Hondas legendärer 1.100-Kilometer-Trip: Legendäre X-Ride-Tour 2026

Honda X-Ride 2026 durch die österreichischen Alpen
Hondas legendärer 1.100-Kilometer-Trip

ArtikeldatumVeröffentlicht am 24.09.2026
Als Favorit speichern

Schon mal zehn CB 1000 GT-Vierzylinder gleichzeitig starten gehört? Klingt schwer nach Hornissenschwarm und tröstet über die ersten Regentropfen auf dem Visier hinweg. Spätestens am Plansee heben sich die Wolken und zeigen das grünblaue Gewässer inmitten malerischer Bergformationen. Die Sonne kommt raus, die Zugspitze grüßt, unsere Reisegruppe wagt sich pausierend an Kaiserschmarrn. Der ist indessen nicht der Grund dafür, dass eine der drei weiblichen Teilnehmerinnen zurückfährt, sondern eine ausbrechende Erkältung. Ist doof, kann aber passieren. Die restlichen neun GTs summen über den Fernpass weiter Richtung Planeck.

Erster Tag in den Alpen: Kurven, Kehren und starke Charaktere

Und nehmen schon am ersten Tag alles mit, was alpines Geläuf so reizvoll macht: Kurven aller Radien, Steilstücke, dynamische Landstraßen, Asphalt-Spaghettis vom Feinsten. Teilnehmer Norbert aus Jever, ehemaliger Marineflieger, ist hier unterfordert: auch wenn seine GT wie auf Schienen schnelle Kehren durcheilt, wirken beim Landstraßen-Reigen weniger Beschleunigungskräfte als im legendären Tornado. Der Routinier fährt daheim eine Tracer 900 und eine Moto Guzzi Griso, die sich dann doch etwas anders benehmen als die Honda CB 1000 GT.

Langjährige Motorrad-Routine zeigt auch Ralph aus Ulm. Im normalen Leben managt er das Marketing eines mittelständischen Industrie-Klebstoff-Herstellers, im Genuss-Modus hingegen führt er drei Maschinen durch die Zeiten: eine 44 Jahre alte Honda CX 500 C, die ihm als Schüler gebraucht zuflog, eine Moto Guzzi 1000 Le Mans V und eine BMW R 1150 R Rockster. Zweirad-Charaktere, die auf spannende Wesensmerkmale ihres Besitzers schließen lassen.

Der dritte Mann im Teilnehmerfeld? Steven aus Wuppertal, der grade eine Management-School absolviert. Gediegenes Autotuning, KI-Welten und der kleine Sohn bestimmen sein Dasein. Letztes Jahr, man höre und staune, gewann er den Leserwettbewerb unserer Schwester-Zeitschrift PS und damit eine nagelneue Kawasaki Z 900 SE. Was muss man für ein Glückspilz sein, um dieses Jahr auch noch für den Honda X-Ride ausgewählt zu werden?

Vier Pässe und ein dynamisches Team

Vor allem, wenn die Tour so genial läuft, wie am zweiten Tag: Die Sonne lacht, vier Pässe warten. Das bedeutet Kurven ohne Ende, oftmals auch geniale Natur und für unsere begeisterungsfähige Fotografin Amy (amyleephotography.de) endlich die Erfüllung jener Träume, die sie über unser Cardo-Helm-Intercom schon die ganze Zeit beschwört: "Ich brauche sexy-Landschaften mit Deko-Wolken". Die bekommt sie hier.

Was auch unsere Filmcrew Canan und Stefan (ruggedframes.com) freut. Alle drei Medienmenschen sind Spezialisten für die richtige Mischung aus Adrenalin-Erzeugung und authentischem Story-Telling, dazu sind sie auch menschlich eine Bereicherung der Gruppe: emphatisch, humorvoll, soziale Geschenke für die Welt.

So könnte man auch Teilnehmerin Ildiko bezeichnen. Die wortgewandte Powerfrau aus Marktheidenfeld studierte Landwirtschaft, managt heute ein Treibstofflager, erteilt auf hohem Ausbildungsniveau Hunde-Physiotherapie und stemmt viele weitere Aufgaben. Wer tonnenschwere Tanklastzüge, Traktoren, Bagger und eine Harley Fat Boy beherrscht, daneben noch mit Triumph Tiger 900 und Honda CRF 300 tanzt, für den ist die souveräne Führung einer CB 1000 GT kein Thema.

Fahrflow, Leichtigkeit und Vertrauen

Sehr wohl ein Thema: die Qualitäten der GT. Alle, selbst die Honda-Jungs, sind beeindruckt. Dieses Motorrad ist Garant für echten Fahrflow. Der lässt sich über ihren breiten Lenker und die entspannte Sitzhaltung spielerisch genießen. Die GT strahlt eine Leichtigkeit aus, die Norbert, Ralph und Ildiko als Betreiber schwerer Maschinen nachdenklich werden lassen. Kupplung, Getriebe, Quickshifter, all das funktioniert mühelos und fördert Wohlfühlmomente wie Sicherheitsgefühl.

Claudia, Guide Dirk und die Offroad-Mutprobe

Davon kann auch Claudia aus Berlin ein Lied singen, die erst seit zwei Jahren den Führerschein hat und zuhause neben einer Hundeschule sowie der Apotheke ihres Mannes noch die Launen ihrer Ducati Scrambler kontrollieren muss. Weil wir öfters mal Fotos und Filmtakes produzieren, möchte die Honda hin und wieder auch auf schmalen oder abschüssigen oder am Rand schottrigen Straßen gewendet werden.

Claudia, die wie alle anderen einen sauberen Strich durch die Kurven fährt, fühlt sich bei derlei Aktionen unsicher. Gut, dass wir Dirk dabeihaben. Der mit Meisterlorbeeren gesegnete Profi gibt auch diesmal den Guide, der die Gruppe einfühlsam und mit klaren Ansagen führt, ganz so wie Moses einst sein Volk. Pädagogisch geschickt spricht er Claudia per Intercom durch die Wendungen, zeigt ihr Tricks und teilt mit uns allen seine Erfahrung.

Irgendwann wird die Streckenführung derart mutig, dass eine kleine Bergstraße schließlich zu schroffer Schotterpiste mit Haarnadelkurven mutiert. Claudia macht keinen Hehl aus ihrem Respekt, doch Dirk lotst sie sicher durch die Offroad-Sektion. Eine Leistung, die gefeiert gehört. Deswegen erheben wir abends unser Glas auf die mutige Berlinerin, die heute gegen sich selbst gekämpft und ihren inneren Schweinehund besiegt hat!

Wahrscheinlich ist sie auch die erste Frau der Welt, die eine CB 1000 GT offroad bewegen durfte.

CB 1000 GT: Zwei Motorräder in einem

Kein Marketing-Gelaber, ehrlich, aber die GT entpuppt sich als Universal-Tool. Vor allem, wenn man ins Kalkül zieht, wie wirkungsvoll die verbaute Elektronik über die Fahrmodi Gasannahme und Fahrwerksfähigkeiten steuert. Im Tourmodus spielt die Honda den fliegenden Teppich, während im Sportmodus Fahrwerk und Gasannahme deutlich unverblümter zu Werke gehen.

Dazu schafft sie es, auch im sechsten Gang leise säuselnd durch die Dörfer zu gleiten und anschließend verwertbare Leistung zur Verfügung zu stellen. Wer den kultivierten Vierer über 6.000/min dreht, entzündet furiose Kraft. Zwei Motorräder in einem? Mindestens!

Großglockner, gute Laune und das beste Schnitzel Österreichs

Dass so ein Bike gute Laune macht, wundert nicht. Wir erobern den Großglockner und bewundern neben grandiosen Vertikal-Landschaften auch den blonden Zopf von Ildiko, der ein verwegenes Tänzchen auf ihrem Rücken aufführt. Wenn es darauf ankommt, flicht unser blonder Blitz ihren Zopf akkurat in 30 Sekunden.

Und wenn wir schon über beeindruckende Leistungen sprechen, sollen auch die Taten von Timo nicht unerwähnt bleiben: Der junge, sympathische Honda-Produktmanager pilotiert nicht nur souverän das Begleitfahrzeug, sondern regelt im Hintergrund alles, was zum Gelingen der Tour beiträgt inklusive bester Stimmung, KI-animierter Fotos der Teilnehmer und Lachsalven.

Ähnliches gilt für Hondas Marketing Head Filip, der belgischen Humor und Verantwortung für alles einbringt. Zudem nimmt er auf seinem Bike Amy mit. Die Fotografin muss sich genau wie Filmfrau Canan heroisch auf dem Sozius-Sitz verbiegen, um dynamische Fahrszenen einzufangen. Das darf Filip genau wie Canans Mann Stefan dann fahrerisch ausgleichen. Nicht einfach, zumal sich Stefan noch einer weiteren Herausforderung stellt: der Suche nach dem besten Schnitzel Österreichs.

Das Forschen nach dem ultimativen Kaiserschmarrn hingegen endet nach unzähligen Kehren in Maltaberg auf der Leonhard-Hütte. Die fluffige Eierspeise aus Marias Küche macht alle sprachlos vor Glück. Niemals hat ein Kaiserschmarrn so gut geschmeckt.

Motorradhotels Enzian und Grizzly sind Honda-Testride-Center

Und selten wurde auf einer Tour so herzlich gelacht. Situationskomik, Frotzeleien oder eloquente Gespräche über Gott und die Welt. Im Helm-Interkom, beim Essen und spätestens auf kleinen Wanderungen entwickeln sich Fremde zu Freunden. Habe ich was vergessen? Ja, die tollen Motorradhotels: Das Enzian (hotel-enzian.com) in Landeck ist genau so wie das Grizzly (grizzly-resort.at) im Lungau Honda-Testride-Center.

Das heißt, attraktive Honda-Modelle können von Gästen in die Berge entführt und getestet werden. Dazu kommen leckere Speisen und Wellness. Christian Graggaber, der bärige Grizzly-Chef, führt die Gruppe auch noch in seiner reizvollen Heimat herum. Jetzt geht mir tatsächlich der Platz aus, deswegen rufe ich laut: "Danke!" Für eine Insel in der Zeit mit diesen großartigen Menschen!

Fazit