Nachhaltigkeit
Alternative Antriebe

Evoke 6061: Elektro-Cruiser aus China

Evoke 6061 mit 160 PS In 15 Minuten 330 Kilometer Reichweite laden

Evoke fächert seine 6061er-Serie auf drei Modelle. Das Top-Modell XR lädt mit sagenhaften 125 Kilowatt 330 Kilometer in 15 Minuten.

Evoke 6061 Serie Elektro-Cruiser Evoke
Evoke 6061 Serie Elektro-Cruiser
Evoke 6061 Serie Elektro-Cruiser
Evoke 6061 Serie Elektro-Cruiser
Evoke 6061 Serie Elektro-Cruiser 7 Bilder

Schneller als die Evoke 6061 XR lädt kein Elektromotorrad auf dem Markt und manch Elektroauto wäre froh eine Ladeleistung von 125 Kilowatt zu vertragen. Die XR braucht dazu einen Gleichstromlader mit CCS-2-Stecker, also die aktuell in großen Teilen der Welt gängigste Technik. Damit kann Evoke Ladezeiten von nur gut 15 Minuten angeben, die es brauchen soll, um den 24,9 kWh großen Akku auf 80 Prozent zu laden. Alternativ steht ein 3,3-kW-Lader zur Verfügung für den Haushaltstrom und mit dem Typ-2-Stecker können an der Wallbox oder Säulen bis zu 22 kW geladen werden.

Evoke 6061 CT

Aktuell hat Evoke drei Modelle im Angebot. Mit der CT geht es los, es folgt die GT, Spitzenmodell ist die besagte XR. Die CT ist das Basismodell mit luftgekühlter Technik, 189 Nm Drehmoment und maximal 80 PS. Sie trägt einen 17,1 kWh Akku im Alu-Platten-Rahmen, wiegt 320 Kilogramm und steht hinten auf einem 200er-Reifen. Evoke gibt ihr allerdings nur den 3,3-kW-Lader oder das rein chinesische GBT-DC-System, womit eine Ladezeit von 30 Minuten möglich sein soll. Kombiniert soll die CT 249 Kilometer weit kommen, wenn man nicht allzu oft die Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h auslotet. Die Evoke 6061 CT startet bei 21.995 US-Dollar.

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Die Evoke 6061 CT startet bei 21.995 US-Dollar.

Evoke 6061 GT

Über der CT longiert die GT. Sie basiert auf einem luftgekühlten System mit maximal 120 PS und 221 Nm. Die Kapazität des NMC-Akkus (Nickel/Mangan/Kupfer) mit prismatischen Zellen verdoppelt sich auf 34,3 kWh, die eine kombinierte Reichweite von 497 Kilometer erlauben sollen. Zwar gibt Evoke bei der GT ebenfalls nur 30 Minuten Ladezeit an, die aufgrund des Ladesystems der GT aber fraglich sein dürfte. Bis zu 230 km/h sind mit der GT möglich, die bei 24.995 US-Dollar startet.

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Bis zu 230 km/h sind mit der GT möglich, die bei 24.995 US-Dollar startet.

Evoke 6061 XR

Topmodell ist die XR. Über ihre sagenhaften Ladefähigkeiten ist genug geschrieben worden. Sie darf mit ihrem wassergekühlten System nicht nur viel Strom aufnehmen, sondern in Form von 250 Nm und 160 PS auch sehr viel Strom abgeben. 230 km/h sind möglich und der Sprint auf 100 soll nach 3 Sekunden beendet sein. Sie soll kombiniert 360 Kilometer weit kommen und steht hinten auf Ducati-Diavel-Dimensionen: 240/55 ZR 17. Vorn wählt Evoke für alle Modelle die exotische Größe 140/70 ZR 17. Die XR, oder im Shop als XT gelistete, Evoke startet bei 29.995 US-Dollar.

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Die XR, oder im Shop als XT gelistete, Evoke startet bei 29.995 US-Dollar.

Aluplatten als Rahmen

Die gesamte Technik der 6061-Serie ist zwischen zwei Platten aus Aluminium geschraubt, die den Hauptrahmen darstellen. Ebenfalls als Platten stellt Evoke die Schwinge her. An ihr sind voll einstellbare Stereodämpfer von KRT mit 96 Millimeter Federweg befestigt. Im Lenkkopf steckt eine voll einstellbare KRT-Gabel mit 54 Millimeter Standrohrdurchmesser. Gebremst werden die drei Modelle per Scheibenbremsen mit ABS, alle Lampen erhellen LED, drei Fahrmodi sind im 7-Zoll-LC-Display wählbar, ein Data-Logging ist ebenfalls an Bord.

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Fazit

Zwischen 25.000 und 30.000 Dollar kosten die Evoke-Top-Modelle in China und sind damit nicht wesentlich teurer als die in Europa erhältlichen Top-Stromer. Allerdings steckt die Evoke XR alle mit ihrer enormen Ladekapazität von bis zu 125 kW in den Schatten. Nach Europa werden die Motorräder aber wohl nicht kommen.

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