Suzuki Hayabusa mit 650 PS. Becci Ellis Photography
Suzuki Hayabusa mit 650 PS.
Suzuki Hayabusa mit 650 PS.
Suzuki Hayabusa mit 650 PS.
Suzuki Hayabusa mit 650 PS. 6 Bilder

Suzuki Hayabusa mit 650 PS

Extrem-Rekord-Motorrad steht zum Verkauf

Ein Motorrad mit 650 PS? Richtig gehört: Mick Ellis von BDR Performance Engineering hat eine solche Suzuki Hayabusa auf die Räder gestellt, die nun zum Verkauf steht.

Ursprünglich wurde die hier vorgestellte Suzuki Hayabusa aufgebaut, um den Landgeschwindigkeitsrekord zu brechen. Um dieses Ziel anzugehen, hat Mick Ellis von BDR Performance Engineering jede Menge Modifikationen am japanischen Power-Bike vorgenommen. Nach den Anpassungen bringt die nun turboaufgeladene Hayabusa satte 650 PS auf das Datenblatt. Für alle Umbaumaßnahmen benötigte Ellis nach eigenen Aussagen zwei Jahre. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen. Beim Rekordversuch, bei dem übrigens Micks Frau Becci das Steuer übernahm, erzielte das umgebaute Suzuki-Power-Bike eine Höchstgeschwindigkeit von enormen 425 km/h. Damit wurde Becci im August 2014 zur schnellsten Frau auf einem Motorrad. Sie übertraf den vorherigen Rekord um satte 32 km/h.

GT35 von Garrett sorgt für Leistungssprung

Mick Ellis entschied sich dafür als Basismodell eine Hayabusa der ersten Generation zu verwenden. Um die enorme Leistungssteigerung zu bewerkstelligen, wurde der Motor mit einem Turbomodul des Herstellers Garrett aufgewertet. Für den Rekordversuch wurde das Bike mit 119 oktanigem Sprit betankt. Auch sonst musste der Customizer aus England nahezu jedes Bauteil, beispielsweise Ölfilter, Kolben und Zylinderköpfe, Benzinpumpe, Kühler, das Getriebe oder die Auspuffanlage austauschen oder stark anpassen, um die Hayabusa, die in ihrer Urversion 175 PS leistet, auf 650 PS zu zu bekommen. Der Rahmen wurde von der originalen Hayabusa übernommen. Für Anpassungen an der Lenkgeometrie holte sich Ellis Unterstützung von John Warrington Motorcycles.

Suzuki Hayabusa mit 650 PS.
Paul Fishwick Photography.
425 km/h brachte die umgebaute Hayabusa auf die Geschwindigkeitsmesser.

Einige Bauteile wie die Räder oder die hinteren Bremsen wurden dagegen vom Original übernommen. Auch die leicht modifizierte Gabel stammt aus der ursprünglichen Hayabusa. Die Schwinge wurde im Vergleich zum Orignal um knapp zehn Zentimeter verlängert. Entsprechend mussten auch einige andere Bauteile wie die Kette gegen Bauteile aus dem Drag-Racing-Sortiment ausgetauscht werden. Zudem entschied sich der britische Customizer vorne für neue Bremselemente aus dem Hause PFM Performance. Auch die Sitzbank, das Heck und die Frontverkleidung mussten modifiziert werden. Alle Anpassungen wurden übrigens in der heimischen Garage von Mick Ellis in Scunthorpe (England) vorgenommen.

Power-Bike sucht neuen Besitzer

Freilich wurde die 650-PS-Hayabusa nicht für den alltäglichen Einsatz auf der Straße konzipiert. Das primäre Einsatzgebiet des Power-Bikes ist nach Aussagen der Besitzer im „Land-Speed-Racing“ angesiedelt. Gute Neuigkeiten gibt es nun für alldiejenigen, die dieses Bike gerne in der eigenen Garage stehen haben möchten. Die umgebaute Hayabusa wird von ihren Besitzern derzeit zum Verkauf angeboten. 30.000 britische Pfund, umgerechnet also etwa 33.000 Euro, möchten Mick und Becci für den Drag-Racer haben. Interessenten können sich auf Facebook bei den Besitzern melden.

Fazit

Wer schon immer einmal Besitzer eines extrem leistungsstarken Zweirads sein wollte, hat nun die wahrscheinlich einzigartige Gelegenheit dazu. Ein günstiges Vergnügen ist die 650-PS-Hayabusa aber wenig überraschend nicht.

Suzuki Motorrad GSX 1300 R Hayabusa
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