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EICMA 2019
Präsentiert von
Ducati Streetfighter V4 Eicma 2019 Jörg Künstle
Ducati Streetfighter V4 Modelljahr 2020
Ducati Streetfighter V4 Modelljahr 2020
Ducati Streetfighter V4 Modelljahr 2020
Ducati Streetfighter V4 Modelljahr 2020 35 Bilder

Ducati Streetfighter V4 für 2020

Hyper Naked Bike mit 208 PS ab 19.990 Euro

EICMA 2019

Die Ducati Streetfighter V4 kommt mit dem 208 PS starken 90-Grad-V4 mit 1.103 cm³ Hubraum. Die Basis-Version kostet ab 19.990 Euro, die S-Version ab 22.990 Euro.

Die Ducati Streetfighter V4 wird auf der EICMA 2019 stehen. Weltpremiere feierte sie bereits am 23. Oktober 2019. Sie basiert auf der Panigale V4, rollt ohne Verkleidung an, dafür mit einer moderateren Fußrastenposition und mit einem höheren breiten Lenker statt Stummel. Vorne dominiert ein geschwungener LED-Scheinwerfer die Optik, in dem Ducati nicht nur die Panigale, sondern auch das Grinsen des Jokers erkennt – von diesem hat sich der Streetfighter-Designer wohl inspirieren lassen. Das Tageslicht kennen wir in der V-Form bereits von der Panigale und der SuperSport, bei der neuen Streetfighter ist das Lichtband nun aber durchgehend. Weitere Gemeinsamkeit: Im Cockpit der Ducati Streetfighter V4 prangt der 5-Zoll-TFT-Bildschirm, der auch bei der Panigale über alle Vorgänge informiert.

Ducati Streetfighter V4 Modelljahr 2020
Ducati

Doppeldeckerflügel für mehr Abtrieb

Von der Seite betrachtet fällt die geduckte Form der neuen Ducati Streetfighter V4 auf: Die Front sitzt tief, während sich die Linie über den Tank bis hin zum Heck immer weiter anhebt. Die Form wird vom Rahmen dominiert, der – wie der wie beim MotoGP-Bike – den Motor als tragendes Element einbindet. Das soll zu einer deutlich geringeren Hauptrahmenlänge und weniger Gewicht sowie zu einem besseren Steifigkeits- und Gewichtsverhältnis führen. Seitlich angebracht sind nur die notwendigsten Verkleidungsteile, die den Blick auf den neuen V4 frei lassen, den sich die Streetfighter, inklusive Under-Engine-Auspuff aus dem Teileregal der Panigale V4 nimmt.

Von der Panigale übernimmt die Ducati Streetfighter V4 auch die von der Sportabteilung Ducati Corse entwickelten Aerodynamikflügel. Jeweils ein Doppeldecker davon auf jeder Seite sollen bei 270 km/h für 28 Kilo Abtrieb (20 kg am Vorderrad, acht kg am Heck) sorgen und die Stabilität beim Bremsen und Einlenken erhöhen.

Ducati Streetfighter V4 ab 19.990 Euro

208 PS (153 kW) Leistung bei 12.750/min soll der 90-Grad-V4 mit 1.103 cm³ Hubraum in der Streetfighter-Konfiguration stemmen. Bei 199 Kilo Trockengewicht wären das 1,04 PS pro Kilo. Das maximale Drehmoment gibt Ducati mit 123 Nm bei 11.500/min an. Zum Vergleich die Leistungsdaten der Panigale V4: 214 PS und 124 Nm. Wobei der Stradale-Motor beider Modelle auf den Entwicklungen des GP-Motors basiert.

Ducati V4 Streetfighter Teaser
Ducati V4 Streetfighter Ankündigung

Bei Bedarf kann der Serienauspuff durch eine Rennstrecken-Auspuffanlage von Akrapovic ersetzt werden, die das Gewicht um sechs Kilo reduzieren sowie Leistung und Drehmoment um sechs Prozent steigern soll.

Elektronik und Assistenzsysteme

Für die bessere Kontrolle der brachialen Streetfighter-Gewalt sorgt das neueste Elektronikpaket, das sich auch bei der Panigale V4 um die Überwachung kümmert. Das System speist sich mit Infos aus sechs Achsen und passt alle eingreifenden Helfer nicht nur an die Geschwindigkeit, sondern auch an die Schräglage an. Unter anderem sind Kurven-ABS, Traktions- und Wheelie-Kontrolle an Bord. Dass das Drehmoment entsprechend dem Gleitwinkel anpasst, darum kümmert sich die sogenannte „Slide Control“ während sich die dreistufige „Launch Control“ um den perfekten Ampelstart kümmert. Der Quickshifter ermöglicht es, ohne kuppeln runterzuschalten und arbeitet Hand in Hand mit der Anti-Hopping-Kupplung. Das Motorbremsmoment ist bei der Ducat Streetfighter V4 in drei Stufen regelbar.

Fahrwerk und Fahrmodi

Die Basis-Version der Ducati Streetfighter V4 ist mit einer voll einstellbaren 43 mm Showa Big Piston-Gabel (BPF) ausgestattet sowie einem Sachs-Lenkungsdämpfer und einem voll einstellbaren Sachs-Stoßdämpfer am Heck, dessen eine Seite über eine geschmiedete Aluminiumhalterung mit dem Motor verbunden ist.

Die Ducati Streetfighter V4 rollt mit drei Fahrmodi an: der Race Riding Mode soll weniger erfahreneren Piloten die optimale Kraftausbeute auf der Rennstrecke ermöglichen. Im Sport Riding Mode werden die vollen 208 PS bereitgestellt, mit direkter sportlicher Ride by Wire-Gasannahme und – bei der S-Version – einem sportlichen Fahrwerks-Setup. Der Street Riding Mode empfiehlt sich für unebene Straßen mit schlechter Haftung. Hier stehen „nur“ 155 PS Leistung parat. Individuelle Einstellungen lassen die Modi ebenfalls zu und können bei Bedarf wieder auf die voreingestellten Parameter zurückgesetzt werden.

Bremsen und Kurven-ABS

Verzögert wird die Ducati Streetfighter V4 mithilfe des Brembo-Systems „Stylema“. Die doppelten Bremssättel nehmen jeweils vier 30-mm-Kolben auf und beißen in 330-mm-Scheiben vorn. Die Hinterradbremse hingegen basiert auf einer einzelnen 245-mm-Scheibe, die von einem 2-Kolben-Sattel eingespannt wird. Kurven-ABS ist ebenfalls an Bord.

Ducati Streetfighter V4 S-Version 22.990 Euro

Schmiederäder von Marchesini, elektronisch verstellbares Öhlins-Fahrwerk (43 mm NIX30-Gabel und TTX36-Monofederbein) sowie -Lenkungsdämpfer sind an Bord der teureren Ducati Streetfighter V4 S. Außerdem kommt ihr Fahrer in den Genuss des Öhlins Smart EC 2.0 Systems. Damit kann die Intensität des Federungsverhaltens beim Bremsen, Kurvenfahren und Beschleunigen individuell eingestellt und die Betriebsparameter einzelner Hardwarekomponenten geändert werden.

Keine kleineren V4-Ableger

Wer über Downsizing-Projekte rund um den Panigale V4 spekuliert: hierzu erteilte Ducati-Chef Domenicali eine Absage. Der Motor wäre in der Fertigung zu teuer um ihn auch für kleinere Modelle zu verwenden.

Technische Daten, Farbe, Preise

Motor

flüssigkeitsgekühlter 90-Grad-V4, rückwärts gerichtete Kurbelwelle, vier desmodromisch betätigte Ventile pro Zylinder, elektronische Kraftstoffeinspritzung, zwei Einspritzdüsen pro Zylinder, Abgasanlage 4-2-1-2-2 mit 2 Katalysatoren und 2 Lambdasonden.

  • Hubraum: 1.103 cm³
  • Bohrung x Hub: 81,0 x 53,5 mm
  • Verdichtungsverhältnis: 14,9:1
  • Nennleistung: 208 PS (153 kW) bei 12.750/min
  • Max. Drehmoment: 123 Nm bei 11.500/min

Maße und Gewichte

  • Trockengewicht: 180 kg
  • Gesamtgewicht mit 90% Tankfüllung: 201 kg
  • Sitzhöhe: 845 mm
  • Radstand: 1.488 mm
  • Rake: 24,5 Grad
  • Nachlauf: 100 mm
  • Tankinhalt: 16 Liter

Fahrwerk

  • Leichtmetall-„Front-Frame“
  • voll einstellbare Showa BPF-Gabel mit verchromten Innenrohren, Ø 43 mm
  • Einarmschwinge aus Aluminium
  • voll einstellbares Sachs-Federbein
  • Bremsen: 2 Brembo-Sättel an der Vorderachse, die jeweils vier 30 mm-Kolben besitzen, Ø 330 mm, Scheibenbremse hinten, Ø 245 mm, Zweikolben-Festsattel
  • Kurven-ABS, Traktionskontrolle, Slide-Control, Wheelie-Control, Launch-Control, Quickshifter (Up/Down), Motorbremskontrolle
  • Speichenräder: 3.50 x 17; 6.0 x 17
  • Reifen: 120/70 R 17; 200/60 R 17
  • Bereifung: Pirelli Diablo Rosso Corsa II

Sevice, Garantie und Preis

  • Service-Intervalle: 12.000 km/12 Monate
  • Einstellung: Ventilspiel: 24.000 km
  • Garantie: zwei Jahre
  • Erfüllt Euro 4
  • Farbe: Ducati Red
  • Preis: ab 19.990 Euro

Zusätzlich für S-Version

  • Schmiederäder von Marchesini
  • Öhlins-Fahrwerk (43 mm NIX30-Gabel und TTX36-Monofederbein) sowie -Lenkungsdämpfer
  • Öhlins-Lenkungsdämpfer mit Smart EC 2.0 Systems
  • Farbe: Ducati Red
  • Preis: ab 22.990 Euro
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