KTM 790 Duke im Dauertest. fact
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KTM 790 Duke im 50.000 Kilometer-Dauertest

Halbzeit im Dauertest

Am 26.4.2018 ist das österreichische Funbike KTM 790 Duke in die Redaktionstiefgarage gerollt. Von hier aus hat sie den 50.000 km-Marathon angetreten. Mittlerweile ist das Naked Bike bei der Hälfte des Dauertests angekommen.

Vor ziemlich genau 16 Monaten traf die 790 Duke von KTM in der MOTORRAD-Tiefgarage mit vom Werk durchgeführter 1.000-Kilometer-Inspektion ein. Testchef Andi Bildl schnappte sich den Zweizylinder sofort für den täglichen Pendelverkehr zwischen Heimat und Stuttgart. Und die KTM gestaltete aus seiner Routinerunde gleich eine emotionale Angelegenheit: „Macht tierisch Spaß, langsam fahren ist aber nicht ihr Ding. Die KTM bewegt sich zwischen Zappelphilipp und Dynamiker!“ Damit stand der erste Eintrag im Fahrtenbuch. Und Andi sollte recht behalten.

KTM 790 Duke macht an

Im Stadtverkehr kann die Duke wegen ihres forschen Ansprechverhaltens nerven. Da klappt das Mitrollen im Verkehr nur mit Mühe. Abhilfe schafft das Motormapping Street, in dem die 790er nicht so sensibel wie in den Modi „Sport“ und „Track“ auf Gasbefehle reagiert. Trotzdem: Die KTM sammelte weiter begeisterte Fahrtenbucheinträge wie Dagobert Duck Geldscheine. Redaktionsmanagerin Iris Fischer, vor Kurzem noch von der BMW G 310 R angetan, hat gleich ein neues Lieblingsmotorrad gefunden: „Schmiert euch die G 310 sonst wohin! Ist das ein geiles Ding!“ Auch wenn damit der BMW klar unrecht getan wird und der emotionale Ersteindruck die Worte ziemlich locker aufs Papier huschen ließ: Die KTM 790 Duke macht einfach an.

KTM 790 Duke im Dauertest.
Jörg Künstle.
Vorderradschonende Fahrweise als Ausdruck purer Fahrfreude.

Wobei das agile Wesen nicht jedem gefällt. Onliner Uli Baumann: „Fahren geht gut, aber nur schnell und aggressiv.“ Zudem bemängelte er den Platz für die rechte Ferse, der bei Personen mit großen Füßen knapp ausfällt. Der Auspuff drückt den Fuß nach außen, was auf Dauer unbequem wird. Das trifft ebenso auf die Sitzbank zu, die bei längeren Ausfahrten mit Härte einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Per Zubehör lassen sich die Kritikpunkte lindern – wie die getesteten Sitzbänke und der Auspuff zeigen.

Drucklufteinsatz sorgt für Ruhe

Schnell beheben ließ sich auch der nach gut 12.000 Kilometern festgestellte Kühlwasserverlust. Eine Schelle hatte sich leicht gelöst. Anziehen, Kühlflüssigkeit nachkippen – fertig. Wie der Blick ins ktmforum.eu verrät, kommt das bei der 790 Duke häufig vor. Ebenso schnell wurde der verstopfte Tanküberlauf per Druckluft gereinigt. Wasser und Benzin hatten sich unterm Tankdeckel gesammelt. Beim Stand von 14.386 Kilometern wurde der Überlauf kräftig durchgepustet und war wieder frei. Zumindest eine ganze Weile, bis bei Kilometerstand 19.599 der erneute Griff zur Druckluft fällig wurde. Auch dieser Mangel ist keine Seltenheit, betrifft zahlreiche Fahrzeuge.

KTM 790 Duke im Dauertest: Zubehör- und Reifenempfehlungen

KTM Seitentaschenträger.
KTM Seitentaschenträger. KTM Seitentaschenset. KTM Tankrucksack. SW-Motech ION S Hecktasche. 21 Bilder

Seit dem letzten Drucklufteinsatz ist aber Ruhe. Dafür mehrten sich langsam andere Kritikpunkte. So monierte Tester Georg Jelicic nach etwas über 17.000 Kilometern Geräusche vom Ventiltrieb, die besonders nach längeren Standzeiten deutlich zu hören waren. Weil die KTM für eine neue Austria-TÜV-Plakette, die einmal jährlich fällig wird, ohnehin zum Importeur nach Ursensollen musste, ging man dort der Sache auf den Grund. Nach Tausch des Steuerkettenspanners auf Garantie herrscht seither wieder Ruhe. Bis dato scheint es sich dabei wohl um einen Einzelfall zu handeln. Mal schauen, ob das bis Dauertestende so bleibt. Zu gönnen wäre es dem neu entwickelten Motor von KTM.

Viel positives Feedback

Ruhig verhielt sich kurz zuvor auch der Blinkerschalter. Eindringendes Wasser ließ ihn im Dezember einfrieren. So pausierten die Zeichen zum Fahrtrichtungswechsel kurzfristig, um dann ein spannendes Eigenleben zu entwickeln. Zwar ließen sich die Blinker wieder betätigen, sie sprangen aber auch gerne einmal ohne Betätigung an: Elektronikdefekt. Und weil das WP-Federbein der KTM zum gleichen Zeitpunkt seine Dämpfung verlor, gab’s gleich ein paar mehr Neuteile. Während durch den Winterbetrieb bei MOTORRAD recht häufig Schalter bei Dauertestern aller Marken wegen eindringenden Wassers gewechselt werden müssen, ist ein Federbeindefekt selten. Hoffen wir, dass der zweite Dämpfer bis zum Schluss durchhält. Ein Tipp noch zum Federbeintausch: Um das axiale Spiel der unteren Federbeinhalterung zu minimieren, besitzt die KTM an dieser Stelle neben der Verschraubung noch eine Distanzbuchse, die per Linksgewinde in die Federbeinaufnahme der Schwinge geschraubt wird. Wer rechtsherum dreht, keilt das Federbein nur noch fester ein.

KTM 790 Duke im Dauertest.
Jörg Künstle.
Die KTM 790 Duke hat im Dauertest bisher vor allem auf Landstraßen begeistert.

Ansonsten erntete die Duke weiterhin positives Feedback wie von Matthias Ackermann, Chef vom Dienst. Der gibt schlicht „Ich mag sie einfach“ zu Protokoll. Fürs Mögen bringt die 790er mit ihrem wuseligen Charakter einfach gute Voraussetzungen mit. Nur manchmal überträgt sich das mit dem Wuseligen auch auf den Fahrer – und, zack, ist der Schlüssel durchgebrochen. Dumm nur, wenn eine Hälfte im offenen Tankdeckel steckt und eine von der Hand festgehalten wird. Für den Transport im Bus konnte die Duke also nichts. Zum Glück ließ sich der Rest vom Schlüssel nach Demontage des Tankdeckels noch entfernen, weshalb die Duke schnell weiter Kilometer gesammelt hat.

Selten zum Service

Dazu trägt auch bei, dass der Austria-Zweizylinder nur selten für einen Service zum Vertragshändler muss, nämlich alle 15.000 Kilometer. Bei der ersten Durchsicht im November 2018 gab’s einen Ölwechsel, der Luftfilter wurde getauscht und auf Garantie bekam die Duke ein neues Kühlwasser-Thermostat spendiert. Hier hat KTM ein Update in die Serie einfließen lassen – ohne weitere Infos. Die Inspektion kostete überschaubare 332,49 Euro. Etwas mehr Taler verlangte die Vertragswerkstatt nach 30.909 Kilometern im Juli 2019: 712,48 Euro. Allerdings stand neben dem turnusmäßigen Ölwechsel und dem Check des Ventilspiels auch der erneute Tausch der hinteren Bremsbeläge samt verschlissener hinterer Scheibe an. Bereits nach guten 17.000 Kilometern waren die ersten Beläge hinten fällig. Hier neigt die Duke offensichtlich zu erhöhtem Verschleiß.

KTM 790 Duke im Dauertest: Verschleißteile, Defekte und Reparaturen

KTM 790 Duke im Dauertest: Blinkeranlage.
KTM 790 Duke im Dauertest: Blinkeranlage. KTM 790 Duke im Dauertest: Bremsen. KTM 790 Duke im Dauertest: Federbein. KTM 790 Duke im Dauertest: Steuerkettenspanner. 7 Bilder

Recht gering fällt dagegen ihr Durst aus. Trotz dessen, dass sie unter anderem mit den Jungs von PS auf die Nordschleife musste oder bei MOTORRAD den einen oder anderen Test mitmachte, sind 4,88 Liter im Schnitt auf 100 Kilometer okay. Das trifft auf die 790 Duke auch insgesamt zu, wären da nicht die gar nicht so wenigen Defekte. Kleinigkeiten verzeiht man ihr gern, das kaputte Federbein oder der getauschte Steuerkettenspanner fallen aber negativ auf. Wollen wir hoffen, dass nicht mehr dazukommt und die Duke schön scharf bleibt.

Tagebuch – so läuft der Dauertest KTM 790 Duke:

Kilometerstand : 23.170, 04/2019

Zur Erneuerung des Alpen-TÜVs ging die Duke im April 2019 zurück zu KTM nach Mattighofen. Dort wurde auch der Steuerkettenspanner ersetzt. Seitdem ist wieder Ruhe. Mit Fuhrparkleiter Tobias Wassermann tobte die Duke über Ostern über die Schwäbische Alb.

Kilometerstand: 18.800, 01/2019

Testchef und „Bei-jedem-Wetter-Pendler“ Andi Bildl hatte kürzlich seine Premiere auf der Gold Wing. Er war von dem Dickschiff nachhaltig, wenngleich nicht unbedingt positiv beeindruckt. Racer-Gene und Reisesessel passen eben nicht wirklich gut zusammen.

Stefan Glück
Ein Federbein im Wortsinn. Denn es federt nur noch, die Dämpfung ist dahin. Öl ist aber keines zu sehen.

Und für das tägliche Großstadt-Getümmel ist ein wuseliges Bike wie die 790er-Duke definitiv deutlich besser geeignet. Doch seit ein paar Tagen wuselt sie nicht nur vorwärts und rechts und links, sondern auch auf und nieder. Vor allem hinten. Denn von einem Meter auf den anderen ließ das hintere Federbein die Dämpfung Dämpfung sein. Da äußerlich kein Öl zu sehen ist, vermuten wir einen mechanischen Defekt im Inneren. Doch Besserung naht bereits. Nach Rücksprache mit dem Importeur wird der kleine Herzog ein neues Federbein auf Garantie bekommen. Vielleicht auch einen neuen Blinkerschalter, denn der aktuelle friert bei Kälte gerne ein und gibt sich auch sonst hakig oder lässt den Blinker permanent laufen. Derzeit versuchen wir, ihn mit Kontaktspray zur zuverlässigen Arbeit zu motivieren. Wenn das nicht hilft, wird er ersetzt.

Kurze Testfahrt beschert Dauergrinsen

Dina Dervisevic, Redakteurin bei MOTORRAD online, begleitete den MOTORRAD Top-Tester Karsten Schwers auf einer kurzen Testfahrt. Nachdem sie sich auf einer ersten Tour auf der KTM 790 Duke überhaupt nicht wohl fühlte, zauberte ihr die zweite Ausfahrt ein Dauergrinsen ins Gesicht.

Kilometerstand: 15.170, 10/2018

Jörg Künstle
Die Verstopfung des Tanküberlaufs wurde mittels Druckluft aufgelöst.

Gut 15.000 Kilometer im ersten halben Jahr sprechen eine deutliche Sprache: Die kleine Zweizylinder-Duke ist sehr beliebt und wird gerne auch für größere Touren ausgefasst. Ihr wuseliger Charakter und ihr spielerisches Handling kommen gut an. Wie allen KTMs liegt auch ihr der Fast-forward-Modus im Blut. Bei gemächlicher Gangart neigt sie zu mal mehr, mal weniger ausgeprägtem Konstantfahrruckeln. Wobei Redakteur Peter Mayer meint, exakt dieses Bike sei beim Alpen-Masters gewesen und habe dort diese Unart nicht gezeigt. Aber vielleicht ging es dort auch fast enough forward. Die Verstopfung des Tanküberlaufs wurde mittels Druckluft aufgelöst. Grand-Prix-Berichterstatter und Kilometerfresser Imre Paulovits lobt das Licht und fragt, warum KTM nicht schon früher dieses Motorrad gebaut hat. Zudem bemängelt er, dass der hoch bauende und recht laute Auspuff die Gepäckrolle nur längs befestigt nicht ankokelt.

Nach der 15.000er-Inspektion für 332,49 Euro, bei der auf Garantie der Kühlerthermostat getauscht wurde, heißt es jetzt: fahren.

Kilometerstand 13.925, 09/2018

Dina Dervisevic: Ich bin vor einigen Wochen schon mal für eine kurze Fahrt von meiner MT-07 auf die Duke umgestiegen. Da habe ich mich tatsächlich nicht besonders wohl gefühlt: Ich komme nur mit einem Fuß auf den Boden, d.h. an der Ampel musste ich mich umsetzen, um in den Leerlauf zu kommen, weil links mein sicheres Stand- und „Anhaltebein“ ist. Als ich dann bei Grün anfahren wollte, hätte ich die 790er fast abgewürgt, denn der Schleifpunkt lässt sich erst auf den letzten Zentimetern des Hebelwegs blicken, was natürlich mehr Kraft von Fingern und Hand fordert. Wenn ich blinken wollte, griff mein Daumen ins Leere, beim Runterschalten trat mein linker Fuß in die Luft. Auf der Duke 790 saß ich gefühlt auch mehr auf dem Vorderrad als im Motorrad. Das ist Geschmackssache.

Pekarek
KTM Powerparts: Links die niedrige Ergo-Sitzbank, in der mitte die Ergo-Sitzbank auf Serienhöhe und rechts das hohe Sitzpolster. Der Unterschied von Serie zu niedrig ist leider nur sehr gering, sagt Dina, die stolze 1,57 Meter misst.

Vielleicht aber auch einfach nur Gewohnheit? Jetzt bin ich meine MT-07 bestimmt schon drei Wochen nicht mehr gefahren. Dafür ging‘s noch mal mit der KTM raus für eine kurze Runde. Und siehe da – ich fühlte mich schon auf den ersten Metern pudelwohl und konnte schier nicht mehr an mich halten. Die KTM zuckt und ruckelt, als ob sie sagen möchte: „Los, gib Gas, ziiieh vorbei, rechts oder links – egal! Ignorier die 50 km/h innerorts, sch… auf den Blitzer!“ Das kann auch nerven, wahrscheinlich vor allem auf längeren Touren mit mehreren Ortsdurchfahrten und je nach Gemütslage. An diesem Tag hat es aber einfach gepasst. Alles hat gepasst: Der Motor, die satte Straßenlage, fahren wie auf Schienen; sie ist herrlich wendig, aber nicht kippelig. Der Daumen fand den Blinkerschalter auf Anhieb automatisch, der Auspuff-Sound war betörend und gab an der ein oder anderen Ampel auch die Gässchen zum Durchdrängeln frei, über die Sitzposition wurde kein Gedanke verschwendet.

Nur der Schalthebel war immer noch weit weg für Schuhgröße 38. Und der Boden bei 1,57 Meter Körpergröße und 76 Zentimeter Innenbeinlänge ebenfalls. Obwohl wir zuvor die niedrige Sitzbank aus dem KTM Powerparts Zubehörsortiment angebracht hatten. Dass die nicht allzu viel bringt, liegt nicht unbedingt an den nur 20 mm niedrigerem Polster, sondern vor allem daran, dass sie nicht schmaler ist als die Serienbank. Die Außenkanten der niedrigen Sitzbank sind straff gepolstert, so dass der Weg zum Boden nicht wirklich kleiner wird, sondern nur die Sitzmulde minimal tiefer.

Kilometerstand: 10.000, 08/2018

PS-Chef Uwe Seitz: Die 790 hat fleißig Kilometer gemacht und jetzt die 10.000er Marke erreicht. Dazu durfte sie bei glühend heißem Hochsommertag durch den Hegau an den Hochrhein bei Gailingen.

Uwe Seitz
KTM 790: Schnelle Bögen ja, Kolonne nein.

Grenzübertritte im Minutentakt von Deutschland in die Schweiz und umgekehrt hat die Österreicherin klaglos hingenommen, auch das kühle Bad des Fahrers stoisch beim Warten in der prallen Sonne ertragen, um dann wieder in flinken Kurven ihre gute Laune zu demonstrieren. Gut, dass es keinen großen Grenzstau in dem Gebiet mehr gibt, denn Kolonne oder Zone-30 mag der Twin nicht so recht, denn in unteren Drehzahlen rappelt und zappelt er dann schon. In den schnellen Bögen hat der Wechsel auf den Dunlop Sportsmart III das Vertrauen durch sein schönes Feedback und das tolle Grip-Gefühl auf dem warmen Asphalt nochmals beflügelt – flink rein und flink raus, ein Traum!

Kilometerstand: 9.960, 8/2018

Tashi Dolma Hinz, ihres Zeichens Redakteurin beim aerokurier, dem Magazin für internationale Zivilluftfahrt, fuhr die KTM 790 Duke für eine Fotoproduktion von MOTORRAD. Und das ist ihre Rückmeldung:

„Normalerweise fahre ich eine Ducati Monster M1000 (Bj. 2005) und bin deren charakteristisch rauen V2 gewohnt, insofern war ich überrascht, wie schön der Reihenmotor der KTM 790 Duke abgestimmt ist. Auch das Handling der Duke überzeugt mich: Sie ist leicht, handlich und passt ergonomisch perfekt für mich (1,72 Meter).

Auf dem Display sind die wichtigsten Parameter wie Drehzahl, Geschwindigkeit, Tankfüllstand, Kühlwassertemperatur und Reichweite auf einen Blick zu erfassen. Sobald man in einer dunkleren Umgebung fährt, schaltet sich das Display auf Nachtmodus, so dass es sich besser ablesen lässt.

Über den Set-Knopf lassen sich vier verschiedene Fahrmodi auswählen: Sport, Street, Rain und Track. Mir persönlich ist der Sportmodus am liebsten, da ich es gerne mag, wenn die Maschine direkt anspricht. Der Staßenmodus empfiehlt sich insbesondere dann, wenn der Untergrund uneben ist, etwa auf innerstädtischen Pflasterstraßen, sonst ist die Duke zu nervös und kann anstrengend werden. Das Menu ist intuitiv gestaltet. Alle Armaturen sind gut erreichbar.

Die 790 Duke ist ein echtes Spaßmobil und ein toller Allrounder: Dank des geringen Gewichts und der Wendigkeit macht sie auf eng gewundenen Sträßchen eine tolle Figur, liegt aber auch bei schnellen Geschwindigkeiten gut auf der Straße. Und wieso bleibe ich bei der Monster? Meine rote Monster gefällt mir optisch besser und ist eben ein echtes Charakterbike.

Kilometerstand: 7.055, 7/2018

Baumann
Die KTM 790 Duke ist über Land ein Spaßgarant, in der Stadt aber völlig deplatziert.

Bei 5.215 Kilometer gab es für die KTM 790 Duke einen neuen Satz Reifen. Aufgezogen wurden Dunlop Roadsmart III. Und dann ging sie mit Uli Baumann (Redakteur motorradonline.de) auf Ausfahrt. Seine Notizen:

“Die KTM 790 Duke ist „Ready to Race“, das lässt sie dich mit jeder Schraube ihrer Konstruktion spüren. Schon im Standgas wirkt sie nervös wie ein hyperaktives Kind. Fahren geht gut, aber nur schnell und aggressiv. Der Twin dreht wie die sprichwörtliche Sau, hängt hart am Gas. Der Schaltautomat funktioniert rauf wie runter tadellos. Wer Motorrad fahren als stetiges Rennen sieht, ist hervorragend bedient.

Aber: Die Sitzbank ist hart und unbequem, die Spiegel sind ein Witz, die Ferse des rechten Fuß ist in dauerhaftem Konflikt mit dem Auspuff und die Lenkerkröpfung will so gar nicht mit meiner Sitzhaltung und Größe (1,89 Meter) korrespondieren. Alltag ist nicht das Ding der Duke. Kolonnenfahrt quittiert sie mit ruckeln (egal bei welchem Tempo und in welchem Gang), gemäßigte Ortsdurchfahrten bedingen die dritte oder gar zweite Fahrstufe. Im Stadtverkehr bläst auch bei humanen Frühtemperaturen permanent der Lüfter. Das Leben ist eben nicht nur ein Rennen.„

Kilometerstand: 4.600, 6/2018

Zuletzt hat Matthias Ackermann (Chef vom Dienst bei MOTORRAD) einige Kilometer auf der neuen KTM 790 Duke zurückgelegt. Als Führerschein-Neuling fuhr er ca. 170 Kilometer. Sein kurzes, aber aussagekräftiges Fazit: “Kaum aus der Redaktions-Tiefgarage gefahren, war die Duke mein Freund. Extrem handlich und ein Getriebe – einfach Sahne! Bei den Bremsen und dem Sound gab es ebenfalls nichts zu meckern. Da ist ein leichtes Konstantfahrruckeln im niedrigen Drehzahlbereich nicht der Rede wert.„

Kilometerstand: 4.000, 5/2018

Uwe Seitz
PS-Chef Uwe Seitz hat die KTM 790 auf einer ausgiebigen Schwarzwaldrunde ausprobiert.

Jetzt hat die KTM 790 Duke bereits fast 4.000 km auf den Reifen, nachdem sie PS-Mann Uwe Seitz auf einer sehr beherzten Schwarzwaldrunde 250 km ausgequetscht hat. Gegen die Kumpels auf ihren Bigblocks musste der quirlige Twin ganz schön malochen! Dranbleiben ging Dank diesem wilden Zweizylindermotor, der wie ein Supersportler am Gas hängt, sehr gut. Dafür nahm er sich aber wuchtige 8,43 L Super auf 100 km Kurvengeschlängel! Naja, gebummelt hat Uwe nicht.

Kilometerstand: 2.284

In nicht mal zwei Wochen hatte die Duke bereits über 2.000 Kilometer auf dem Tacho und erntet dabei vor allem von den Fahrdynamikern viel Lob. “Macht tierisch Spaß, aber langsam ist nicht ihr Ding„, steht da im Fahrtenbuch zu lesen. Oder: “Handling erste Sahne, hängt toll am Gas.„ Schon hat sie Spitznamen wie “Feuerzeug„ oder Giftzwerg“ geerntet.

Kritik gibt es für die deutlich spürbaren Vibrationen sowie nervendes Konstantfahrruckeln.

Dauertest-Beginn am 26. April 2018

Yvonne Hertler
Die Duke bei der Kompressionsmessung.

Mit einem Kilometerstand von 1.092 lief am 26. April 2018 eine KTM 790 Duke RS in der Redaktionstiefgarage ein. Bevor der Zweizylinder aus Mattighofen in den Redaktionsalltag entlassen wurde, musste er sich auf dem Prüfstand messen lassen.

Danach folgte noch die Eingangsmessung sowie die Verplombung des Motors und eine Kompressionsmessung. Ungefähr bei 25.000 km veröffentlicht MOTORRAD dann eine Dauertest-Zwischenbilanz; nach 50.000 Kilometern folgen Abschlussmessungen, bevor der Motor der KTM 790 Duke zerlegt und begutachtet wird.

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