MotoE vor dem Aus

Pavillon mit allen Rennmotorrädern abgebrannt

Der MotoE World Cup steht vor dem Aus, noch bevor das erste Rennen gelaufen ist. Im spanischen Jerez sind bei einem Feuer sämtliche Motorräder und viel Equipment zerstört worden.

Am 5. Mai 2019 sollte im spanischen Jerez im Rahmen des ersten europäischen MotoGP-Rennens der MotoE World Cup starten. Vier weitere Läufe sollten folgen. Jetzt, knapp sechs Wochen vor dem Saisonstart des ersten World Cup für Elektromotorräder, sorgt ein Brand für ein Fiasko.

Alle 18 Maschinen verbrannt

Im spanischen Jerez war der komplette MotoE-Tross aktuell zu seinem zweiten Test zusammengekommen. Alle 18 Rennmotorräder sowie viel Equipment (Werkzeug, Laptops, Fahrerausrüstungen...) wurden zusammen in einem extra für die MotoE aufgebauten Pavillon gelagert.

MotoE World Cup: Halle mit allen Rennmotorrädern abgebrannt.

Der ist in der Nacht auf den Donnerstag (14.3.2019) abgebrannt und mit ihm alles, was darin gelagert war. Der Brand war gegen 00.15 Uhr ausgebrochen.

Der italienische Elektromotorradhersteller Energica, der mit seinen Maschinen die WM ausrüstet, zeigte sich am Boden zerstört. Man wüsste noch keine genauen Details und kenne auch noch keine Brandursache. Alle 18 Maschinen waren Spezialanfertigungen für den MotoE World Cup.

Foto: 1000PS.de
Halle und Motorräder sind komplett abgebrannt, verletzt wurde niemand.
Halle und Motorräder sind komplett abgebrannt, verletzt wurde niemand.

Problem beim Laden

Spanische Medien sprachen in ersten Berichten am Vormittag von einer „initialen Explosion“ einer Maschine während des nächtlichen Ladevorgangs, die das Feuer auslöste. Dem widersprach die Dorna in einer ersten Pressemitteilung ganz deutlich. In der betreffenden Nacht war keine der Maschinen an ein Ladegerät angeschlossen. Allerdings räumte die Dorna auch ein, dass neue Technologien auch Risiken mitbringen. Der Brand verursachte nur Sachschaden, Personen wurden nicht verletzt. Momentan ermittelt die Polizei die Brandursache.

Nicolas Goubert, Chef der MotoE, erklärte inzwischen in einer Video-Botschaft, es habe am Ende des Ladezyklus an einem Ladegerät eine Fehlfunktion gegeben, worauf ein Feuer ausgebrochen sei. Das konnte nicht gelöscht werden und griff auf den ganzen Pavillon über.

MotoGP-Ausrichter Dorna teilte in einer Erklärung mit, alle Partner hätten sich darauf verständigt die Maschinen neu aufzubauen und man werde auf jeden Fall 2019 an den Start gehen. Der Rennkalender werde überarbeitet. Das Auftaktrennen in Jerez am 5. Mai werde aber entfallen.

Die MotoE hätte eigentlich als Aushängeschild für elektrisch angetriebene Motorräder dienen sollen, wie groß der Imageschaden durch den heutigen Vorfall ausfällt ist noch nicht abzusehen.

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