XCape X1 E-Dreirad im Fahrbericht

20 km/h schnelles Klappdreirad

XCape X1 Foto: Fabian Dresler 14 Bilder

Das XCape X1 ist ein zusammenkalppbares Elektro-Dreirad. Ohne Muskeleinsatz fährt es maximal 20 km/h schnell und bietet auch noch einen Sitzplatz. Wir haben es ausprobiert.

„Schaut aus wie ein fahrender Wagenheber“, sagt MOTORRAD-Volontärin Mona Pekarek, die auf alles steht, was Räder hat. Auch auf das faltbare Elektro-Dreirad mit Sitz. Apropos Sitz: Die Sitzposition ist aufrecht, fast wie auf einem Stuhl. Die Füße legen sich auf den Fußrasten über dem Vorderrad ab.

Per Vorderrad wird das XCape X1 auch angetrieben. Die Geschwindigkeit wird, wie bei einem Quad, über einen Daumenschieber neben dem rechten Griff geregelt. Die Vorder- und Hinterradbremse wird über den Bremshebel am Lenker links bedient, wobei es sich anfühlt, als ob das Dreirad nur hinten bremst. Eine spürbare Bremswirkung am Vorderrad wäre wünschenswert.

XCape X1 Foto: Fabian Dresler
Zusammenklappen geht beim XCape X1 einfach und schnell. Schön wäre noch ein Halte- beziehungsweise Tragegriff.

Daten und Fakten zum XCape X1

  • Preis: 1.499 Euro
  • Maximalgeschwindigkeit: 20 km/h
  • Reichweite: bis zu 40 km
  • Akkuladezeit: 4-5 Stunden
  • Gewicht: 19 Kilo
  • Max. Traglast: 150 Kilo
  • Motor: 300W, Max. Drehmoment 8 nm
  • Batterie: Lithium, 36 V, 12,5 ah
  • Garantie: 1 Jahr
  • TÜV und

Lässig unterwegs mit Tempomat

Bergauf geht es eher gemütlich voran, der ein oder andere Radfahrer überholt mich fast lässig. Da hilft es auch wenig, dass ich versuche, möglichst viel Gewicht auf das Vorderrad zu verlagern, welches ja für den Vortrieb sorgt. Doch ich lasse mich nicht aus der Ruhe bringen, schließlich habe ich den Tempomat aktiviert. Ein erneuter Tipp auf den Regler oder kurz die Bremse betätigen, dann ist der Tempomat wieder deaktiviert. Der Antrieb an sich ist gelungen, reagiert gut dosiert auf die Bewegung des Daumens und schiebt unverzögert nach vorn.

Vorne 10 Zoll, hinten 8 Zoll

Mit 20 km/h bin ich natürlich nicht immer Teil des fließenden Stadtverkehrs. Doch im gegensatz zu meinen Erfahrungen als Fahrradfahrer, lächeln mich Autofahrer und Fußgänger gleichermaßen an. Nein, sie lachen mich nicht aus, sie lachen mit mir. Allerdings vergeht mir das Lachen, nachdem ich den ersten Bordstein mit dem XCape X1 runterfahre: Das gesamte Körpergewicht lagert durch die weit vorn aufgestellten Füße auf dem Gesäß. Das wiederum sitzt auf einem ungefederten Fahrrad-Sattel. Auch kleine Schlaglöcher umfahre ich mit dem zehn Zoll kleinen Vorderrad und den acht Zoll kleinen Hinterrädern besser.

Kurvenfahren macht dafür aber richtig Spaß: Die zwei Hinterräder sorgen für Stabilität und bleiben brav auf dem Boden. Lenken lässt sich das XCape X1 am besten per Gewichtsverlagerung statt mit hartem Lenkereinschlagen – das kleine Rad vorn verhaspelt sich dabei nämlich schnell.

Fazit

Das XCape X1 ist unkompliziert und einfach zu fahren und außerdem ein echter Hingucker. Zusammengefaltet lässt es sich in fast jedem Laderraum verstauen, schön wäre allerdings noch ein Tragegriff. Die Gasannahme ist gut, weil direkt. Die Bremsen hingegen könnten vor allem am Vorderrad mehr Biss haben.

Ich hatte wirklich Spaß mit dem kleinen Dreirad, fühlte mich auf der Straße aber jedem Fahrrad unterlegen. In der Stadt oder auf dem Campingplatz, für die schnelle Fahrt zum Kiosk oder zum Brötchen holen, würde ich es durchaus einsetzen. Ob sich die Anschaffung für mich zu diesem stolzen Preis allerdings lohnt, da bin ich mir nicht sicher.

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