2 Brüder, 2 Zündapp C50

Von Bayern nach Las Vegas

Am Rhein entlang geht es Richtung Holland.
Aus einem kleinen bayerischen Dorf kommen die beiden Brüder Thomas (22) und Julian (25) Wittmann.Beide wollen raus aus der täglichen Mühle, aus der Enge ihres Dorfes, aus der immer gleichen Pflichterfüllung.Auf ihren Zündapps geht es erst einmal Richtung Antwerpen in den Niederlanden.Da ist ein Zug wesentlich schneller.
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Auf zwei Zündapp sind zwei Brüder aus Bayern gerade unterwegs durch die USA – 11.000 Kilometer von Erding nach Las Vegas.

ausgrissn.de ist die Website der Brüder Julian und Thomas Wittmann. Auf zwei Zündapp C50 starteten die Bayern im August 2018 in Erding und sind mittlerweile auf dem nordamerikanischen Kontinent unterwegs. Ziel: Las Vegas. 11.000 Kilometer liegen zwischen dem bayerischen Heimatort und der US-Wüstenstadt.

Den Atlantik haben sie auf einem Containerfrachter überquert. Im Netz, auf Facebook und Instagram kann man die irre Reise der Burschen quasi in Echtzeit verfolgen. Sie fahren ausschließlich in Trachtenjanker und kurzer Lederhose, woraus sich zwangsläufig Kontakte und skurrile Begegnungen ergeben.

Die Protagonisten und Protagonistinnen

Julian Wittmann ist 25 Jahre jung, Musikkabarettist und „Alibi-Student“ – so steht es auf ausgrissn.de. Er reist auf Alma, einer Zündapp, gefertigt aus diversen Einzelteilen. Sein jüngerer Bruder Thomas nennt seine Zündapp Berta. Der 22-Jährige ist ausgebildeter Immobilienkaufmann und hat – wie auch sein Bruder – bereits eine Weltreise hinter sich.

40 km/h Spitzengeschwindigkeit geben die beiden Zündapps Alma und Berta vor. Zuerst ging es damit nach Antwerpen und dort für zehn Tage auf ein Containerschiff, das womöglich eine ähnliche Reisegeschwindigkeit erreichte. Von New York über Washington und Nashville werden die beiden die amerikanische Steppenwüste sowie das Monument Valley durchqueren und dann nach einigen Wochen ihr Ziel – Las Vegas – erreichen.

Warum machen die das? Selbst umschreiben sie es so: „(…) zwei Burschen aus einem kleinen bayerischen Bergdorf, sind auf der Suche nach der ultimativen Freiheit, die ihr von Berufsleben und Studium bestimmter Alltag nicht hergeben will. Beide wollen raus aus der täglichen Mühle, aus der Enge ihres Dorfes, aus der immer gleichen Pflichterfüllung.“

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