Neuheit: BMW K 1600 GTL

Schiffsmeldungen

Foto: bmh-images

BMW K 1600 GTL. In und um die bayerische Metropole kreuzen derzeit dicke Dampfer, denn BMW renoviert seine Luxusflotte. Doch die wurde noch vor den Herbstmessen vom Erlkönig-Jäger gesichtet.

B wie „Bagger“ – große Vorderräder, nach hinten flach abfallende Linien. Dieser Trend schwappte wie alles aus den USA irgendwann über den Atlantik und wurde jetzt ganz offensichtlich sogar bis tief ins deutsche Motorradbefinden, also nach Bayern, gespült. BMW baut einen Bagger – wer hätte das noch vor ein paar Jahren gedacht? Aber die Münchner machen zwar irgendwie mit-, aber dann doch alles anders.

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Los geht das schon mit der bayerischen Bagger-Basis: Nicht ein rumpelnder Zweizylinder, sondern ein geschmeidiger, bärenstarker Reihensechser werkelt im Maschinenraum. Und in der eigenwilligen Duolever-Vorderradführung dreht keineswegs ein riesiges 23er-, sondern ein stinknormales 17-Zoll-Rad seine Runden – Bagger auf bayerisch. Das bedeutet also vor allem optische Elemente wie die flachen, schräg nach vorn oben zulaufenden Koffer und eine radikal gekappte Windschutzscheibe, die gerade so die Oberkante der Rückspiegel erreicht. Und Bagger auf bayerisch bedeutet auch zwei ellenlange, flach verlaufende Schalldämpfer. Vertikal eingebaut würden die Rohre jedem Ozeandampfer als Schornsteine Ehre machen.

Diese fetten Auspuffe sind natürlich auf den Bildern unschwer zu erkennen. Gar nicht zu erkennen ist die technische Ausstattung. Es ist die der renovierten K 1600-Baureihe für 2017, zu der auch die neue GTL gehört.

Daher gilt es zu spekulieren. Man braucht aber kein Prophet zu sein, um vorauszusagen, dass Euro 4 den mächtigen Sechszylinder nicht eine einzige Pferdestärke kosten wird. 160 PS und ein Drehmomentplateau rund um die 175 Newtonmeter – das werden die gelassenen Eckdaten sowohl im Bagger als auch im Supertourer GTL bleiben. Wobei die Bayern nicht einmal das Schalldämpfervolumen der K 1600 GTL ändern mussten. Bis auf schwarze statt bisher silberne Endkappen bleibt alles, wie es war. Eindeutiger sind die Änderungen im Bereich der Verkleidung, die vor allem seitlich nicht mehr so glattflächig, sondern deutlich organischer ausfällt. Außerdem scheinen insbesondere die oberen Verkleidungsteile weiter nach hinten gezogen, um den ohnehin guten Windschutz nochmals zu verbessern. Die wirklich entscheidenden Änderungen jedoch werden sich vermutlich unter der Verkleidung abspielen. Wo, wenn nicht in einem Super-duper-Luxusdampfer würde wohl ein serienmäßiges semiaktives Fahrwerk Sinn machen, um auch die letzten (Boden-)Wellen glattzubügeln? Und wo, wenn nicht weit entfernt der Heimat muss ein Notruf schnell und effektiv abgesetzt werden? Ecall, das haben die Münchner bereits angekündigt, wird in einigen Modellen zur Sonderausstattung gehören. Wetten, dass die neuen K 1600-Modelle dabei sind?

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