08/2019, Triumph Daytona Moto2 765 Special Edition Triumph
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Triumph steigt in die BSB ein: Street Triple wird zum Supersport-Racebike

Triumph steigt in die BSB ein Street Triple wird zum Supersport-Racebike

Es ist offiziell. Triumph steigt 2021 in die britische BSB ein. In der Supersport-Kategorie wird der Hersteller das PTR-Team von Teamchef Simon Buckmaster unterstützen und den 765er-Triple auf die Rennstrecke bringen. 2022 hat man die Supersport-WM im Fokus.

Die Dorna als Ausrichter der Supersport-WM diskutiert bereits neue Motorenkonzepte für die WM ab 2022. Ducati wird ebenfalls in der BSB ein V2-Modell testen. Jetzt geht auch Triumph mit einem Dreizylinder an den Start.

Basis für das Racebike ist die aktuelle Street Triple, also ein Naked-Bike und kein Supersportler. Teamsponsor wird der chinesische Batteriehersteller Dynavolt. Ob hier schon Bande für ein kommendes Triumph-Elektromodell geknüpft werden?

Triumph Dynavolt Sponsor BSB
Triumph

Warum Triumph mit einem umgebauten Naked Bike an den Start geht und wie die neuen Triumph SSP-Bikes aussehen werden, verrät Steve Sargent, Chief Product Officer bei Triumph im Interview.

Steve Higgs, BSB Series Director und mitverantwortlich für die Zulassung des 765er-Motors in der BSB, gibt zudem einen Einblick in die Zukunft dieser "neuen" Klasse.

MOTORRAD: Steve, Triumph ist bereits Motorenausrüster der Moto2 WM. Dafür wurde der 765er-Motor umfangreich überarbeitet und dreht bis 14.000/Min. Wie wird das Triebwerk in der Supersport-Klasse aussehen?

Steve Sargent: Die Basis ist natürlich der Street Triple Motor, aber wir werden auch viele Teile des Moto2-Motors übertragen. Ich bin überzeugt, dass wir für die Klasse ein Paket schnüren können, mit dem wir konkurrenzfähig sein werden.

Triumph Street Triple RS Fahrbericht
Triumph
MOTORRAD: Und wie wird dieses Paket optisch aussehen?

Steve Sargent: Wir werden an die Basis der Street Triple eine bekannte Verkleidung montieren: Die der limitierten Daytona 765 Moto2.

MOTORRAD: Also kommt die Daytona zurück?

Steve Sargent: Nein, definitiv nicht. Wir haben damals gesagt, dass nach der limitierten Edition Schluss ist mit der Daytona in dieser Form ist und dabei bleibt es auch. Über mögliche andere Pläne kann ich natürlich auch nichts sagen.

MOTORRAD: Sind denn neben der SSP weitere Engagements geplant, etwa im Roadracing?

Steve Sargent: Wir haben natürlich eine enge Verbindung zur TT und dort schon sehr emotionale Erfolge gefeiert. Ob hier ein Engagement zustande kommt, hängt vor allem davon ab, ob die Regularien der Supersport-Klasse auch dort angepasst werden. Ich würde das also nicht ausschließen.

MOTORRAD: Stuart, ihr wagt mit der BSB dieses Jahr als Erste den Testlauf der Öffnung der SSP-Kategorie für größere Hubräume und steht nun vor der Aufgabe, den hubraumstärkeren Dreizylinder zu integrieren. Wie wird das möglich sein?

Stuart Higgs: Die Elektronik macht da heute viel möglich. Früher konnten wir nur die Drehzahl begrenzen oder das Gewicht einzelner Bikes anpassen, jetzt gibt es viel mehr Ansatzpunkte. Ich glaube, dass es extrem wichtig ist, verschiedene Motorenkonzepte in der Klasse zuzulassen, um sie vielseitiger und attraktiver zu machen. Deshalb werden wir das Balancing über die Einheitselektronik in der BSB bestmöglich steuern. Nach Triumph möchten wir weitere Hersteller für die Meisterschaft gewinnen.

MOTORRAD: Es ist längst überfällig, die Supersport-Klasse an den Markt anzupassen. Wie wird sich das Projekt in Großbritannien auf andere nationale Meisterschaften und die WM auswirken?

Stuart Higgs: Wir stehen natürlich im Austausch mit der FIM. Die BSB 2021 ist ein Testlauf für die WSSP 2022 und natürlich sollen die anderen Promoter der nationalen Meisterschaften nachziehen.

MOTORRAD: Es ist eine Premiere, dass mit der Street Triple ein Naked-Bike als SSP-Basis eingesetzt wird. Könnte das ein Vorbild für andere Hersteller werden?

Stuart Higgs: Es ist zu früh, um hier etwas Konkretes zu sagen, aber zum Beispiel Ducati hat schon ein SSP-nahes V2-Bike gezeigt. Wichtig ist, dass wir die Klasse dadurch beleben, sie nicht nur auf das Konzept 600er Vierzylinder zu beschränken. Ich glaube, das ist, was alle wollen. Die Leute am Fernseher wollen Vielfalt sehen.

Barni Racing Ducati Panigale V2 Test
Barni Racing
MOTORRAD: Das aktuell dominierende SSP-Bike, die Yamaha R6, wird nicht mehr homologiert und läuft aus. Ist die Öffnung des Reglements das Ende des 600er Vierzylinders im Rennsport?

Stuart Higgs: Nein, das ist eine Frage für die Hersteller. Es scheint aber so, als schrumpfe die Nachfrage nach diesem Konzept, deshalb müssen neue Sektionen erschlossen werden. Diesen Weg müssen wir im Racing weitergehen und so die Zukunft des Sports definieren.

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