Neue Kawasaki Versys 900 im Vergleich: Diese Crossover wird die 900er-Versys aufmischen

Neue Kawasaki Versys 900 im Vergleich
Diese Crossover wird die 900er-Versys aufmischen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 20.10.2026
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Kawasaki Versys 900 und Versys 900 SE (2027)
Foto: Kawasaki Motors

Kawasaki Versys 900: 4 Zylinder, 122 PS

Dass die für 2027 neu präsentierte Kawasaki Versys 900 den Vierzylinder-Motor von der Z 900 übernimmt, ist naheliegend. Überraschend ist hingegen die Ausstattungsoffensive mit Radarsensoren an Front und Heck samt den entsprechenden Assistenzsystemen. Andererseits muss hier ein Quickshifter genügen, und das Fahrwerk ist "nur" manuell einstellbar.

Eckdaten: 4 Zylinder, 948 Kubik, 122 PS (89,5 kW) bei 9.500/min, 97 Nm bei 8.000/min, noch keine Angaben zum Gewicht (20 Liter Tankvolumen). Preis: ab 13.270 Euro (inklusive Liefernebenkosten).

Kawasaki Versys 900

Kawasaki Versys 1100: 4 Zylinder, 135 PS

Aus der Kawasaki Versys 1000 ist inzwischen die Versys 1100 geworden. Doch auch als 1100er beeindruckt die Versys nicht mit extremer Spitzenleistung, sondern mit konzeptgerechter, also gleichmäßiger und durchzugstarker Motorabstimmung. Umso sinnvoller erscheint das bei über 250 Kilogramm Fahrzeuggewicht – trotz Aluminium-Rahmen. Ein Quickshifter ist Standard, Kurvenlicht ist hier seitlich in der Frontverkleidung integriert, und beim SE-Modell ist das Fahrwerk elektronisch geregelt.

Eckdaten: 4 Zylinder, 1.099 Kubik, 135 PS (99 kW) bei 9.000/min, 112 Nm bei 7.600/min, 257 kg fahrbereit, 21 Liter Tankvolumen. Preis: ab 15.920 Euro (inklusive Liefernebenkosten).

Kawasaki Versys 1100

Honda CB 1000 GT: 4 Zylinder, 150 PS

Insbesondere für Honda ist das Preis-Leistung-Verhältnis der CB 1000 GT herausragend, aus der Perspektive der Konkurrenten geradezu aggressiv: Für unter 15.000 Euro gibt’s hier einen Vierzylinder mit 150 PS spitzer Leistung. Sogar elektronisch geregeltes Fahrwerk und Seitenkoffer sind inklusive. Und trotzdem bleibt die Crossover-Honda unter 250 Kilo. Ein Quickshifter ist Standard.

Eckdaten: 4 Zylinder, 1.000 Kubik, 150 PS (110 kW) bei 11.000/min, 102 Nm bei 8.750/min, 241,5 kg fahrbereit mit Seitenkoffern, 21 Liter Tankvolumen. Preis: ab 14.429 Euro (inklusive Seitenkoffer und Liefernebenkosten).

Honda CB 1000 GT - erster Fahr-Test

Suzuki GSX-S 1000 GX: 4 Zylinder, 152 PS

Mit 152 PS ist die Suzuki GSX-S 1000 GT das stärkste Crossover-Modell in diesem Vergleich "zwischen knapp 100 PS und 150 PS", den sie somit um 2 PS dehnt. Ein elektronisch geregeltes Fahrwerk baut Suzuki hier ebenfalls ein, wie Honda – allerdings viel teurer, und Seitenkoffer kosten obendrein extra. Ironischerweise fällt das Preis-Leistung-Verhältnis der beiden Marken im Vergleich genau andersherum aus als bisher üblich. Ein Quickshifter ist auch hier Standard.

Eckdaten: 4 Zylinder, 999 Kubik, 152 PS (112 kW) bei 11.000/min, 106 Nm bei 9.250/min, 232 kg fahrbereit, 19 Liter Tankvolumen. Preis: ab 16.179 Euro (inklusive Liefernebenkosten).

Suzuki GSX-S 1000 GX im Top-Test

Yamaha Tracer 9: 3 Zylinder, 119 PS

Zwar mit 3 statt 4 Zylindern, aber ansonsten mit sehr ähnlichen Eckdaten ist die Yamaha Tracer 9 wohl die maßgebliche Referenz bei der Entwicklung der neuen Kawasaki Versys 900 gewesen. Wobei Yamaha alle Tracer-9-Käufer in Deutschland mittlerweile zwangsbeglückt: Hierzulande muss es nämlich mindestens die Ausstattungsvariante GT sein, mit Funkschlüssel, kameragesteuertem Matrix-LED-Scheinwerfer, elektrisch einstellbarer Windschutzscheibe und elektronisch geregeltem Fahrwerk. Optional serviert Yamaha dazu die Schalt-Automatik Y-AMT anstelle des einfachen Quickshifters. Auf diesem überragenden Niveau liegt allerdings auch das Preisgefüge. Als Tracer 9 GT+ – mit Radar-System, Reifenluftdruck-Anzeige, und heizbaren Griffen – kostet die Crossover-Yamaha über 19.000 Euro.

Eckdaten: 3 Zylinder, 890 Kubik, 119 PS (87,5 kW) bei 10.000/min, 93 Nm bei 7.000/min, 231 kg fahrbereit (ohne Koffer), 19 Liter Tankvolumen. Preis: ab 16.119 Euro (Tracer 9 GT, inklusive Seitenkoffer und Liefernebenkosten).

Yamaha Tracer 9 GT+ - erster Fahr-Test

Triumph Tiger Sport 800: 3 Zylinder, 115 PS

Ebenfalls konzeptionell nah an der neuen Kawasaki Versys 900 und umso näher an der Yamaha Tracer 9 ist die Triumph Tiger Sport 800 . Zugunsten eines möglichst günstigen Preises verzichtet Triumph auf allzu viel Ausstattung und Elektronik. Einstellbares Fahrwerk (manuell), schräglagensensibles ABS, Quickshifter und Connectivity sind auch hier Standard.

Eckdaten: 3 Zylinder, 798 Kubik, 115 PS (85 kW) bei 10.750/min, 84 Nm bei 8.500/min, 214 kg fahrbereit, 18,5 Liter Tankvolumen. Preis: ab 12.445 Euro (inklusive Liefernebenkosten).

Triumph Tiger Sport 800 im Top-Test

BMW F 900 XR: 2 Zylinder, 105 PS

Mit nur 2 Zylindern kommt die BMW F 900 XR immerhin über 100 PS, mit unter 220 Kilo ist sie dazu relativ leicht und entsprechend sportlich. Auch preislich zeigt sie sich gegenüber Crossover-Einsteigern freundlich, zumal für BMW-Verhältnisse. Allerdings gilt das nur eingeschränkt: für die einfarbige Standard-Ausführung mit Grundausstattung, die immerhin ein großes Display mit Connectivity, adaptives Kurvenlicht, schräglagensensible Assistenzsysteme und heizbare Griffe umfasst. Extra kosten hier der Schaltassistent (Quickshifter), das elektronisch einstellbare Fahrwerk und der Hauptständer. Weit oberhalb der F 900 XR hat BMW die S 1000 XR positioniert (170 PS, ab 19.850 Euro).

Eckdaten: 2 Zylinder, 895 Kubik, 105 PS (77 kW) bei 8.500/min, 93 Nm bei 6.750/min, 216 kg fahrbereit, 15,5 Liter Tankvolumen. Preis: ab 12.300 Euro (zuzüglich Liefernebenkosten).

BMW F 900 R und BMW F 900 XR (2025)

KTM 890 SMT: 2 Zylinder, 105 PS

Prinzipiell gleich wie die BMW F 900 XR, aber markentypisch noch etwas sportlicher ausgerichtet ist die KTM 890 SMT . Ebenfalls mit 105 PS starkem Reihenzweizylinder und mit nur 206 Kilo ist die KTM erwartungsgemäß die Leichteste in diesem Vergleich. Vergleichsweise spartanisch fällt die Grundausstattung aus, immerhin mit (manuell) einstellbarem Fahrwerk, TFT-Display samt Connectivity sowie schräglagensensiblen und einstellbaren Assistenzsystemen samt speziellem Supermoto-Modus. Quickshifter und Tempomat sind optional verfügbar.

Eckdaten: 2 Zylinder, 889 Kubik, 105 PS (77 kW) bei 8.000/min, 100 Nm bei 6.500/min, 206 kg fahrbereit, 15,8 Liter Tankvolumen. Preis: 14.485 Euro (inklusive Liefernebenkosten).

KTM 890 SMT - erster Fahr-Test

Benelli TRK 902 Stradale: 2 Zylinder, 93 PS

Bis auf die Onroad-Räder im Format 17 Zoll ist die Benelli TRK 902 Stradale im Wesentlichen identisch mit ihrer Enduro-Schwester namens Xplorer. In diesem Crossover-Vergleich ist sie mit unter 100 PS zwar die Schwächste, aber dafür auch mit unter 10.000 Euro – sogar unter 9.000 Euro – die mit Abstand Preisgünstigste. Entsprechend karg ist die Ausstattung der Benelli made in China. Immerhin: (manuell) einstellbare Fahrwerkskomponenten von Marzocchi und Bremsen von Brembo.

Eckdaten: 2 Zylinder, 904 Kubik, 93 PS (68,5 kW) bei 9.000/min, 90 Nm bei 6.500/min, 230 kg ohne Sprit, 21 Liter Tankvolumen. Preis: 8.790 Euro (zuzüglich Liefernebenkosten).

Benelli TRK 902 Xplorer und Stradale - Fahr-Test

Fazit