsrelevant – der Schlupf am jeweiligen Rad. Auch die Rekuperation (Rückgewinnung elektrischer Energie) beim Bremsen soll so effektiver funktionieren. Logisch: mehr übers Vorderrad, den steigenden Anpressdruck beim Bremsen nutzend. Angeblich können so 77 Prozent der Bremsenergie als Strom in den Akku zurückfließen.
Technische Daten: 200 km Reichweite bei moderaten 230 kg
Theoretisch bedeutet das – auch für die neue Furion Taran – 20 bis 30 Prozent mehr Reichweite. Mit dem hier eingebauten Akku-Pack (20 kWh) sollen so bis zu 200 Kilometer möglich sein, ausgehend von circa 10 kWh durchschnittlichem Stromverbrauch pro 100 Kilometer. Trotz der großzügig dimensionierten Batterie gibt Furion zum Gesamtgewicht der Taran moderate 230 Kilogramm an.
Wann kommt die Furion Taran? Preis?
Wann die Kleinserien-Produktion der Furion Taran starten soll und wie viele Exemplare die Limited Edition umfasst, ist noch nicht bekannt. Preisangaben liegen bisher ebenfalls nicht vor. Reservierungen sollen bald online möglich sein, dazu sind Testfahrten angekündigt.
















