Bell Broozer. Arturo Rivas.

Bell Broozer

Modularhelm im Praxistest

Mit dem Broozer bietet Helmspezialist Bell ein neues Modell an, welches sich ohne großen Aufwand von einem Jet- zu einem Integralhelm umfunktionieren lässt. Wie schlägt sich der Modularhelm im ersten Test?

Da ist sie, Bells neuste Antwort auf den fortwährenden Trend der Neo-Retro-Bikes. Irgendwie modern, doch irgendwie auch klassisch, passt der Bell Broozer gut in dieses Segment. Selbstverständlich haben wir ihn nicht nur beim Café-Racer-Kränzchen getestet: Der mit 1.380 Gramm relativ leichte Helm macht einen wertigen Eindruck, lässt sich jedoch schwer aufsetzen.

Kinnteil fällt relativ kurz aus

Einmal übergestülpt, fällt dann – je nach Nasenlänge – das relativ kurze Kinnteil auf. Zum Glück ist dieses abnehmbar und macht aus dem Integralhelm dann ratzfatz einen homologierten Jethelm. Die Hebel hierfür sind relativ klein, aber leichtgängig – nicht so am Visier. Dieses hat zwar an beiden Seiten eine Zacke zum Greifen, das funktioniert aber auch nur, wenn man beide gleichzeitig zieht. Mal eben zum Visier-Heben beide Hände vom Lenker nehmen? Keine besonders gute Idee.

Ansonsten kommt der Helm mit zwei Belüftungsreglern, Anti-Beschlag-Scheibe und zusätzlichem dunklen Visier. Käufer können zwischen den Größen S bis XXL wählen. Zu haben ist der Bell Broozer ab 259,99 Euro. Käufer haben die Wahl zwischen fünf verschiedenen Farbvarianten wählen – dabei sind alle Versionen aber eher dunkel gehalten. Wer eher auf bunte Designs steht, wird beim Broozer vorerst nicht fündig. Gut möglich, dass Bell hier allerdings in naher Zukunft mit neuen Designs nachlegen wird.

Positiv aufgefallen: Großes Sichtfeld, abnehmbares Kinnteil

Negativ aufgefallen: Enger Einstieg, Visierverriegelung

Größen: S bis XXL.

Preis: 259,99 Euro

MOTORRAD-Bewertung: 3,5 Sterne von möglichen 5

Fazit

Wer auf der Suche nach einem wandelbaren Motorradhelm ist, der sich je nach Bedarf als Jet- oder Integralhelm verwenden lässt, könnte beim Bell Broozer an der richtigen Adresse sein. Besonders das große Sichtfeld konnte im ersten Test überzeugen. Der Einstieg ist allerdings nicht ganz einfach.

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