Honda PCX (2018)

Neuer Look, mehr Leistung und Hybridversion

Ab Herbst 2018 startet der PCX Hybrid für umgerechnet 3.350 Euro mit Elektrounterstützung.
Seit der Markteinführung 2010 hat Honda von dem PCX über 140.000 Einheiten in Europa verkauft. Für das Modelljahr 2018 wurde der 125er Roller grundlegend überarbeitet.Ein neuer LED-Scheinwerfer und schmale Tagfahrlichter prägen das neue PCX-Gesicht.Die Blinker sind integriert.
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Für das Modelljahr 2018 wertet Honda den 125er Roller PCX auf. Der beliebte Scooter erhält ein neues Design, ein neues Chassis sowie eine gesteigerte Motorleistung. Für Japan gibt es sogar eine Hybridversion.

Seit der Markteinführung 2010 hat Honda vom 125er Roller PCX über 140.000 Einheiten in Europa verkauft. Mit einer umfangreichen Modellpflege für das Modelljahr 2018 soll die Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden.

Foto: Honda
Front mit neuem Scheinwerfer.
Front mit neuem Scheinwerfer.

Der aufgefrischte Look des Honda PCX setzt auf organische Formen. Die neue Front wird durch einen LED-Hauptscheinwerfer charakterisiert, am Heck legte die LED-Leuchteneinheit in der Größe zu. Auch Motorabdeckung und Airbox-Einlass wurden designtechnisch überarbeitet; diese sind jetzt zusammen als integrierte Teile gestaltet. Im Cockpit sollen neue Materialien für mehr Wertigkeit sorgen. Zudem wurden die Anzeigen neu sortiert.

Das linke Verkleidungsfach wurde vergrößert und mit einem verlängerten Deckel versehen. Mit der Neugestaltung wurden auch der Fußraum nach vorne verlängert sowie die Sitzhöhe um 4 auf 764 mm erhöht. Der Stauraum unter der Sitzbank legt um einen Liter auf nun insgesamt 28 Liter zu und soll problemlos einen Integralhelm aufnehmen können. Die Bedienungsanleitung und das Bordwerkzeug finden sich jetzt auf der Unterseite des Sitzes.

Chassis komplett umgestrickt

Komplett erneuert wurde das Chassis des Honda PCX. Die Underbone-Konstruktion des Vorgängers wurde durch einen Doppelschleifen-Unterzugrahmen aus Stahlrohr ersetzt. Davon sollen Handling, Fahrgefühl und Manövrierfähigkeit profitieren. Zudem sinkt das Gewicht um 2,4 Kilogramm.

Foto: Honda
Der PCX rollt auf neuen Felgen und neuen Reifendimensionen.
Der PCX rollt auf neuen Felgen und neuen Reifendimensionen.

Der Radstand des neuen Honda PCX ist mit 1.313 mm um 2 mm kürzer bemessen als beim Vorgängermodell; die Fahrwerk-Geometrie blieb mit 27° Lenkkopfwinkel und 86 mm Nachlauf jedoch gleich. Das Gewicht - fahrfertig vollgetankt - beträgt 130 kg. Neue Felgen mit nun acht Speichen erlauben breitere Reifen (100/80-14 vorne und 120/70-14 hinten) und senken das Gewicht um weitere 0,7 kg. Unverändert blieb die Federgabel. Am Heck wurden dagegen neue Federbeine mit anderer Montageposition und längeren Federwegen (84 mm) verbaut.

Mehr Leistung und noch weniger Verbrauch

Der überarbeitete Einzylinder-Viertaktmotor leistet mit einer vergrößerten Airbox und einer um 2 mm vergrößerten Drosselklappe jetzt 12,2 PS. Das sind 0,4 PS mehr als bisher. Das maximale Drehmoment legt auf 11,8 Nm zu.

Weiterhin angepasst wurden Kühlung, Fliehkraftkupplung und Riemenantrieb. Nebenbei wurde der Einzylinder noch sparsamer (WMTC-Verbrauch: 47,6 km pro Liter Kraftstoff ohne Start-Stopp-Automatik). Mit dem 8 Liter-Tank sollen nun über 400 Kilometer möglich sein.

Der 2018er Honda PCX ist ab Juni 2018 in den vier Farben Pearl Cool White, Pearl Nightstar Black, Matt Carbonium Grey Metallic und Pearl Splendor Red erhältlich. Der Grundpreis liegt bei 3.290 Euro.

Foto: Honda
In Japan tritt der PCX auch als Hybridmodell an.
In Japan tritt der PCX auch als Hybridmodell an.

Als Hybridversion für Japan

Als richtiger Paukenschlag führt Honda den neuen PCX-Roller in Japan ab September 2018 auch in einer Hybridvariante ein. Damit wird der PCX Hybrid das erste Hybridroller-Modell, das in Großserie geht.

Den Hybridpart im PCX übernimmt ein integrierter Startergenerator, der den Anlasser, die Lichtmaschine und ein Start-Stopp-System kombiniert.  Der Fahrer kann dabei zwei Betriebsvarianten (Drive und Sport) wählen, die die Unterstützung durch den E-Motor einsteuern. Beziffert wird der E-Motor mit 12 Nm und 1,4 kW Leistung. Die Energie für den Elektroschub liefert eine 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterie, die hinten im Helmfach untergebracht wurde. Das Helmfach an sich soll weiter einen Integralhelm schlucken. Die Elektrounterstützung beim Bescheunigen ist auf vier Sekunden begrenzt. Eine Energiefluss- sowie eine Batteriestandsanzeige ergänzen das Cockpitinstrument.

Zu haben sein soll der Honda PCX Hybrid in Japan zu Preisen von umgerechnet 3.350 Euro. Honda rechnet mit einem Jahresabsatz von 2.000 Exemplaren.

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