Black Tea Moped: Leichtes E-Motorrad aus München

Bonfire von Black Tea Motorbikes Münchner Startup stellt leichtes E-Motorrad vor

Als S, E und X-Version bietet Black Tea seine elektrische Bonfire an. Die Modelle unterscheiden sich in Leistung, Reichweite und Führerscheinklasse.

Münchner Startup stellt leichtes E-Motorrad vor www.snaema.com
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"Die elektrische Beschleunigung lässt jeden Sportwagen zurück (zumindest auf den ersten paar Metern)", so die Macher auf blackteamotorbikes.com. Dann wartet im Stadtverkehr erfahrungsgemäß eh schon die nächste rote Ampel. In deren erste Reihe man sich mit diesem Elektromotorrad leicht vordrängeln können müsste. Das, in Kombination mit nur 79 Kilo Gewicht – plus zehn Kilo für den Akku – sowie den schmalen Reifen, ist schon fast eine Spaßgarantie für den Stadt- und sogar den Stauverkehr. 80 km/h Topspeed sind mit der Bonfire E drin, das Black Tea Moped Bonfire S fährt auf 45 km/h vor an und ist in Deutschland somit auch für diejenigen interessant, die nur den Autoführerschein haben. Für die Fahrzeugklasse L1e-b (45 km/h) ist europaweit der Führerschein Klasse AM oder B ausreichend. Die Bonfire X erweitert die Auswahl nach oben mit einer "125er", die wie die Bonfire E mit dem A1 oder B196-Schein gefahren werden kann.

Black Tea Moped mit herausnehmbaren Akkus

Drei Kilowatt Leistung und 195 Nm maximales Drehmoment sollen die Bonfire S und E per Radnabenmotor am Hinterrad in 4,2 Sekunden von null auf 50 km/h beschleunigen – theoretisch. Praktisch ist ja bei 45 km/h Schluss. Die E beschleunigt noch weiter bis 80, die X sogar auf 100, dann allerdings mit maximal acht Kilowatt Leistung. Die Akkus aller Bonfire lassen sich entnehmen. Innerhalb von vier Stunden soll der Energiespeicher wieder voll im Saft stehen, nach drei Stunden sind immerhin 80 Prozent der Maximalladung erreicht. Für mehr Reichweite bietet das E-Motorrad auch noch Platz für einen zweiten Akku, den die starke X serienmäßig an Bord hat. Batteriekapazität je Akku: 52 V x 35 Ah.

Die Sitzhöhe liegt bei 750 Millimeter, gebremst wird hydraulisch, gerollt auf 18-Zoll-Stahlspeichenrädern, Reifen sind in den Dimensionen 2.75 (vorne) und 3.25 (hinten) aufgezogen, für Sicht und Sichtbarkeit sorgen LED-Leuchten rundherum.

Black Tea Bonfire ab 3.990 Euro

Im Juli 2021, drei Monate nach dem geplanten Produktionsstart, began in München die Produktion der Bonfire, im August 2021 wurden die ersten Exemplare ausgeliefert. "Aufgrund der Auswirkungen von Corona haben wir viele Verzögerungen von Seiten der Lieferanten und auch Preiserhöhungen bei den Rohstoffen erlebt. Wir sind jedoch auf dem richtigen Weg und werden jetzt die Produktion beschleunigen, um alle Indiegogo-Bestellungen so schnell wie möglich zu verschicken", sagt Viktor Sommer, CEO von Black Tea Motorbikes. Sommer fügt weiter hinzu: "Unser Ziel war es, ein Motorrad zu entwickeln, das sowohl als leistungsfähiges Erkundungsinstrument, als auch als tägliches Pendlerfahrzeug dienen kann, ohne dass man dafür eine Bank sprengen muss. Das Black Tea Bonfire kostet ab 3.990 Euro, die E 4.390 Euro und die X wechselt für 5.690 Euro den Eigner. Wer jetzt bestellt, muss mit einer Lieferzeit von ungefähr fünf Monaten rechnen.

Fazit

In Sachen individuelle Mobilität bewegt sich der Trend für Städter und Pendler spürbar Richtung elektrisches Zweirad. Je mehr Auswahl es an durchdachten Konzepten gibt, desto besser. Mit der Black Tea Bonfire scheint ein E-Motorrad auf den Markt zu kommen, das im Stadtverkehr nicht nur praktisch überzeugen könnte, sondern auch noch optisch etwas hermacht.

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