Triumph TE-1 Elektromotorrad Triumph
Triumph TE-1 Elektromotorrad
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Triumph TE-1 Elektromotorrad 21 Bilder

Triumph Projekt TE-1: Elektromotorrad als Prototyp

Triumph Projekt TE-1 So kommt die 180-PS-Speed-E am 12. Juli

Triumph bekennt sich mit dem Projekt TE-1 zum Thema Elektromotorrad. Nach knapp drei Jahren Forschung und Entwicklung gibt es jetzt neue Einblicke. Der erste fahrfertige Prototyp steht auf seinen Rädern.

Rein elektrisch angetriebene Motorräder stoßen bei vielen Motorradfahrern noch auf Skepsis. Zu wenig Reichweite, zu teuer, zu wenig Sound lauten nur einige Gründe für die Ablehnung. Dennoch steht auch die Zweiradbranche vor der elektrischen Revolution. Abgesehen von kleineren Anbietern, die bereits zahlreiche und nur E-Motorräder im Angebot haben, kann nur Harley-Davidson mit einem Elektromotorrad neben Verbrennern aufwarten.

In zwei Jahren zum Elektromotorrad

Mitte 2019 bekannte sich Triumph ganz klar zum Elektromotorrad und kündigte das Projekt TE-1 an. Ziel des auf zwei Jahre angelegten Projekts TE-1 war die Entwicklung von speziellen Technologien für elektrische Motorräder und innovativen, integrierten Lösungen in diesem Bereich. Als Partner mit dabei waren Williams Advanced Engineering, die Integral Powertrain Ltd. und die Warwick Manufacturing Group (WMG), eine Abteilung der Universität von Warwick. Unterstützt wurde das Projekt zudem von der britischen Regierung.

Triumph TE-1 Elektromotorrad
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Erste Designskizze.

Triumph brachte in das TE-1-Projekt sein Wissen aus dem Motorradbau ein: Neben fortschrittlichem Chassis-Design und Ingenieurskunst besitzt Triumph ein breites Know-how im Bereich Fertigungstechnik. Williams Advanced Engineering entwickelt die Batterietechnologie in Leichtbauweise und Lösungen für deren Integration. Die Abteilung e-Drive der Integral Powertrain Ltd. liefert einen maßgeschneiderten Elektromotor mit hoher Leistungsdichte und einen Siliziumkarbid-Umrichter, die in einem gemeinsamen Motorengehäuse verbunden wurden. Von der Warwick Manufacturing Group der Universität von Warwick floss die Expertise zur Elektrifizierung mit ein. Mit Modellen und Simulationen, basierend auf zukünftigen Marktanforderungen, schlägt sie außerdem die Brücke von Forschung und Entwicklung hin zu kommerziellem Erfolg. Innovate UK ist eine Agentur der britischen Regierung zur Förderung von Wissenschafts- und Technologieprogrammen, die darauf abzielt, die britische Wirtschaft voranzubringen. Sie hat die Projektpartner unterstützt und finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt.

"Das Projekt Triumph TE-1 ist ein Teil unserer Strategie für E-Bikes. Auch in diesem Rahmen werden wir das liefern, was die Kunden von ihrem Triumph-Motorrad erwarten: die perfekte Balance aus Handling, Performance und Nutzerfreundlichkeit", erklärt Triumph-Boss Nick Bloor seinerzeit.

Optisch wie Speed Triple

Im März 2021 präsentiert das Projektteam die ersten Früchte seiner Arbeit – und die haben es echt in sich. Schon rein optisch ist die TE-1 als echte Triumph zu erkennen. Die Linienführung, das Layout und die Einarmschwinge – ganz klar, hier steckt viel Speed Triple drin. Dass der Antrieb rein elektrisch erfolgt – kaum sichtbar.

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Mit harten Fakten halten sich die Projektpartner zurück, schlagen aber mächtig dicke Pflöcke ein: Die Batterie, die in ihrem Gehäuse auch die Steuereinheit integriert, soll alle Wettbewerber auf dem Markt in Bezug auf Leistung und Energiedichte übertreffen. Der 15 kWh große Energiespeicher soll eine Spitzenleistung von 170 und eine Dauerleistung von 90 kW bringen. Zudem soll er leicht und kompakt ausfallen und – ganz wichtig – eine wegweisende Reichweite ermöglichen. Dennoch wurde die Leistungsabgabe so aggressiv wie möglich ausgelegt. Das 360-Volt-Bordsystem erlaubt Schnellladungen, die den Akku in 20 Minuten auf bis zu 80 Prozent wieder aufladen. Der Ladeanschluss sitzt unter einer Carbon-Abdeckung in der Tankattrappe. Entwicklungspartner Williams bringt hier seine ganze Erfahrung aus der Formel E ein.

180 Elektro-Pferdchen

Aufhorchen lassen die Motordetails. Der skalierbare Elektromotor leistet in der aktuellen Konfiguration 130 kW (das sind satte 180 Pferdchen), bringt dabei aber nur 10 Kilogramm auf die Waage. In die Steuerung integriert sind unter anderem eine Rekuperation sowie eine Traktionskontrolle. Batterie und Motor hat Triumph in einen neu entwickelten Alu-Rahmen gepackt. Der Heckrahmen wird angeschraubt. Die weitere Peripherie setzt auf bekannte Komponenten. USD-Gabel vorn, Zentralfederbein hinten, die Stopper kommen von Brembo.

2022: Der Prototyp steht und fährt

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Die Technik ist weitestgehend finalisiert.

In der im Februar 2022 abgeschlossenen Projekt-Phase drei wurde aus dem skizzierten Prototyp ein echtes, fahrfertiges Bike. Der jetzt vorgestellte Demonstrationsprototyp zeigt das finale Chassis, einschließlich Rahmen und Heckrahmen, Cockpit, Verkleidungsteilen und Rädern, das finale Antriebssystem einschließlich Getriebe und Gates Carbon-Riemenantrieb, Elektronik, Öhlins-USD-Cartridge-Gabel sowie eine neue, einzigartige Öhlins-Hinterradaufhängung, Brembo M4-Monoblock-Bremssättel sowie die von Triumph entwickelte Steuersoftware. Ebenfalls als final deklarieren die Briten den von Williams entwickelten Akku mit integrierter Kühlung sowie dem skalierbaren integrierten Wechselrichter.

In der nun anstehenden Projektphase 4, die auf sechs Monate angesetzt ist, steht die Umwandlung des Prototyps in ein Serien-Elektromotorrad vor. Auf dem Rollenprüfstand will man die unter anderem die Kalibrierung der Gasannahme verfeinern, das Performance-Mapping des Antriebsstrangs optimieren, Leistungs- und Drehmomentabgabe anpassen, Reichweite und Batterieverbrauch bewerten, Fahrmodis entwickeln, die Softwarefunktionen validieren und den Antriebsstrang thermisch optimieren. Natürlich muss sich die Triumph TE-1 auf der Straße bewähren. Hier sind umfangreiche Fahrversuche vorgesehen.

Nach derzeitiger Planung will Triumph die TE-1 am 12. Juli der Öffentlichkeit mit den endgültigen Spezifikationen vorstellen. Erste Tests durch Fachmedien sollen dann möglich sein. Über unsere Straßen rollen könnte die erste Elektro-Triumph damit Ende 2023/Anfang 2024.

Triumph befragt Kunden

Als Basis für das Projekt TE-1 befragten die Briten bereits im Februar 2019 ihre Kunden per E-Mail über dieses Thema. Auf folgende Fragen sollten die Kunden antworten:

  • Sind Sie schon jemals ein Elektromotorrad gefahren?
  • Wie würden Sie diese Erfahrung auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten?
  • Besitzen Sie ein Elektromotorrad?
  • Was würde Sie vom Kauf eines Elektromotorrads abhalten?
  • Sollte Triumph ein elektrisch angetriebenes Motorrad bauen?

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Fazit

Mit Triumph geht ein weiterer großer Motorradhersteller das unausweichliche Thema Elektromotorrad an. Die bereits bekannten Daten lassen aufhorchen, die weiteren Zusicherungen erwecken Vorfreude und die ersten Skizzen lassen Triumph-Fans jubilieren. Unser Vorschlag: Macht daraus eine Speed-E.

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