BMW R 1250 GS Dauertest Tobias Münchinger
BMW R 1250 GS Dauertest
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BMW R1250 GS Dauertest
BMW R1250 GS Dauertest 7 Bilder

BMW R 1250 GS im 50.000-km-Dauertest

Schaltnocken-Boxer soll Kilometer fressen

MOTORRAD begrüßt einen Neuzugang im Dauertest-Fuhrpark. Die BMW R 1250 GS mit dem neuen ShiftCam-Boxer geht auf die 50.000-km-Distanz.

BMW hat seine Boxer-Modelle auf den neuen ShiftCam-Zweizylinder umgestellt. Grund genug für MOTORRAD den bayerischen Bestseller in seiner neuen Form in den Dauertest zu nehmen. Am 25. April 2019 rollte so die BMW R 1250 GS bestückt mit Systemkoffern und im blauen Lackkleid mit dem Kennzeichen M-PD 526 in die Redaktionsgarage. Das Display im Cockpit zeigt 1.085 Kilometer an, damit hat der Boxer noch gut 49.000 Kilometer vor sich.

Bevor er die aber in Angriff nehmen darf, muss er noch auf den Leistungsprüfstand, zur Eingangsmessung und mit Plomben gegen unbefugten Zugriff gesichert werden. Wie es der BMW R 1250 GS im über 50.000 Kilometer langen Dauertest ergeht, lesen Sie künftig hier.

Kilometerstand: 18.000, 08/2019

PS-Redakteur Tobias Münchinger war mit der GS auf Tour ans Wattenmeer: Die Wegstrecke ist ambitioniert, und die Dauertest-GS daher als Reisemittel gesetzt. Von Stuttgart geht es in Richtung Norden, ein bisschen Seeluft schnuppern. Ich hasse es, im Stau zu stehen oder nur im Bummeltempo voran zu kommen. Deshalb sattele ich die BMW in den frühen Morgenstunden und knalle gegen 04.30 mit voll bepackten Seitenkoffern los. Bis kurz vor Frankfurt geht mein Plan auf, die Straßen sind leer und ich komme zügig voran. Dann der erste Tankstopp, 14 Liter Super nachfüllen und weiter. Wenig später sollten eigentlich die ersten Sonnenstrahlen den Himmel erhellen, aber stattdessen prasselt es dicke Tropfen aus finsteren Wolken herab – na super. Allerdings ist die GS ein Motorrad, dem meteorologische Umstände ziemlich egal sind. Wenn man die Scheibe ganz hochdreht und vielleicht sogar die erste Stufe der Griffheizung betätigt, ist Wasser nur noch dann ein ärgerlicher Faktor, weil der Asphalt nass weniger Grip bietet. Tapfer ballern die BMW und ich weiter, 180 als konstantes Reisetempo passt. Irgendwo bei Oldenburg steht der dritte Tankstopp an: „Na, wo kommst du denn her?“, fragt der Tankwart. „Stuttgart? Oh! Bist noch trocken, hast noch weit? Schlaf dich zu Hause aus, besser isses, ne.“ Nordische Herzlichkeit ist einfach klasse – bei uns im Süden wäre dem Tankstellenmensch kaum eine Grußformel über die Lippen gekommen. Ich verneine jedenfalls beides, da mein Textil-Kombi nach mittlerweile fünf Stunden Dauerregen klein beigegeben hat. Aber ich bin sicher, auf Motorrädern mit weniger Wetterschutz hätte ich das Tempo nicht durchziehen können. Gute GS, fein gemacht! Ach ja: Beide Koffer halten absolut dicht, kein Tropfen Wasser fand den Weg ins Innere.

Ein paar Tage später lacht die Sonne bei Greetsiel überm Ottoleuchtturm, aber die dicke BMW und ich müssen wieder los. Zirka 300 Kilometer weiter steigt bei Uelzen auf einem abgeernteten Stoppelfeld ein 24h-Rollerrennen, an dem ich teilnehmen möchte. Auf dem Weg dorthin stehe ich übel im Stau. So übel, dass man selbst ohne Koffersystem keinen Weg an den stehenden Blechkolonnen vorbeigefunden hätte. Ich nehme mir fest vor, nur noch nachts längere Strecken zu absolvieren. Im Stau stehen – ich HASSE es.

BMW R 1250 GS Dauertest
Tobias Münchinger

Auf die Minute pünktlich trudeln wir in Uelzen ein. Dummerweise finde ich den richtigen Weg auf den Acker zur Rennpiste nicht und stehe irgendwo am anderen Ende des Feldes. Querfeldein pflügen die GS und ich auf direktem Weg rüber zum Fahrerlager. Wo eine GS ist, da ist auch ein Weg! Wer übrigens an der Story über das Rollerrennen interessiert ist, der sollte PS 11/2019 in die Hand nehmen. Das Heft ist ab dem 09.10. im Handel.

24 Stunden später ist die GS voller Staub, den die Roller während der letzten harten 1,5 Tage in die Luft warfen. Halb paralysiert vom Schlafmangel gurken die GS und ich wieder in Richtung See, zum Glück fährt die BMW sozusagen auch im Schlaf. Merkwürdige Zeichen tauchen unterwegs auf. Ist das wirklich ein riesiger Phallus dort drüben an der Hauswand? Ich halte an für ein Foto und fahre kopfschüttelnd weiter. Oder habe ich doch halluziniert? Sachen gibt’s…

BMW R 1250 GS Dauertest
Tobias Münchinger

Frisch erholt treten die R 1250 GS und ich den Rückweg an. Auf halber Strecke halten wir am Nürburgring für ein Foto am Streckenabschnitt Brünnchen. Mit der GS würde ich sogar mal eine flotte Runde über die Nordschleife fahren, warum nicht. Der Shift Cam-Boxer kann in so ziemlich jeder Lebenslage sportlich, liefert in jedem Drehzahlbereich klasse Druck. Ein echter Racer ist die GS natürlich nicht, aber sie kann unterm Strich echt viel.

BMW R 1250 GS Dauertest
Tobias Münchinger

Wieder daheim zeigt das Dashboard 2.500 Kilometer mehr als noch vor ein paar Tagen, und sie hat dabei keinen Tropfen Öl verbraucht. Negativ fällt bislang einzig die hakelige Schaltbarkeit des Getriebes auf. Ich bin gespannt. Wenn das so weitergeht, wird die Maschine die 50-Tausender-Marke sehr bald erreichen. Danke GS, du warst mir ein treuer Begleiter auf dieser Tour!

Kilometerstand: 14.200, 08/2019

Fuhrparkchef Tobias Wassermann nahm mit der Dauertest-BMW den Schwarzwald mit Anreise über Lauter- und Donautal unter die Räder. Gefahren wurden rund 800 Kilometer in zwei Tagen. Klagen: keine.

BMW R 1250 GS Dauertest
Tobias Wassermann

Kilometerstand: 8.842, 06/2019

PS-Redakteur Volkmar Jacob hat die Dauertest-GS zu einer längeren Ausfahrt ausgeführt:

„Habe letzte Woche drei Tage lang die Dauertest-Gummikuh für einen Trip Stuttgart-Harz-Stuttgart ausgefasst. Insgesamt spulte ich gut 1.600 Kilometer ab, davon über 1.100 auf der Landstraße.

Komische Namen haben die da in dem Mittelgebirge, wie beispielsweise Rammelburg (Foto). Wäre interessant zu erfahren, wie der Ort zu seinem Namen gekommen ist. Vielleicht hatte der damalige Adel ja eine ausgeprägte Libido? Gar nicht weit weg davon die Ortschaften Elend und Sorge. Eine unmittelbare Folge von Rammelburg? Wie dem auch sei, im Harz gibt’s fürs Kradeln richtig schöne Ecken, nicht durchgängig, aber bei nicht allzu langer Anreise durchaus eine Sünde wert. Allerdings düsen teils viele LKW über die Straßen.

BMW R 1250 GS.
Volkmar Jacob.
PS-Redakteur Volkmar Jacob hat knapp 1.600 Kilometer mit der Dauertest-GS zurückgelegt.

Bekannt als Alleskönnerin, hat die GS auch bei diesem Trip ihre Qualitäten bewiesen. Reisetempi auf der Autobahn von 180 bis 190 km/h macht die Kuh locker mit. Später im Geschlängel powert sie dann außerdem dank riesigem Hubraum und Shift-Cam-Technik heftig aus den Ecken – klasse! Als sportlich ambitionierter Fahrer fehlt mir aber das Feedback, vor allem von vorn. Man spürt die Front kaum, sitzt weit weg und der hohe, nah am Fahrer montierte Lenker und der dazu in Relation tiefe Sitz ergeben zudem eine inaktive Fahrerhaltung. Richtig sportlich ist anders. Außerdem entstehen im vorderen Verkleidungsgebilde schon ab zirka 30 km/h nervige Dröhngeräusche. Verursacht vermutlich vom Fahrtwind, denn die Geräusche treten auch bei abgestelltem Motor auf. Letztlich hat der Trip mit der GS echt Fun gebracht, doch fürs Landstraßenballern gibt’s nach meinem persönlichen Geschmack geeigneteres Material.“

Kilometerstand: 4.545, 05/2019

BMW R 1250 GS Dauertest
Louis

MOTORRAD-Reporter Michael Schümann schnappte sich den Dauertest-Neuling BMW R 1250 GS für eine dreitägige Tour in die Stubaier und Ötztaler Alpen. Einer Einladung der Firma Detlev Louis folgend, war der eigentliche Zweck der Tour, dabei eine Reihe von Vanucci-Klamotten und den leichten neuen Carbon-Klapphelm der Louis-Eigenmarke Nishua auszuprobieren. Und eben auch, der R 1250 GS ein paar flotte Kilometer aufs bunte TFT-Display zu spulen. Für Schümann war die Fahrt von Stuttgart nach Zams in Tirol, von dort auf den Kaunertaler Gletscher und wieder zurück in die Redaktion der erste Kontakt mit dem neuen, 136 PS starken Schaltnocken-Boxer. „Das Motorrad wirkt unheimlich stimmig und ausgewogen. Deswegen und mit den relativ zivilen 850 Millimetern Sitzhöhe habe auch ich mit meinen 1,68 Meter keine Probleme damit, das gut über fünf Zentner schwere Trumm immer sicher im Griff zu haben.

BMW R 1250 GS Dauertest
Michael Schümann

Der Motor ist mit seiner Performance jetzt dank der Schaltnocke nochmal souveräner geworden, liefert Druck quasi immer und überall. Diese Verbesserung ist deutlich spürbar. Und apropos meine Größe: Ich weiß nicht, wie sie es hingekriegt haben in München, aber die vergleichsweise kleine Scheibe, die von Hand verstellbar ist, liefert einen für mich absolut perfekten Windschutz. Den wusste ich vor allem bei den zapfigen drei Grad auf der Kaunertaler Gletscherstraße bis in 2.700 Meter Höhe sehr zu schätzen. Bloß gegen die drei Stunden Dauerregen bei der Anfahrt war auch der Windschild machtlos. Auf die Koffer an den Dauertest-BMW hat Schümann während der 1.500-km-Tour verzichtet. “Ich stehe auf meine Gepäckrolle. Die sich auch in Fahrtrichtung längs prima auf dem Soziussitz verzurren lässt.„

Motorräder Enduro BMW R 1250 GS Adventure im Fahrbericht Abenteuer-GS mit neuem Boxer

Auf der EICMA feierte die BMW R 1250 GS Adventure ihre Premiere.

BMW Motorrad R 1250 GS
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