Elektroroller Naon Prototyp Zero-One @minorstep
Elektroroller Naon Prototyp Zero-One
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Elektroroller Naon Prototyp Zero-One
Elektroroller Naon Prototyp Zero-One 6 Bilder

Naon Zero-One Elektroroller aus Berlin

Prototyp Naon Zero-One Premium-Elektroroller aus Berlin

Funktionell soll er sein. Hochwertig produziert – sogar lokal. Und Ansprüchen manch eines Ästheten könnte er auch noch genügen, der Elektroroller Naon. Wir stellen euch den Prototypen vor.

Funktionalität, Ästhetik und lokale Herstellung – das sind bei der Produktentwicklung Prioritäten des in Berlin ansässigen Unternehmens mit Schwerpunkt auf zweirädriger Elektromobilität. Bisher gibt es den Prototypen Naon Zero-One und zum Ende des Jahres 2021 soll dann die Vorbestellung des Serien-Rollers möglich sein.

Naon mit 45 km/h und mit 100 km/h

Den Elektroller wird es zum einen gedrosselt bis 45 km/h in der Fahrzeugklasse L1e geben (Kleinkrafträder). Diese Variante wird ab 4.920 Euro kosten. Aber auch die Leichtkraftradklasse L3e wird der Naon bedienen – und zwar mit einer maximal 100 km/h schnellen Version. Die kostet dann ab 6.420 Euro. 140 Kilometer werden für die Reichweite des E-Rollers angegeben, die beiden Akkus mit insgesamt 4,8 kWh werden austauschbar sein, der Nabenmotor soll sieben kW Nennleistung und 200 Nm liefern.

Tief platzierte, herausnehmbare Akkus

Dadurch, dass die Akkus unter dem Trittbrett ihren Platz finden, liegt erfreulicherweise nicht nur der Schwerpunkt tief, sondern es wird auch noch ein Stauraum unter dem Sitz freigehalten, in dem ein Jethelm Platz findet. Für Stabilität soll der Alurahmen sorgen, ABS und je eine Bremsscheibe vorne und hinten für sichere Verzögerung.

In die Verkleidung vorne ist ein transparenter Schild eingelassen, der zusammen mit dem schmalen und eckigen LED-Scheinwerfer die Front optisch dominiert. Hinter der Verkleidung am Lenker findet das Smartphone Platz und fungiert dann auch als Cockpit.

Nachhaltig

Neben Funktionalität und Ästhetik betont das Berliner Unternehmen auch den Fokus auf die Nachhaltigkeit seines Elektrorollers: "Wir verwenden als Basis für unseren Naon Zero-One einen sortenreinen Aluminiumrahmen. Dieser Rahmen benötigt zwar in der Herstellung mehr Wasser und Energie als ein Stahlrahmen, spart aber dafür in den folgenden Phasen Ressourcen. Während der Nutzung wird weniger Energie verbraucht, weil er leichter ist. Der Rahmen ist aus trennbaren Elementen konstruiert, sodass er sich bei Beschädigungen leichter reparieren und weiterverwenden lässt und vor allem leicht dem Recycling zugeführt werden kann. Die Oberfläche wird hierbei nicht mit chemisch aufwändigen Lacken veredelt, sondern erhält durch eine Eloxatschicht einen langlebigen Korrosionsschutz und spart aufwändige Verarbeitung vor dem Recycling. Für die Anbauteile verwenden wir wiederum unlackierte Kunststoffe, die sich sortenrein trennen und ohne Eigenschaftsverlust wieder zu Rohmaterial verarbeiten lassen."

Besonders empfindliche oder beanspruchte Teile sollen außerdem nicht nur besonders widerstandsfähig konstruiert sein, sondern für den Fall der Fälle auch leicht auswechselbar sein. Jede/r Kund*in soll seinen Elektroroller nach einiger Zeit optisch immer wieder auf den Neuzustand bringen können, wenn er oder sie das möchte.

Recycling

Das Thema Recycling bezieht das Unternehmen bei der Entwicklung und Produktion ebenfalls mit ein: Beim Naon Zero-One sollen beispielsweise Abfallprodukte aus der Herstellung von Karbonteilen und das geschredderte Material gebrauchter Reifen eingesetzt werden.Umgekehrt achten sie bei den von ihnen eingesetzten Materialien auf die Trennbarkeit und die Nutzung von verlustfrei recyclebaren Rohstoffen.

Lokal entwickeln, lokal produzieren

Zum Thema lokale Produktion gibt Naon folgende Auskunft: "Insgesamt achten wir darauf, dass wir möglichst kurze Logistikketten für unsere erste Produktion im Großraum München aufbauen, also lokale Partner finden. Besonders bei den Batterien sind wir dabei, ein Kreislaufsystem mit Altbatterien aufzubauen, um die wertvollen Ressourcen und die aufwändige Herstellung möglichst gut zu nutzen und am Ende des Batterielebens auch vor dem Hochofen zu bewahren."

Fazit

Schon seit einiger Zeit fällt auf, dass mit der Komponente "Elektro" zu den bereits bekannten und funktionalen Konzepten, immer mehr neue Roller vorgestellt werden, die bewusst aufzeigen, dass es auch in dieser Fahrzeugklasse nicht nur um Funktionalität und günstige Preise gehen muss. Ein moderner Rollerfahrer kann einen hohen ästhetischen Anspruch an sein Gefährt haben – und ist immer öfter auch bereit, den Preis dafür zu zahlen. Am Ende ist das zwar immer individuelle Geschmackssache, unabhängig davon ist Vielfalt aber auf jeden Fall zu befürworten.

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