Indian FTR 1200 Dauertest Notizen Ferdinand Heinrich
Indian FTR 1200 Dauertest
Indian FTR 1200 Dauertest
Indian FTR 1200 Dauertest 4 Bilder

Indian FTR 1200 50.000 km-Dauertest

US-V2 geht auf die Marathon-Distanz

Die Indian FTR 1200 wird im MOTORRAD-Dauertest 50.000 Kilometer unter die Räder nehmen. Hier lesen Sie, wie es dem US-V2 dabei ergeht.

Kurz vor dem Saisonende 2019 durfte MOTORRAD einen neuen Dauertest-Kandidaten im Fuhrpark begrüßen. Die Indian FTR 1200 tritt in der Basisversion in schlichtem schwarzen Lackkleid zum Langzeittest an. Auf dem digitalen Display stehen zu Testbeginn gerade einmal 980 Kilometer.

Indian FTR 1200 Dauertest
Peter Mayer

Bevor der Zweizylinder aber endgültig in den Redaktionsalltag entlassen wird, muss er sich noch auf dem Prüfstand messen lassen. Danach folgen noch die Eingangsmessung sowie die Verplombung des Motors und eine Kompressionsmessung. Ungefähr bei 25.000 km veröffentlicht MOTORRAD dann eine Dauertest-Zwischenbilanz; nach 50.000 Kilometern folgen Abschlussmessungen, bevor der Motor der Indian zerlegt und begutachtet wird.

Kilometerstand: 3.729, 3/2020

Schöne Maschine. Sie ist viel zierlicher als die Motorräder, die ich im Kopf habe, wenn ich an eine Indian denke. Trotzdem, die breite Sitzbank sorgt dafür, dass ich ein paar Kilometer benötige, um mich im Stop-and-go-Verkehr und an roten Ampeln, einigermaßen sicher zu fühlen. Mit meinen 1,58 Meter Körpergröße bekomme ich auf einer Seite die Zehenspitzen runter, muss mich aber rechtzeitig für eine Seite entscheiden und dementsprechend auf der Sitzbank nach rechts oder links "versetzen".

Indian FTR 1200 Dauertest Notizen
Ferdinand Heinrich
Schickes Teil, die Indian FTR 1200. Leider fällt die Sitzbank etwas breit aus, sodass Fahrerinnen/Fahrer mit 76 cm Innenbeinlänge - und weniger - nur "einbeinig" auf den Boden kommen.

Bevor es losgeht sehe ich mich allerdings mit der Frage konfrontiert: Warum springt sie denn nicht an? "Du musst erst den Leerlauf einlegen, dann geht’s." Obwohl der Seitenständer nicht ausgeklappt ist. So, so. Amerikanische Logik? Keine Ahnung.

Sitzposition: Mit meinen kurzen Armen hatte ich zwar keine Lean-back-Haltung erwartet, dass die Fußrasten aber so weit hinten positioniert sind, der Lenker recht breit und der Oberkörper sich deutlich Richtung Vorderrad orientiert, überrascht mich positiv. Der Motor liefert ordentlich Power, von einem unausgereiften Mapping habe ich nichts gespürt. Gespürt habe ich hingegen ziemlich viel in den Fußsohlen – und zwar Vibrationen, die die Fußrasten weitergeben. Glücklicherweise trifft das nicht auch auf den Lenker und die Handgriffe zu.

Kilometerstand: 515, 10/2019

Indian FTR 1200 Dauertest
Peter Mayer

Nach vollendeter Einfahrzeit ging es zur obligatorischen Eingangsmessung auf den Prüfstand. Und siehe da: Alle versprochenen Pferde sind zum Dienst angetreten und sogar noch zwei in Reserve. Beim Drehmoment wird die Werksangabe exakt getroffen. Die ersten Einträge im Fahrtenbuch lassen aufhorchen. Einerseits erntet der Motor ob seines bärigen Schubs großes Lob, sein Gebaren insgesamt führt aber bei einigen Fahrern zu dem Schluss, dass beim Mapping wohl noch nicht alle Programmzeilen geschrieben sind, es fiel der Vergleich zu älteren MV-Agusta-Modellen. Wir sind gespannt, was die Zeit bringt, und werden darüber berichten.

Indian FTR 1200/S
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