Electric Motion Escape im Test Tyson Jopson
Electric Motion Escape im Test
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Electric Motion Escape: Trialbike im Klettertest

Electric Motion Escape im Test Elektro-Trialbike im Kletter- und Kurztest

Es gibt kaum einen Begriff, der dieses Motorrad besser beschreibt: Ausbruch! Und so heißt sie schließlich auch auf Englisch: Escape! Das Trialbike des Herstellers Electric Motion im Kletter- und Kurztest.

Suche Partner in Crime, jemanden zum Pferdestehlen, keine Couch-Kartoffel. Während verzweifelte Singles mit diesen Worten noch immer nach Mr. oder Mrs. Right suchen, befriedigt Electric Motion solche Wünsche in Serie. Zugegeben, zum Kuscheln, Händchenhalten und so weiter ist ein Motorrad kein adäquater Ersatz. Man muss es aber auch nicht zum Essen einladen.

Elektro-Wander-Trialer

Doch nun genug der halbgaren Paarberatung. "Was genau ist das für ein Gerät?", dürfte viel eher von Interesse sein. Electric Motion ist ein französischer Hersteller, der 2010 sein erstes – ihr werden es ahnen – elektrisches Trial-Motorrad gebar. Mit der Escape verknüpften sie schließlich diese – nun sehr ausgereifte – Technologie mit mehr Wert für den Alltag: eine Version mit Sitzbank und optionaler Zulassung (COC, Lichter, Kennzeichenhalter) als Leichtkraftrad. Das Konzept ähnelt den beliebten Wander-Trialern Beta Alp und Montesa 4-Ride – nur eben ohne Benzin.

Leise, leicht und drehmomentstark

Die Vor- und Nachteile dürften 2021 längst auf der Hand liegen, die Escape bedient diese par excellence: leise, leicht, drehmomentstark, unauffällig, unkompliziert auf der einen, fehlendes "Braaap", Steckdosen-Bedarf und Zeit zum Laden (mit Schnelllader etwa zwei Stunden) auf der anderen Seite. So wird es eine ganze Weile jedem selbst überlassen sein, welche davon schwerer wiegt.

Für den primären Einsatzzweck der Escape allerdings gibt es eine klare Entscheidungshilfe und hierzu einige Testeindrücke. Zunächst ist sie, wie bereits erwähnt, ein Fluchthelfer: Ihr Territorium beginnt dort, wo die Straße aufhört. Meint nicht, sie sei kein praktisches Stadt-Gefährt. Die Ergonomie spricht jedoch gegen dauerhaften Sitzbetrieb. "Stand up for the champions", summt die Escape und manövriert sodann Anfänger bis Könner spielerisch über losen Untergrund, Wurzeln und Steinfelder. Etwa 60 Kilometer weit, laut Datenblatt. Das ist bei sparsamer Fahrweise und milden Witterungen realistisch, mit dem aggressivsten Mapping drei und viel Vollgas weniger. Zum Laden reicht eine Schuko-Steckdose; der 14-Kilo-Akku verbleibt dabei im Motorrad, kann theoretisch aber entfernt werden.

Für mehr Reichweite bewährt sich die wahlweise Programmierung der linken Hebelei auf "PRB", eine elektrische Motorbremse, die Energie rückgewinnt und auf vorausschauender Stadtfahrt die mechanischen Bremsen nahezu komplett ersetzt. Die Variante "PELS" simuliert eine elektrische Schalter-Kupplung, die hingegen wenig Mehrwert bietet.

Daten Electric Motion Escape

Permanentmagnet-Motor, Nominalleistung 6 kW, Spitzenleistung 11 kW, max. Drehmoment 45 Nm, 50,4-V-Lithium-Ionen-Akku, 2,6 kWh, Höchstgeschwindigkeit 75 km/h, Reichweite 61 km, Ladezeit ca. 4 h (15-A-Ladegerät; 25 A ca. 2 h), Stahlrahmen, Telegabel, 175 mm Federweg, Zentralfederbein hinten, 170 mm Federweg, Zugstufe einstellbar, Radstand 1325 mm, hydraulische Scheibenbremsen, vorn Ø 182 mm, hinten Ø 150 mm; Reifen vorn 80/100-21, hinten 120/100-R18, Sitzhöhe 820 mm, Gewicht 80 kg, Zuladung k. A., Bodenfreiheit 320 mm, Preis ab 8.984,50 Euro. Optionen, Modelle und Varianten unter www.trial-e.de

Fazit

Nun, die Escape wird vielleicht nicht Omas Liebling, dafür definitiv ein kleiner, abenteuerlicher Partner in Crime mit dem Motto: Alles ist möglich, solange man drauf steht.

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