Honda CB 900 F NCT Motorcycles Peter Pegam/NCT Motorcycles
Honda CB 900 F NCT Motorcycles
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Honda CB 900 F NCT Motorcycles 18 Bilder

Honda CB 900 F Umbau von NCT Motorcycles

Honda CB 900 F Umbau Mehr Dampf, mehr Dämpfung

Honda Motor und Ducati Fahrwerk. Eine leistungsstarke Kombination. NCT Motorcycles baut die Einarmschwinge einer Monster und 130 PS in eine CB 900 F.

Als Honda die CB 900 F vor über 40 Jahren auf der IFMA zu Köln vorstellt, ist sie gelinde gesagt brachial. Der Motor direkt aus den berühmtem Bol d'Or Gewinner-Krädern auf Straße entwickelt. 901 Kubik, 16 Ventile und 95 PS. Krasser sind damals nur noch Sechszylinder und ihr üppiges Mehrgewicht. Ein Kultmotor heute, ein feuchter Traum damals. Leider kamen selbst 1978 nicht immer alle Pferde wirklich an und nach heutigem Maßstab ist ein Fahrwerk dieser Ära – diplomatisch – Verbesserung würdig. Was braucht es also: mehr Dampf und mehr Dämpfung. NCT Motorcycles aus Feldkirchen in Kärnten macht sich dran.

Auf 130 PS mit klassischem Tuning

Honda CB 900 F NCT Motorcycles
Peter Pegam/NCT Motorcycles
Gute 8.000 Euro nur an Material gingen in den Motor allein. Herausgekommen sind 980 Kubik und echte 130 PS am Hinterrad. 40 bis 50 Pferde mehr als die Serie real hatte.

Gut 8.000 Euro später ist das Thema Dampf als erfüllt zu betrachten. Der vormals 901 Kubik große Reihenvierer der CB 900 F ist auf 980 Kubik aufgebohrt, erleichtert, feingewuchtet. Zutaten Schmiedekolben, Schmiedepleuel, Rennnocken, größere Ventile, Keihin-Rundschieber, offene Filter und eine ebenso offene Auspuffanlage. Klassisches Tuning der Mechanik. Grundsätzlich herrlich. Ergebnis: Waren zuvor einige der serienmäßigen 95 PS bisweilen zwischen Kupplung und Getriebe versteckt, zerren jetzt echte – mitschreiben – 130 PS am Hinterrad.

Honda CB 900 F NCT Motorcycles
Peter Pegam/NCT Motorcycles
Wo 130 PS rauskommen, muss auch was rein: Feine Rundschieber von Keihin mit Einzelfilter von K&N, auch die Gehäuseentlüftungsfilter darunter finden Gefallen.

Ducati spendiert Einarmschwinge

Für den Anforderung Dämpfung und um den Unterschied darzustellen steht eine Ducati Monster 1100 Evo als Spender für das Fahrwerk parat. Vor allem die charakteristische Einarmschwinge soll stilprägend an die Honda angepasst werden. Dafür wird der komplette Heckrahmen entfernt und der Hauptrahmen für die neue, außermittige Federbeinaufnahme für mehr Stabilität zwischen den Rahmenschleifen querverstrebt. Weiterhin wird der Rahmen mit einer kräftigen X-Strebe über den Vergaser verstärkt. Den neuen Heckrahmen baut NCT aus Rohren wieder auf, das Federbein der Ducati bleibt erhalten. Ebenso wie der gesamte Endantrieb, Bremse und Felge der Monster. Ein ähnliches Bild malt sich am vorderen Ende der Duc-Honda. Eine Showa-USD-Gabel wird mit den originalen Gabelbrücken der Ducati an den Lenkkopf der Honda angepasst, weiterhin werden die Felge vorn und die Brembo-Bremse der Ducati weiterverwendet.

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Schwinge, Felge, Federbein, Bremse: Alles von der Ducati Monster 1100 Evo übernommen und aufwändig in den Honda-Rahmen implantiert.

Teile aus dem 3D-Drucker

Komplett neu und einzigartig indes sind der neue Höcker und Tank, die jeweils aus Aluminiumblech handgefertigt sind und die neue Lampenverkleidung, die NCT per 3D-Druck herstellt. Für die aufwändigen Blecharbeiten holt sich NCT Hilfe bei den slowenischen Kollegen von ER Motorcycles. Allein in den Tank fliesen 200 Arbeitsstunden. Neben der Lampenverkleidung kommt auch die Halterung des Motogadget Instruments aus dem Drucker bei NCT. An dieses Instrument werden weitere Elektrokomponenten von Motogadget montiert. Mikrotaster, Blinker, Zündschloss werden in mittels der Motogadget M-Unit als Can-Bus neu aufgebaut. So können alle Komponenten per App konfiguriert und das Motorrad per Key-Less-Go gestartet werden.

Ergänzt wird das neue Cockpit von LSL-Stummeln sowie einer schicken Bremspumpe von Spiegler. Die Straßenzulassung für allerlei Fahrspaß in und um Salzburg herum ist erreicht, auch wenn die dazu nötigen Spiegel und auch das Kennzeichen im heurigen Winter noch fehlen.

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Peter Pegam/NCT Motorcycles
Kommandozentrale in schlank: Gabelbrücke von der Monster mit LSL-Stummeln, Motogadget Motoscope Instrument und Scheinwerferverkleidung aus dem 3D-Drucker von NCT Motorcycles.

Fazit

Stell nie die Sinnfrage bei einem Custombike. Wirtschaftlich ist das weder zu erklären noch zu relativieren. Solche Umbauten wie von NCT sind stilistisch ganz nah an der Grenze zur Kunst, handwerklich weit darüber und in Summe einfach nur schön.

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