Swiss-Moto wird Moto-Festival und fällt 2022 aus

Swiss-Moto wird Moto-Festival Neuer Name, neuer Standort, aber keine Premiere

Die bekannte Schweizer Motorradmesse setzt auf einen kompletten Wandel. Sie zieht ab 2022 von Zürich nach Bern um und gibt sich einen neuen Namen. Der bisherige Veranstalter kritisiert diese Entscheidung. Jetzt ist allerdings klar: Die Premiere findet nicht statt.

Plakat Moto Festival Schweiz 2022 Moto Festival

Die auch bei süddeutschen Motorradfans gefragte, jährliche, nationale Schweizer Motorrad-Messe Swiss-Moto sollte ab 2022 nicht mehr in Zürich sondern in Bern stattfinden. Auch an einen neuen Namen müssen sich die Motorradfans gewöhnen: Aus der Swiss-Moto wird das Moto-Festival. Der Startschuss in die nächste Saison soll nun jährlich im Februar/März in Bern stattfinden. Als ersten Messetermin peilten die Veranstalter den 3. bis 6. März 2022 an, doch daraus wird jetzt nichts.

Premiere verschoben auf 2023

Wie die Messeveranstalter jetzt mitteilen, hat man sich dazu entschieden, das Moto-Festival auf 2023 zu verschieben. Die fehlende Planungssicherheit und terminliche Sachzwänge haben zu einer Anzahl von Absagen der Ausstellenden geführt, welche die Durchführung eines erfolgreichen Festivals nicht mehr erlauben. Die für alle Beteiligten erforderliche kritische Masse ist angebotsseitig nicht mehr gegeben. Als neuen Termin nennen die Veranstalter jetzt den 16. bis 19. Februar 2023.

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Zürich kritisiert

Der Verband der Schweizer Motorrad- und Rollerimporteure Motosuisse hatte entsprechende Verträge mit dem Messeveranstalter BernExpo Groupe unterzeichnet. Der Namenswechsel der Messe wurde notwendig, weil die Marke Swiss-Moto dem bisherigen Messeausrichter Messe CH Group gehört. Von dem kommt nun auch Kritik an der Entscheidung, im Dreiklang mit der Eicma und der Intermot fühlt man sich von der Industrie im Stich gelassen, gibt sich aber kämpferisch, die Swiss-Moto weiter als Plattform für den Motorradmarkt Schweiz zu öffnen.

Mehr Festival-Charakter

Der Standortwechsel ist aber nur der erste Meilenstein für einen Neubeginn. Die Messe richtet sich an ein breites Publikum, von Jung- und Neulenkerinnen und -lenkern bis zu hartgesottenen Freaks und Fans. Die Veranstaltung soll künftig nicht nur mit dem klassischen Ausstellungsbereich für Motorräder und Roller, Zubehör und Bekleidung, sondern auch mit Festivalcharakter und einem breiten Rahmenprogramm inklusive Spektakel und Demonstrationen punkten. So wird die Veranstaltung auch für jüngere Zielgruppen zum attraktiven Treffpunkt zum Entdecken von Neuheiten und Fachwissen. Der Nachfrage nach ökologischer Technologie und dem Trend zur Elektromobilität soll mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Das Bernexpo-Gelände ist eines der grössten Messegelände der Schweiz: Acht Messehallen in zwei Gebäudekomplexen vereinen rund 40.000 Quadratmeter Veranstaltungsfläche sowie 100.000 Quadratmeter Freigelände.

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Fazit

Die größte Schweizer Motorradmesse zieht um und gibt sich einen neuen Namen. Das "Moto-Festival" getaufte Format steigt ab 2023 im Frühjahr am neuen Standort Bern und soll einen Festival-Charakter bekommen. Der bisherige Veranstalter in Zürich übt Kritik in alle Richtungen, nur das Konzept wird nicht in Frage gestellt.

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