Italien setzt Kfz-Steuer aus – Auch Motorräder und Roller profitieren

Italien setzt Kfz-Steuer aus
Auch Motorräder und Roller profitieren

ArtikeldatumVeröffentlicht am 17.09.2026
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Zero LS1 Elektroroller
Foto: Zero

Entlastung für Auto-, Motorrad- und Rollerfahrer

Die Regierung unter Giorgia Meloni plant, die Steuerlast für Fahrzeughalter zu senken. Die Maßnahme soll ab dem kommenden Jahr (2027) greifen und die gestiegenen Kosten an den Tankstellen abfedern. Ein Liter Benzin in Italien kostet derzeit etwa 2,13 Euro, Diesel liegt bei 2,24 Euro.

Nur ein Fahrzeug pro Halter

Die Steuerbefreiung gilt nicht für den gesamten Fuhrpark eines Halters. Jeder Besitzer kann die Vergünstigung nur für ein Fahrzeug nutzen. Zweit- und Drittwagen bleiben außen vor. Entscheidend ist dabei nicht der Fahrzeugtyp, sondern die Leistung: Das Fahrzeug mit der geringsten Motorleistung wird automatisch berücksichtigt – sei es ein Auto, Motorrad oder Roller. Maximal darf ein Fahrzeug allerdings eine Leistung von 80 Kilowatt oder gut 109 PS nicht überschreiten, um von der Entlastung zu profitieren.

Motorräder und Roller ausdrücklich eingeschlossen

Besonders für Motorrad- und Rollerfahrer ist wichtig, dass die Entlastung nicht nur für Autos gilt. Italien bezieht damit eine Fahrzeuggruppe ein, die im Land weitverbreitet ist. Die reguläre Kfz-Steuer für Zweiräder hängt von Leistung und Abgasnorm ab. In Südtirol etwa zahlen Halter von Motorrädern über 50 cm³ je nach Abgasnorm unterschiedlich hohe Beträge. Ältere Fahrzeuge mit höheren Emissionen werden stärker belastet. Grundsätzlich ist die Steuer an die Leistung des Motors und nicht wie in Deutschland an den Hubraum gebunden.

Beispiel: Kfz-Steuer für Motorräder in Südtirol

Diese Tarife, veröffentlicht von ASTAT, zeigen die regulären Abgaben für Krafträder über 50 cm³. Sie dienen als Orientierung und ersetzen nicht die geplante Steuerentlastung. "ASTAT" steht übersetzt für Landesinstitut für Statistik der Autonomen Provinz Bozen in Südtirol. Die Behörde erstellt und veröffentlicht statistische Daten für Südtirol, unter anderem zu Preisen, Tarifen, Wirtschaft, Bevölkerung und Mobilität.

"Eine der meistgehassten Steuern des Landes"

Die Regierung begründet den Schritt mit der Belastung durch die hohen Kraftstoffpreise. Zudem gilt die Kfz-Steuer in Italien als besonders unpopulär. Meloni nannte sie kürzlich "eine der meistgehassten Steuern des Landes". Die Maßnahme ist Teil eines größeren Pakets, das Verbraucher finanziell entlasten soll.

Automatische Entlastung

Nach bisherigen Informationen wird die Steuerbefreiung automatisch für das Fahrzeug mit der geringsten Leistung gewährt. Fahrzeughalter müssen keine Auswahl treffen. Unklar bleibt jedoch, wann genau die Regelung in Kraft tritt und welche technischen Details noch geregelt werden müssen. Halter von Motorrädern und Rollern sollten die endgültigen Bestimmungen abwarten.

Fazit