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Moto Guzzi V100 2022
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Moto Guzzi V100
Moto Guzzi V 100 Mandello 15 Bilder

Moto Guzzi V 100 Mandello mit wassergekühltem V2

Moto Guzzi V 100 Mandello Crossover-Bike mit wassergekühltem V2

Moto Guzzi feiert seinen 100. Geburtstag mit einem neuen Crossover-Bike samt neuem wassergekühlten V2: Moto Guzzi V 100 Mandello.

Die Puristen werden die Nase rümpfen: Eine Moto Guzzi mit Wasserkühlung? Pfff, das gab’s ja (fast) noch nie, brauchen wir nicht. Das mag sein. Der Hersteller braucht den wassergekühlten Motor jedoch dringend, denn allein mit Luftkühlung lässt sich heute keine Modellpalette mehr auf die Räder stellen. Moto Guzzi ist das beste Beispiel dafür, denn das Werk in Mandello am Comer See, das dieser Tage seinen 100. Geburtstag begeht, baut aktuell nur drei Modelle, nämlich die V 7, die V 9 und die V 85 TT, geschätzte Jahresproduktion: keine 10.000 Stück. Alle luftgekühlt. Moto Guzzi gibt es nur noch, weil der Mutterkonzern Piaggio seit Jahren mit hohen Zuschüssen hilft.

Neuer Twin mit Wasserkühlung

Wasser bedeutet Leben, und das könnte sich mit dem wassergekühlten V2 für Moto Guzzi bewahrheiten. Entworfen wurden der Twin wie der hier erstmals gezeigte Sporttourer V 100 Mandello im renommierten Entwicklungszentrum der Konzernschwester Aprilia in Noale/Veneto. Der Motor ist völlig neu konstruiert. Auffälligste Merkmale sind die zur Seite und nach unten führenden Krümmer, was die Einspritzung zwischen den Zylindern verortet und die Airbox vor dem Tank. Das neue Getriebe baut sehr kurz und flach, was eine sehr lange Schwinge ermöglicht und Platz schafft einen Großteil der Auspuffanlage unter den Antrieb zu legen. Ebenfalls neu entwickelt ist der Endantrieb per Kardan. Entgegen älterer Informationen soll der Twin etwas über 1.000 Kubik haben und 110 PS leisten. Genaue Daten gibt es erst auf der Eicma in November. Der Blick auf den Drehzahlmesser verrät den roten Bereich erst bei 10.000 Touren: Für einen Twin über 1.000 Kubik eine Ansage und lässt auf eine kurzhubige Auslagung mit hoher Verdichtung schließen. Generell ist der neue Motor als Plattform ausgelegt, er eignet sich für Hubräume von 800 bis 1.300 Kubikzentimetern. In den nächsten Jahren dürften daher aufregende neue Modelle aus Mandello anrollen – von einer neuen großen Reiseenduro im Stil der Stelvio bis zur von vielen Guzzisti heiß ersehnten Le Mans-Nachfolgerin.

Neuer Rahmen

Die neue V 100 Mandello wird das neue Rückgrat von Moto Guzzi werden, dazu ist die komplette Neukonstruktion nur zu gut geeignet. Motor und Getriebe sind weiterhin mittragend konstruiert, in der V 100 erhöht sich dieser Anteil allerdings gewaltig. Ein Hinweis darauf geben die direkt im Antrieb verschraubten Fußrastenhalter und die Lagerung der Schwinge. Der eigentliche Hauptrahmen aus Stahlrohr zieht sich nur vom Lenkkopf über den Motor bis zur oberen, hinteren Motorhalterung. Wie der Heckrahmen der Mandello angefügt ist, ist derzeit nicht bekannt. Interessant jedoch: Die Form des Tanks mit seinem geteilten Cover nahe des Tankdeckels und die tiefe Flanke weisen auf einen tief im Rahmen sitzenden Tank hin, womöglich reicht er sogar bis unter die Sitzbank. Über das Gewicht gibt es keine gesicherten Angaben, 230 Kilo fahrbereit stehen im Raum. Schwer einzuordnen ohne Kenntnis über das Tankvolumen.

Zwei Versionen verfügbar

Moto Guzzi stellt die neuen V 100 Mandello in zunächst zwei Versionen vor. Als Basisvariante mit einfachen Federelementen: Der exzentrisch montierte Dämpfer ist hydraulisch in der Vorspannung einstellbar, die USD-Gabel dürfte in Vorspannung und Zugstufe einstellbar sein. Die Bremsen kommen von Brembo. Der Top-Version spendiert Moto Guzzi ein semiaktives Fahrwerk von Öhlins mit einer hydraulisch einstellbaren Vorspannung des Federbeins. Zur technischen Ausstattung gehören ein digitales Cockpit, Schaltautomat, Traktionskontrolle, LED-Licht und Kurven-ABS. Ob noch weitere elektronische Helfer zur Verfügung stehen, ist nicht bekannt. Klar ist: selbst in der Basisversion ist die Windscheibe elektrisch höhenverstellbar und – das ist der Clou – fährt in der höchsten Position zwei kleine Flügel in der Seitenverkleidung aus, für noch höheren Komfort. Starkes Feature. Moto Guzzi möchte die neue V 100 Mandello als Gründerin eines neues Segments verstanden wissen. Sie soll die sportliche Orientierung eines Roadster mit dem Komfort eines Tourensportler vereinen. Andere Hersteller nennen das Cross-Over, wobei Moto Guzzi mit wenig Trail-Allüren und der 17-Zoll-Bereifung mit 120/70 vorn und 190/55 hinten die Weiche klar in Richtung Straße und Sport stellt.

Moto Guzzi V100 2022
Moto Guzzi
Die Top-Version der Mandello bekommt ein semiaktives-Fahrwerk von Öhlins.

Fazit

Ob der Markt sie so freudig akzeptiert wie die letzte Neuheit, die Reiseenduro V85 TT, hängt nicht zuletzt vom Preis ab. Doch dazu haben wir keine Informationen, noch nicht mal geheime.

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