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Elektroroller Nerva Exe mit LFP-Akku

Elektroroller Nerva Exe mit BYD-Akku Eisenakku vom Marktführer im neuen Nerva Exe

Der größte Akkuhersteller der Welt BYD liefert dem spanischen Neuling Nerva Eisenphosphat-Akkus (LFP) für den Roller Exe.

277 Kilogramm fahrfertig. Für eine Harley leicht, für einen A1-Roller – gern als 125er bezeichnet – recht schwer. Elektro wiegt halt. Nein, der spanische Nerva Exe toppt seine Klasse in Sachen Gewicht deutlich, selbst für einen Elektroantrieb. Mit 9 kW-Dauerleistung, 12,1 kW Spitzenleistung und 58 Nm übertrifft er den Seat Mó in Sachen Leistung nicht sehr deutlich: Der Seat bringt nur 155 Kilo auf die Waage und das bei ebenfalls vergleichbaren Akku-Kapazitäten. Und selbst der Yamaha Tmax mit 560 Kubik und 48 PS wiegt 52 Kilo weniger als der Exe. Woran liegt es? Womöglich an der sehr interessanten Akku-Bauweise mit einem Lithum-Eisenphosphat-Akku, kurz LFP. Den liefert der weltgrößte Batteriehersteller BYD an die spanischen Newcomer von Nerva.

Eisenphosphat-Akkus

Grundsätzlich sind Eisenphosphat-Akkus eine tolle Idee. Die Anode, also der Pluspol besteht bei diesen Akkus aus Lithium-Eisenphosphat anstatt der bekannten Cobalt-Mischung. Die Vorteile sind der Verzicht auf kritische Rohstoffe wie Cobalt, der vollkommene Brandschutz der Akkus, die hohe Ladekapazität, die günstige Herstellung und die hohe Zahl möglicher Ladezyklen: LFP-Akkus vertragen gut dreimal so viele Zyklen wie herkömmlich Akkus. Die Nachteile sind die niedrigere Energiedichte und Spannung der einzelnen Zellen. LFP-Zellen arbeiten mit 3,2 Volt, während die verbreiteten Zellen bis zu 3,7 und mehr Volt schaffen. Gleichzeitig ist die Energiedichte von LFP-Akkus deutlich geringer, es braucht also mehr Zellen für die gleiche Leistung. Die niedrigere Spannung und Dichte verlangen mehr Zellen, was den Akku schwerer macht und Kälte ist nicht der beste Freund von LFP-Akkus. Geladen werden kann der Exe per eingebauten 1,8-Kilowatt-Ladegerät in 3,5 Stunden auf 80 Prozent oder per Typ-2-Ladesäule und soll mit 5,76 kWh knapp über 100 Kilometer halten. Doch die Batterietechnik allein erklärt das hohe Gewicht des Exe nicht, trotz des schweren Doppelakkus mit in Summe 60 Kilo Gewicht: Der Roller ist für einen 125er echt groß und gut ausgestattet.

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Neuer Nerva Exe

Mit Blick auf die Bilder und technischen Daten des Exe wird klar: Das ist ein großer Roller. Zum Vergleich: Er ist länger, höher, breiter und mit mehr Radstand gesegnet als der Yamaha Xmax 125, der selbst nicht gerade klein ist. Dafür ist der Nerva mit seinem Mittelmotor über 16 PS Spitzenleistung und 125 km/h Spitze um einiges kräftiger und zackiger. Zwei Jethelme passen ins Helmfach, das Cockpit besteht aus analogem Tacho und kW-Meter, sowie einem 5-Zoll-Display. Vier Fahrmodi stehen parat. Per Handyapp können Fahrstatistiken erstellt werden. Der Exe rollt auf einem 14-Zoll-Rad hinten und einem 15-Zoll-Rad vorn, die Bremse ist leider nur ein CBS-System. Interessant: Nerva spricht recht offen über eine Kreislaufwirtschaft mit konkreten Plänen alte Exe-Akkus in großen Speicherfarmen einzusetzten. Damit wären wir wieder beim LFP-Akku, der gerne in Häusern als Pufferspeicher eingesetzt wird.

Preise und Verfügbarkeit

Der in China gebaute Exe wird von der spanischen Firma Nerva angeboten. Ein Händlernetz besteht noch nicht, der Preis ist mit 6.930 Euro in Spanien angegeben. Durch eine Förderung sind davon nur 4.480 Euro zu bezahlen, wer sich für das Leasing-System des Akku für 39,90 Euro monatlich entscheidet, zahlt nur 3.380 Euro, was in Summe 5.775 Euro nach fünf Jahren macht.

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Ein kleines, wendiges Elektromopped macht bestimmt Spaß.
Gar keins.

Fazit

Der Exe ist einfach nur schwer. Vom Gewicht und auch schwer zu verstehen: Die eindeutig sehr einfache Akku-Technik hat ebenso viele Vor- wie Nachteile und ein Roller ist nicht aus Spanien, nur weil eine spanische Firma ihn aus China importiert. Mal sehen was aus dem Nerva Exe wird.

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