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Moto Guzzi V850 X: V7-Version mit Le Mans-Anleihen

Moto Guzzi V850 X Neue V7-Version mit Le Mans-Anleihen

Moto Guzzi arbeitet an weiteren Neuheiten rund um das V7-Konzept. Die V850 X ist im Juni 2022 homologiert worden.

Moto Guzzi V850 X Moto Guzzi

In der jüngsten Evolutionsstufe hatte Moto Guzzi die V7-Modellfamilie zum Modelljahr 2021 mit dem 850er aus der Enduro ausgerüstet. Aus Versehen deutete Moto Guzzi eine weitere Modellvariante auf dieser Basis an: die V850 X. Das Design stammt von Miguel Galluzzi soll unkonventionell, frech und innovativ werden und nichts mehr mit dem klassischen Look der V7 gemein haben. Das versprachen die Italiener auf einer für dieses Modell extra eingerichteten Microsite, deren Inhalt kurze Zeit später gelöscht wurde. Zuvor hatten sich die Italiener den Modellnamen V850 X bereits beim italienischen Patentamt schützen lassen.

Moto Guzzi V850 X
Moto Guzzi

Mit leichten Offroad-Ambitionen

Entwickelt wird die Moto Guzzi V850 X laut den Informationen auf eben dieser Microsite im US-Designcenter von Piaggio. Entsprechend wird sie optisch amerikanisch inspiriert sein. Im Klartext heißt das, sie mischt Scrambler- und Flattrack-Elemente. Guzzi bestätigte ebenfalls auf dieser Microsite schon Michelin Anakee II-Reifen, neue Kayaba-Federelement, eine leichte Offroadtauglichkeit sowie ein Gewicht fahrfertig von 213 Kilogramm. Der Lenkkopfbereich des Rahmens soll weiter verstärkt sein, eine breitere Schwinge Platz für einen fetteren Hinterreifen bieten. Selbst die Farben für die neue V850 X hatte Guzzi bereits benannt. Sie soll in Sunshine Yellow und Twilight Grey zu haben sein. Für Fahranfänger wurde auch eine A2-Variante angekündigt.

Bereits im November wurde in Italien ein Erlkönig gesichtet – an den Bildern haben wir leider keine Rechte – der ein neues Modell rund um den luftgekühlten V2-Motor zeigt, das mit seinen geschwungenen Seitenverkleidungen an ältere Le Mans-Modelle aus den späten 1980er Jahren erinnert.

Moderner Look mit Retro-Bezug

Moto Guzzi V65 Lario
Moto Guzzi

So ziehen sich die Seitenteile nahtlos vom Tank in einem Bogen bis ins hoch liegende Heck. Darüber sitzt eine gestufte, einteilige Sitzbank. Vor der konventionellen Gabel fährt der Prototyp einen eckigen LED-Scheinwerfer spazieren, der von Deflektoren über den Gabelholmen flankiert wird. Insgesamt würde sich für die V7 so eine viel modernere Linienführung ergeben, und ein Brückenschlag in die eigene Vergangenheit wäre Guzzi auch gelungen. Der V2 ist eindeutig als 850er zu identifizieren. Die Abgasanlage setzt allerdings auf deutlich voluminösere, schwarz gehaltene Endschalldämpfer. Klassisch muten die verbauten Speichenräder an.

Moto Guzzi verneint und homologiert

Moto Guzzi selbst lässt uns allerdings wissen: Die Informationen auf der Moto Guzzi-Homepage zur V850 X sind versehentlich online gegangen und wurden inzwischen entfernt. Bei dem Motorrad handelt es sich um eine Studie, es wird mit 98-prozentiger Sicherheit nicht gebaut. Allerdings: Im Juni 2022 sind die Homologationsdaten der 850 X vom deutschen KBA hinterlegt worden und die demnach die anderen 2 Prozent Wahrscheinlichkeit dar. Sprich: Die Moto Guzzi 850 X wird kommen. Und zwar in zwei Versionen: Zum einen mit der bekannten Leistung von 49 Kilowatt und zum anderen als A2-taugliche Version mit 35 Kilowatt.

Moto Guzzi 850 X 2023
KBA

Fazit

Guzzi bringt rund um die 850er-Architektur der V7-Modelle eine weitere, moderner gezeichnete Variante. Das zeigen zumindest zahlreiche durchgesickerte Informationen und nun homologierte Abgaswerte. Die V850 X mixt Scrambler- und Flattrack-Elemente. Guzzi selbst bestreitet, dass so ein Modell kommen wird.

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