Triumph TE-1 Elektromotorrad Triumph
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Triumph TE-1 Elektromotorrad 14 Bilder

Triumph Projekt TE-1: Erster Ausblick auf das Elektromotorrad

Triumph Projekt TE-1 Ausblick auf eine 180-PS-Speed-E

Triumph bekennt sich mit dem Projekt TE-1 zum Thema Elektromotorrad. Nach knapp zwei Jahren Forschung und Entwicklung gibt es jetzt einen ersten Ausblick.

Rein elektrisch angetriebene Motorräder stoßen bei vielen Motorradfahrern noch auf Skepsis. Zu wenig Reichweite, zu teuer, zu wenig Sound lauten nur einige Gründe für die Ablehnung. Dennoch steht auch die Zweiradbranche vor der elektrischen Revolution. Abgesehen von kleineren Anbietern, die bereits zahlreiche und nur E-Motorräder im Angebot haben, kann nur Harley-Davidson mit einem Elektromotorrad neben Verbrennern aufwarten.

In zwei Jahren zum Elektromotorrad

Mitte 2019 bekannte sich Triumph ganz klar zum Elektromotorrad und kündigte das Projekt TE-1 an. Ziel des auf zwei Jahre angelegten Projekts TE-1 war die Entwicklung von speziellen Technologien für elektrische Motorräder und innovativen, integrierten Lösungen in diesem Bereich. Als Partner mit dabei waren Williams Advanced Engineering, die Integral Powertrain Ltd. und die Warwick Manufacturing Group (WMG), eine Abteilung der Universität von Warwick. Unterstützt wurde das Projekt zudem von der britischen Regierung.

Triumph brachte in das TE-1-Projekt sein Wissen aus dem Motorradbau ein: Neben fortschrittlichem Chassis-Design und Ingenieurskunst besitzt Triumph ein breites Know-how im Bereich Fertigungstechnik. Williams Advanced Engineering entwickelt die Batterietechnologie in Leichtbauweise und Lösungen für deren Integration. Die Abteilung e-Drive der Integral Powertrain Ltd. liefert einen maßgeschneiderten Elektromotor mit hoher Leistungsdichte und einen Siliziumkarbid-Umrichter, die in einem gemeinsamen Motorengehäuse verbunden wurden. Von der Warwick Manufacturing Group der Universität von Warwick floss die Expertise zur Elektrifizierung mit ein. Mit Modellen und Simulationen, basierend auf zukünftigen Marktanforderungen, schlägt sie außerdem die Brücke von Forschung und Entwicklung hin zu kommerziellem Erfolg. Innovate UK ist eine Agentur der britischen Regierung zur Förderung von Wissenschafts- und Technologieprogrammen, die darauf abzielt, die britische Wirtschaft voranzubringen. Sie hat die Projektpartner unterstützt und finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt.

"Das Projekt Triumph TE-1 ist ein Teil unserer Strategie für E-Bikes. Auch in diesem Rahmen werden wir das liefern, was die Kunden von ihrem Triumph-Motorrad erwarten: die perfekte Balance aus Handling, Performance und Nutzerfreundlichkeit", erklärt Triumph-Boss Nick Bloor seinerzeit.

Optisch wie Speed Triple

Im März 2021 präsentiert das Projektteam die Früchte seiner Arbeit – und die haben es echt in sich. Schon rein optisch ist die TE-1 als echte Triumph zu erkennen. Die Linienführung, das Layout und die Einarmschwinge – ganz klar, hier steckt viel Speed Triple drin. Dass der Antrieb rein elektrisch erfolgt – kaum sichtbar.

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Mit harten Fakten halten sich die Projektpartner zurück, schlagen aber mächtig dicke Pflöcke ein: Die Batterie, die in ihrem Gehäuse auch die Steuereinheit integriert, soll alle Wettbewerber auf den Markt in Bezug auf Leistung und Energiedichte übertreffen. Der 15 kWh große Energiespeicher soll eine Spitzenleistung von 170 und eine Dauerleistung von 90 kW bringen. Zudem soll er leicht und kompakt ausfallen und – ganz wichtig – eine wegweisende Reichweite ermöglichen. Dennoch wurde die Leistungsabgabe so aggressiv wie möglich ausgelegt. Das 360-Volt-Bordsystem erlaubt Schnellladungen, die den Akku in 20 Minuten auf bis zu 80 Prozent wieder aufladen. Entwicklungspartner Williams bringt hier seine ganze Erfahrung aus der Formel E ein.

180 Elektro-Pferdchen

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Aufhorchen lassen die Motordetails. Der skalierbare Elektromotor leistet in der aktuellen Konfiguration 130 kW (das sind satte 180 Pferdchen), bringt dabei aber nur 10 Kilogramm auf die Waage. In die Steuerung integriert sind unter anderem eine Rekuperation sowie eine Traktionskontrolle. Batterie und Motor hat Triumph in einen neu entwickelten Alu-Rahmen gepackt. Der Heckrahmen wird angeschraubt. Die weitere Peripherie setzt auf bekannte Komponenten. USD-Gabel vorn, Zentralfederbein hinten, die Stopper kommen von Brembo.

In der jetzt folgenden Projekt-Phase drei soll der skizzierte Prototyp zu einem echten Bike mutieren. Phase 4 sieht dann die Umwandlung in ein Serien-Elektromotorrad vor. Einen Zeitplan für diese weiteren Schritte nennt Triumph aber nicht. Geht man von aktuell vorgelegten Tempo aus, könnte Ende 2023/Anfang 2024 die erste Elektro-Triumph über unsere Straßen rollen.

Triumph befragt Kunden

Als Basis für das Projekt TE-1 befragten die Briten bereits im Februar 2019 ihre Kunden per E-Mail über dieses Thema. Auf folgende Fragen sollten die Kunden antworten:

  • Sind Sie schon jemals ein Elektromotorrad gefahren?
  • Wie würden Sie diese Erfahrung auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten?
  • Besitzen Sie ein Elektromotorrad?
  • Was würde Sie vom Kauf eines Elektromotorrads abhalten?
  • Sollte Triumph ein elektrisch angetriebenes Motorrad bauen?

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Fazit

Mit Triumph geht ein weiterer großer Motorradhersteller das unausweichliche Thema Elektromotorrad an. Die bereits bekannten Daten lassen aufhorchen, die weiteren Zusicherungen erwecken Vorfreude und die ersten Skizzen lassen Triumph-Fans jubilieren. Unser Vorschlag: Macht daraus eine Speed-E.

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