Guinness Weltrekord: Zero DS schafft 436,5 km mit einer Batterieladung

Zero Motorcycles holt Guinness Weltrekord
436,5 Kilometer mit einer Batterieladung

ArtikeldatumVeröffentlicht am 15.10.2026
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436,5 Kilometer ohne Ladestopp

Die Zero DS hat einen neuen Guinness-Weltrekord aufgestellt. Das Elektromotorrad fuhr in Südfrankreich 436,5 Kilometer mit einer einzigen Batterieladung. Damit übertraf es die bisherige Bestmarke von 310,689 Kilometer um 125,8 Kilometer – ein Plus von über 40 Prozent.

Guinness World Records prüfte und bestätigte die Rekordfahrt unabhängig. Die gesamte Strecke wurde per GPS dokumentiert. Gefahren wurde ausschließlich auf öffentlichen Straßen. Die Route führte aus den französisch-italienischen Alpen über Bergpässe, Landstraßen, Städte und Dörfer bis ans Mittelmeer.

Serienmotorrad mit Power Tank

Zum Einsatz kam eine serienmäßige Zero DS, ausgestattet mit dem optionalen Power Tank (in Deutschland ab 3.595 Euro erhältlich). Die Batterie bietet ab Werk 15,6 kWh Kapazität, der Power Tank erhöht diese um 3,6 kWh auf insgesamt 19,2 kWh.

Zero gibt für die DS eine Reichweite von bis zu 249 Kilometer im Stadtverkehr an. Die 436,5 Kilometer des Rekordversuchs liegen weit darüber. Laut Zero ermöglichten eine vorausschauende Fahrweise, niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit und effiziente Rekuperation die außergewöhnliche Distanz.

Zusätzliche Batterien oder technische Modifikationen kamen nicht zum Einsatz. Die Zero DS fuhr mit Serienreifen und dem vorgesehenen Reifendruck.

Zero DSR im MOTORRAD-Pendlertest

Reichweiten-Rekord der Zero DS

  • Distanz: 436,5 Kilometer
  • Batteriekapazität: 19,2 kWh mit Power Tank
  • Bisheriger Rekord: 310,689 Kilometer
  • Verbesserung: 125,8 Kilometer (über 40 Prozent)
  • Route: französisch-italienische Alpen bis zur Mittelmeerküste
  • Strecke: öffentliche Straßen
  • Prüfung: unabhängig bestätigt durch Guinness World Records

Rekordfahrt bei durchschnittlich 52 km/h

Die Route wurde auf eine konstante und energieeffiziente Fahrweise ausgelegt. Autobahnen blieben außen vor, stattdessen führte die Strecke über Neben- und Départementstraßen. Auf Bergabpassagen nutzte der Fahrer Jelle Verstaen die Rekuperation, um beim Bremsen Energie zurückzugewinnen. Auf den flacheren Abschnitten Richtung Küste hielt er eine gleichmäßige Geschwindigkeit.

Die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit lag bei etwa 52 km/h, soweit es Straßenverhältnisse und Tempolimits erlaubten. Die letzten 100 Kilometer wurden zur Herausforderung: Bis zur Camargue blieb das Wetter trocken, dann geriet die Gruppe in ein heftiges Unwetter mit starkem Regen.

3 Zero-Modelle übertreffen alten Rekord

Der Rekordversuch beschränkte sich nicht auf die Zero DS. Drei Fahrer starteten auf serienmäßigen Zero-Motorrädern – alle übertrafen die alte Bestmarke von 310,689 Kilometer.

Louis Renaud, zunächst als unabhängiger Zeuge dabei, entschied sich spontan, mit seiner eigenen Zero SR/S teilzunehmen. Nach 350 Kilometern beendete er die Fahrt mit vier Prozent Restladung.

Jenny Brookes, Senior Global Brand Manager bei Zero Motorcycles, fuhr eine serienmäßige DSR/X und erreichte 384 Kilometer, bevor die Batterie leer war.

Was sagt der Rekord über die Praxis aus?

Die Rekordfahrt zeigt, welches Reichweitenpotenzial Elektromotorräder haben, wenn Geschwindigkeit, Streckenprofil und Fahrweise auf Effizienz abgestimmt sind. Besonders bei konstantem Tempo und wenigen Brems- und Beschleunigungsvorgängen sinkt der Energieverbrauch deutlich.

Im Alltag ist die Rekorddistanz jedoch kaum erreichbar. Höhere Geschwindigkeiten, häufige Stopps, starke Beschleunigungen, Autobahnfahrten, Gegenwind oder niedrige Temperaturen reduzieren die Reichweite erheblich. Zudem war der optionale Power Tank mit insgesamt 19,2 kWh Batteriekapazität entscheidend für den Rekord.

Trotzdem liefert die Rekordfahrt einen eindrucksvollen Beleg für die Effizienz moderner Elektromotorräder. Bemerkenswert bleibt, dass 3 Serienmodelle die alte Bestmarke übertrafen.

Fazit