Ratgeber Werkstatt Motorrad Schraubersünden Jacek Bilski

Pleiten, Pech und Pannen aus der Motorradwerkstatt

Pleiten, Pech und Pannen aus der Motorradwerkstatt Tipps wie's noch länger dauert und teurer wird

Das müsste noch Bremsflüssigkeit vom Vorjahr sein ... War es dann leider nicht, aber vielleicht bremst es ja auch mit Zweitaktöl vom Rasenmäher. Wir haben euch jede Menge "Ganz-blöd-gelaufen-Aktionen" gesammelt – zum Lernen, Vorbeugen und Schmunzeln.

Grundsätzliches

Wir fangen mal mit den beliebtesten Schraubersünden an, die bereits dann passieren, wenn es eigentlich noch gar nicht richtig zur Schraubersache geht. Oder die man sich gern zwischendurch erlaubt.

  • Unter Zeitdruck arbeiten. Die Kumpels warten schon, die Fähre ist gebucht, die Garage muss schnellstens geräumt werden – beste Voraussetzungen, dass es noch länger dauert und teurer wird.
  • Unkonzentriert arbeiten. Das Handy nervt, Mausi möchte bespaßt werden, die Kinder quengeln. Ergebnis: siehe oben.
  • Unvorbereitet arbeiten. Wo ist die Reparaturanleitung? Welche Teile benötige ich eigentlich? In welcher Reihenfolge werde ich schrauben? Es ist eigentlich kein Luxus, das vor Arbeitsbeginn und nicht erst während der Arbeit zu klären.
  • Für Wartung beziehungsweise Reparatur nicht alle benötigten Teile, Flüssigkeiten etc. vor Beginn der Schraubertätigkeit vorrätig haben. Passiert immer am Samstagnachmittag oder Sonntagmorgen. Also dann, wenn garantiert kein Geschäft mehr geöffnet hat.
  • Keine Geduld haben. "Den Rostlöser habe ich doch schon vor einer Minute aufgesprüht, und es bewegt sich immer noch nichts!" Skandal? Nö, einfach nur Missachtung einer alten Schrauberweisheit: Wenn du schnell sein willst, arbeite langsam.
  • Beim Schrauben zwischendurch"mal eben kurz" ans Telefon gehen. Merke: Eine Ölablassschraube hat eine ganz wesentliche Funktion; ein Ölfilter sollte nicht nur lose aufgesteckt sein; und ein DR-Big-Motor läuft ohne Öl ziemlich genau 14 Minuten.
  • Improvisation beim Motorradverladen. Es ist ein Irrglaube, dass grundsätzlich jede Werkbank oder Holzbohle als Auffahrrampe dienen kann. Zumindest dann nicht, wenn das Motorrad etwas schwerer als ein Motocrosser ist. Auch gern übersehen: Die Länge der Auffahrrampe ist ganz entscheidend für den Auffahrwinkel. Einen aufsetzenden Supertourer allein über die Ladekante zu wuchten, ist unglaublich doof.

Übersichtliche Tipps zu Schraubersünden gibt's hier

Arbeitsplatz

Natürlich schaffen es auch echte Werkstattchaoten immer wieder, schrauberische Großtaten zu vollbringen. Die Regel ist das aber nicht, und wer mal die Chance hatte, den Arbeitsplatz namhafter Tuner oder die Boxen erfolgreicher Motorsportteams etwas näher in Augenschein zu nehmen, weiß, dass Ordnung nichts mit Spießigkeit zu tun haben muss. Und ahnt vielleicht auch, dass Selbstüberschätzung kein Heldentum ist.

  • Improvisation beim Aufbocken. Warum für viel Geld einen Motorradheber oder gar eine Hebebühne kaufen, wenn es Backsteine, Getränkekisten oder auch eine Bierbank tun? Weil es unterm Strich günstiger ist, denn Sturzteile kosten mehr.
  • Überschätzen beim Umgang mit Montageständern. Natürlich schaffen das Profis auch ganz allein. Aber die machen das auch mehrfach am Tag und nicht nur zweimal im Jahr. Merke: Hilfe ist keine Schande.
  • Unbekannte oder uralte Flüssigkeiten verwenden. Das müsste noch Bremsflüssigkeit vom Vorjahr sein … War es dann leider nicht, aber vielleicht bremst es ja auch mit Zweitaktöl vom Rasenmäher.
  • Motorrad nicht sichern. Motorrad steht auf Hauptständer, kein Gang drin, Bremse nicht betätigt. Und nun bitte mit schön viel Kraft und langem Hebel z. B. beim Lösen der Hinterachsmutter in Richtung Vorderrad ruckeln. Am besten steht die Fuhre auch noch auf einer Montagebühne. Viel Spaß: Jetzt kommt ganz viel Bewegung in die Sache.
  • Flüssigkeiten offen herumstehen lassen. Hier gilt Murphys Gesetz in abgewandelter Form. Merke: Alles, was umkippen kann, kippt auch garantiert um. Noch ärgerlicher und vor allem teurer: Verkleidungsteile, Seitendeckel o. Ä. auf dem Boden liegen lassen. Jede Wette, dass irgendein Hirni (meist man selbst) darauftritt. Daher offene Behälter immer verschließen und Teile hochlegen.
  • Die Tüte mit den neuen Kleinteilen frühzeitig öffnen und großzügig auf der Werkbank verteilen. Und dann etwas später nicht mehr wissen, was Alt- oder Neuteil ist und/oder wie alles zusammengehört.
  • Brandschutz nicht ernst nehmen. Für harte Schrauberkerle mag es überraschend sein, aber entgegen landläufiger Meinung hat das Vorhalten eines (funktionsfähigen!) Feuerlöschers nichts mit Schwäche zu tun. Es muss nicht immer die große Schweißaktion der Auslöser eines gepflegten Werkstattbrandes sein. Das Funkenmariechen schlägt auch bei harmloseren Gelegenheiten zu.

Werkzeug

Auf den dezenten Hinweis, dass der Kauf von hochwertigem Markenwerkzeug eine überaus sinnvolle Investition sei, hört man oft den Einwand: "Ich bin aber nur Hobbyschrauber und brauche das nur sehr selten." Okay, machen wir mal eine Rechnung auf: Wie viel lässt sich durch den Kauf und Einsatz von Billigwerkzeug sparen? Und wie viel Geld und Zeit kostet der Ersatz zernudelter Schrauben, abgerissener Bolzen oder vermackter Gehäuseteile?

  • Billigwerkzeug kaufen. Kann man machen, wenn einem Begriffe wie "Maßhaltigkeit", "Biegefestigkeit" oder "Betriebssicherheit" schnuppe sind.
  • Ausgenudeltes Werkzeug benutzen. Jeder entsorgt irgendwann alte Schuhe, alte Reifen, alte Partner/Partnerinnen, nur Werkzeug wird immer bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag aufbewahrt. Es mag überraschen, aber auch Werkzeug verschleißt.
  • Werkzeug überfordern. Gegebenenfalls passt eine 17er-Nuss via Adapter auf eine 1/4-Zoll-Ratsche. Und wenn dann noch eine festgerostete Schraube ins Spiel kommt, wird es richtig lustig. Oder teuer.
  • Maul- statt Ringschlüssel verwenden. Aber irgendwann nach vielen vermurksten Schrauben und Muttern hat man kapiert, dass ein Maulschlüssel nur dort etwas zu suchen hat, wo man mit vernünftigem Werkzeug nicht rankommt.
  • Kreativer Verwendungszweck. Natürlich kann man eine Ratsche auch als Hammer nutzen und einen Schraubendreher als Schaber. Ob das dem Arbeitsergebnis und/oder der Werkzeug-Lebensdauer guttut, ist aber eine andere Frage.
  • Bei Kreuzschlitzschrauben und Schraubendrehern den Unterschied zwischen Philips (PH) und Pozidriv (PZ) nicht beachten. Noch mal zur Wiederholung: PH sieht von oben wie ein normales Kreuz aus, PZ eher wie ein "Sternchen" – und hat an Fahrzeugen meist nichts verloren.
  • Drehmomentschlüssel misshandeln. Wer so ein Präzisionswerkzeug möglichst frühzeitig ruinieren möchte, benutzt es als Verlängerung zum Lösen von Schrauben und Muttern, lässt es möglichst oft von der Werkbank fallen und stellt nach Benutzung niemals zum Entspannen auf den Minimalwert zurück.
  • Versuchen, mit Bordwerkzeug die Federbasis zu verstellen. Dürfte in den meisten Fällen ähnlich verlaufen wie der Versuch, mit einer gekochten Spaghetti Sahne zu schlagen.
  • Verchromte Steckschlüssel auf Schlagschraubern benutzen. Wer es trotzdem probieren möchte, sollte zumindest eine Schutzbrille tragen und sich eine gute Ausrede für die Berufsgenossenschaft einfallen lassen.
  • Alte Dichtungen mit zu grobem Werkzeug entfernen. Opas historischer Metallspachtel kann auf sensiblen Oberflächen eindrucksvolle Kraterlandschaften hinterlassen, gegen die dann auch die beste Neudichtung nichts mehr ausrichten kann.
  • Werkzeugpflege vernachlässigen. So, die Arbeit ist getan. Feierabend, wir lassen den Hammer fallen! Was lernt der Schlosser-Azubi am zweiten Tag des ersten Lehrjahrs? Feierabend ist erst dann, wenn das Werkzeug sauber und ordentlich weggeräumt ist. Warum wohl?
  • Werkzeug verleihen. Raten Sie mal, welches Werkzeug Ihnen bei der nächsten Schrauberaktion garantiert fehlen wird.

Mechanik

"Unheimlich ist des Schlossers Kraft, wenn er mit Hammer und Verlängerung schafft." Aber nicht nur Grobmotorikern droht beim klassischen Schlossern Ungemach. Es folgt eine kleine (!) Auswahl der beliebtesten Schraubersünden im manuellen Bereich.

  • Die Reihenfolge beim Anziehen der Verschraubungen großflächiger Teile nicht beachten. Es ist eben doch nicht egal, welche Zylinderkopfschraube zuerst angezogen wird. Zweite beliebte Fehlerquelle: das etappenweise Anziehen ignorieren.
  • Aus Bequemlichkeit zu bearbeitende Teile (bohren, feilen, flexen, schweißen etc.) nicht ausbauen. Merke: Ein Schraubstock ist manchmal doch eine ganz pfiffige Sache – und ein wirklich senkrechtes Loch ohne Ständerbohrmaschine gar nicht so einfach hinzubekommen.
  • Alle Lager "kalt" aus- und einbauen. Kann funktionieren, kann auf Dauer aber auch richtig teuer werden.
  • Feingewinde mit Standardschrauben kombinieren. Steigung? Kenn ich nur von der letzten Alpentour!
  • Stahlschrauben durch viel schickere Aluschrauben ersetzen. Und überhaupt: Das Thema Festigkeitsklassen wird völlig überbewertet …
  • Zu versuchen, ein Linksgewinde linksherum aufzuschrauben. Am besten noch mit Verlängerung, weil es ja so schwer geht.
  • Wellendichtringe falsch herum montieren. Deren Funktionsweise wird einem aber spätestens danach sehr schnell klar.
  • Kette spannen bei einem unbelasteten Motorrad. Möglichst schön straff. Kann man machen. Und der frühzeitige Wechsel des Getriebeausgangslagers sollte für eine gute Werkstatt auch kein Problem sein.
  • Und zum Schluss natürlich der absolute Mechanik-Klassiker: Anzugsdrehmomentwerte nicht beachten. Die wichtigste aller Schrauberweisheiten lautet nämlich immer noch: Nach fest kommt ab!

Elektrik

Watt volt ihr denn, was soll mit zwölf Volt schon Großes passieren? So einiges:

  • Batterie vor allen Schrauberaktionen, die mit Elektrik zu tun haben, nicht oder falsch abklemmen. Vorteil eines solchen Fehlers: Man lernt umgehend, wo die Sicherungen stecken oder gegebenenfalls sogar, wie viel ein Steuergerät kostet.
  • Vor dem Laden der Batterie Flüssigkeit auffüllen. Kann gut gehen, kann aber auch für eine Riesensauerei sorgen, denn die Batterieflüssigkeit dehnt sich beim Laden aus – und läuft eventuell über. Auch gern genommen: beim Batterieladen rauchen.
  • Wartungsfreie Batterien öffnen. Irgendwie geht der Drecksdeckel schon runter! Aber irgendwie ging das früher mit den Stopfen sehr viel einfacher …
  • Beim Lampenwechsel mit Ölfingern den Glaskolben anfassen. Egal, mit Lappen etwas nachwischen. Mit einem Öllappen.

Chemie

Theoretisch klappt das in allen Schrauberbereichen, im chemischen aber mit Abstand am besten: Mann (oder Frau) und Gerät zeitgleich ruinieren. Das Hinterlistige daran: Man sieht/merkt nicht immer sofort, was man angerichtet hat. Was Chemie vom klassischen Stehbolzenabreißen unterscheidet.

  • Mit aggressiven Flüssigkeiten rumsauen. Etwas zu viel Bremsflüssigkeit eingefüllt? Ein wenig Batteriesäure über den Rahmen gekippt? Kein Problem, mal kurz mit dem trockenen Lappen nachgewischt, und gut ist. Oder auch nicht – Stichwort "Langzeitwirkung". Mit sehr, sehr viel Wasser spülen ist manchmal keine so schlechte Idee.
  • Hochfeste statt mittelfeste Schraubensicherung verwenden. Man merkt zwar nicht sofort, dass man einen elementaren Fehler gemacht hat. Aber man merkt es beim nächsten Auseinandernehmen umso heftiger.
  • Zu großzügig mit flüssiger Dichtmasse arbeiten. Lässt sich von außen zwar abwischen, sucht sich im Gehäuseinneren aber gegebenenfalls einen ganz eigenen Weg. Zum Beispiel den Ölkreislauf.
  • Mit Chrompolitur Lackflächen bearbeiten. Danach dürfte die Bedeutung des Fremdworts "abrasiv" bekannt sein.
  • Aufkleberentferner in der Nähe lackierter Flächen verwenden. Unglaublich, welche Kampfstoffe die chemische Industrie heutzutage ganz legal in Umlauf bringen kann.

Gesundheit

Die meisten Unfälle geschehen bekanntlich im Haushalt? Wenn man Werkstatt, Hobbykeller oder Garage dazuzählt, dürfte diese Feststellung absolut zutreffend sein. Wäre aber nett, wenn Sie, lieber Leser, liebe Leserin, in der nächsten Unfallstatistik nicht auftauchen würden.

  • Sehr feste Schraube, zu kurzer Hebel, falscher Ansatz, abrutschende Hand, Hand auf Kühlrippe, sehr viel Aua.
  • Beim Bohren mit der Hand gegenhalten. Klingt unheimlich doof, ist es auch – und passiert trotzdem immer wieder.
  • Augenschutz für entbehrlichen Luxus halten. Mit dem Schraubendreher die Hand perforieren, mit der Flex die Kniescheibe ankratzen, den Motorblock sauber auf die in Turnschuhen steckenden Zehen fallen lassen – alles sehr hässlich, aber meist reparabel. Wer sich allerdings mit Funkenflug oder durch Splitter das Augenlicht ruiniert, hat auf Dauer ausgespielt. Daher: lieber nackt schrauben als auf Augenschutz verzichten! Gilt übrigens auch für Gehörschutz. Hä, was haben Sie gesagt?
  • Improvisieren beim Spannen/Entspannen von Federn. Nein, es ist gar keine gute Idee, mit Schraubzwingen oder Montagehebeln zu arbeiten, wenn man an Federbeinen arbeitet. Andererseits: Es ist schon sehr eindrucksvoll, welche Eigendynamik unvermittelt entspannter Federstahl entwickeln kann.
  • Versuchen, die Auspuff- oder Seitenständerfeder mit einer Kombi- oder Wasserpumpenzange einzuhängen. Auch interessant, welche Wege eine davonsausende Feder im freien Raum nehmen kann.
  • Kettenschmierung bei laufendem Motor. Der erste Gang ist drin, das Hinterrad rotiert – und Handschuhe, Pulloverärmel oder die langen Haare möchten auch mitdrehen. Wie praktisch, wenn dann die Adresse der nächsten Notaufnahme zur (lädierten?) Hand ist.

Sicherheit

Siehe "Gesundheit", nur etwas erweitert.

  • Nach Radaus- und -einbau und vor der ersten Fahrt die Bremse nicht anlegen. Klar, kann man dann auch noch in der ersten Kurve machen. Wenn ganz viel Platz ist. Und wenn der Kreislauf mitspielt. Aus der gleichen Serie: Bremse nicht entlüften.
  • Aus Geiz Einmalsplinte, -sicherungsbleche oder -stoppmuttern mehrfach verwenden. Merke: Die Herstellervorgaben sind nicht immer reine Schikane.

Sonstiges

  • Unangefochtene Nummer eins der Ganz-blöd-gelaufen-Aktionen: Nach der Ölschauglaskontrolle auf der rechten Seite nicht mehr daran denken, dass der Seitenständer von alleine einklappt.
  • Einbaureihenfolge verwechseln. Wird sehr gern beim Räderein- und -ausbau oder bei Getriebereparaturen gemacht – wo gehörte noch mal diese Unterlegscheibe hin? Sollte im Zeitalter der Digitalfotografie via Handy aber kein Thema mehr sein.
  • Zündkerzenumfeld vorm Kerzenausbau nicht reinigen. Macht ja vielleicht auch nichts, denn nach dem Rausschrauben der Kerze ist der ganze Dreck und Schmodder wie von Geisterhand verschwunden. Wohin eigentlich?
  • Werkzeug oder Kleinteile unbeabsichtigt miteinbauen. Zum Beispiel die Distanzhülse beim Reifenwechsel. Wird beim Radauswuchten dann aber meist doch noch rechtzeitig bemerkt. Baut man den Reifen halt wieder ab. Den Ringschlüssel in der Ölwanne bemerkt man gegebenenfalls aber erst etwas später.
  • Bei Arbeiten an der Gabel und Achsklemmung die Anzugsreihenfolge nicht beachten. Irgendwie funktioniert meine Öhlins nicht richtig, woran mag das wohl liegen?
  • Beim Erwärmen von Metallteilen (Lösen vergammelter Verschraubungen) die umliegenden, gern auch verdeckten Kunststoffteile vergessen. Zieht meist umfangreichere Zusatzarbeiten nach sich.
  • Motorentlüftung unbeabsichtigt schließen. Erstaunlich, welche Kräfte im Motorinneren auftreten und wohin sich Wellendichtringe verabschieden können.
  • Falsche Ölkontrolle. Kein Öl im steuerbordseitigen Schauglas? Da füllen wir doch lieber nach. Falsch! Das Motorrad steht auf dem Seitenständer, da bleibt das Schauglas immer leer. Ebenfalls beliebt: zum falschen Zeitpunkt messen (Motor warm oder kalt, mit oder ohne Wartezeit) oder Peilstab falsch bedienen (eingeschraubt oder aufgelegt).
  • Pkw-Öl in Motorradmotor kippen. Kann gut gehen, muss es aber nicht. Und dann lernen wir etwas über die Funktion von Additiven, zum Beispiel Reibwert-Verminderer, und deren Einfluss auf die Kupplungsfunktion.
  • Falsche Reifenfülldruck-Kontrolle. Runter von der Autobahn, kurz tanken. Und wenn man schon mal da ist, auch noch schnell den Reifenfülldruck checken. Ups, viel zu viel! Ablassen? Bitte nicht, denn Druckwerte gelten – außer manchmal bei Rennreifen – für kalte Reifen.
  • Ungeprüft auf vermeintliche Schraubergeheimtipps vertrauen. Kennen Sie das Spiel "Stille Post"? Eben.

So viel kostet eine umfangreiche Grundausstattung

Schon mit einem Grundstock für rund 200 Euro lassen sich die meisten Arbeiten erledigen. Wer allerdings von Anfang an Wert auf gutes und umfangreiches Schrauberwerkzeug legt, sollte mit 1.000 Euro rechnen – und das rechnet sich bald.

Wer eine umfangreiche Auflistung der Preise pro Werkzeug (für Einsteiger und auch für Profis) haben möchte, kann sich MOTORRAD 3/2021 als PDF runterladen.

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