Continental Electric Scooter

Vespa-Prototyp mit Elektroantrieb

Continental Electric Scooter Foto: Continental 11 Bilder

Automobil- und Motorrad-Zulieferer Continental hat zu Testzwecken eine Vespa mit einem 9,6 kW-E-Motor ausgerüstet. Wir konnten auf dem kräftigen E-Scooter eine Testrunde drehen.

Sein Debüt gab der Continetal E-Scooter bereits auf der INTERMOT 2018, dort allerdings hinter verschlossenen Türen und nur vor ausgewähltem Publikum. Auf der EICMA 2018 durfte dann auch die breite Masse den Elektroroller in Augenschein nehmen. MOTORRAD hatte jetzt die Gelegenheit den Elektroroller auszuprobieren.

E-Motor aus dem Auto-Teileregal

Der Conti E-Scooter wirkt wie ein alter Bekannter, ist er ja quasi auch, denn Conti nutzt als Basis eine Vespa GTS 125. Optisch bleibt die Italienerin mit den klassischen Formen auch unverändert. Auffällig ist lediglich der fehlenden Auspuffendtopf auf der rechten Seite und natürlich das kräftige Conti-Orange, in das sich die Vespa hüllt.

Continental Electric Scooter Foto: Continental

Der Conti-Elektroantrieb integriert sich unauffällig in die Original-Triebsatzschwinge. Der 48-Volt-Motor ist ein Großserienbauteil und wird in ähnlicher Form von Conti auch in diversen Mildhybrid-Antrieben für Autos als Riemenantrieb verbaut. Als Leistung gibt Conti 9,6 kW an, der Original-Verbrenner der Vespa bringt es auf 10,5 kW. Das Antriebsmoment wird über einen Riemenantrieb aufs Hinterrad übertragen. Im Prototypen speist sich der E-Motor aus einer 2,6 kWh großen Lithium-Ionen-Batterie, die auf dem Motor unter dem Helmfach sitzt.

Flüsterleise und druckvoll bis 90 km/h

Vespa Elettrica 2018 E-Vespa mit 200 km Reichweite ab 6.390 Euro

Aufsitzen, Zündung an – quatsch, Stromzufuhr per Zündschlüssel anstellen und Startknopf drücken. Die grüne Kontrollleuchte im Cockpit zeigt, jetzt ist der E-Antrieb scharfgeschaltet. Die Rechte dreht am Gasgriff und der Conti E-Scooter setzt sich nahezu lautlos, aber nachdrücklich in Bewegung. Beim Sprint auf 50 km/h nimmt der Elektriker dem Verbrenner fast eine Sekunde ab. Bis Tempo 80 liegt der Conti E-Scooter bereits vier Sekunden vorn. Der Druck des E-Motors nimmt erst bei 90 km/h spürbar ab, danach geht es nur noch zäh weiter. In Sachen Top-Speed sollen beide mit knapp über 100 km/h gleichaufliegen. Herausfahren lies sich das allerdings nicht. Der stramme Vortrieb sorgt aber bei jedem „Strom“ geben für ein breites Grinsen beim Fahrer, der flüsterleise vorbeihuschende E-Scooter für sichtlich viel Freude beim Publikum.

Schluss mit Lustig ist, wenn der Straßenbelag schlechter wird. Weil Conti sich nur um den Antrieb gekümmert hat, zeigt sich das Fahrwerk genauso unkomfortabel und schluckunfreudig wie bei der Serien-Vespa. Das beinahe wichtigste Kriterium bei einem E-Roller? Klar, Reichweite. Conti gibt hier rund 75 Kilometer an. Die Verbrenner-Vespa kommt auf knapp 300. Weil es sich beim Conti E-Scooter nur um einen rein zu Testzwecken aufgebauten Prototypen handelt, sei hier aber noch nicht das letzte Wort gesprochen, so die Conti-Entwickler. Sollte der E-Antrieb je an andere Hersteller angeboten werden, liese sich bei der Reichweite mit anderen Batterieoptionen noch nachlegen.

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