Levis V6 Cafe Racer

Wiedergeburt mit Sechszylinder

Von 1911 bis 1941 baute Levis Motorcycles Motorräder. 2018 will der britische Hersteller mit einem spektakulären Cafe Racer mit V6-Motor sein Comeback feiern. Die Levis trägt einen V6-Motor mit nur 22 Grad Bankwinkel.310er Edelstahlbremsscheiben am Vorderrad.
12 Bilder

Von 1911 bis 1941 baute Levis Motorcycles Motorräder. 2018 will der britische Hersteller mit einem spektakulären Cafe Racer mit V6-Motor sein Comeback feiern.

Levis Motorcycles war einst in der Nähe von Birmingham angesiedelt und baute zunächst Zweitakt-Motorräder, später kamen auch Viertaktmaschinen dazu. Mit dem zweiten Weltkrieg kam dann das Aus für die Briten. 2016 startete Unternehmer Phil Bevan sein Engagement. Bevan hatte die Idee auf Basis des 2004 für den Sportwagen Connaught Type D GT entwickelten Zweilter-V10-Motor ein Motorrad zu entwickeln. Als Designer konnte er Steve Kirk gewinnen. Der zeichnete einen Cafe Racer mit einem Edelstahlrohrrahmen, einer Gabel nach dem Hossack-Prinzip und einem V6-Motor. Bevan war so von diesem Entwurf begeistert, dass er ihn umsetzen wollte. Kurzerhand kaufte er Connaught um sich die rechte am Motor zu sichern. Im September 2018 soll es dann soweit sein und Levis präsentiert auf dem Goodwood Revival Festival den V6 Cafe Racer

Anzeige
Foto: Levis
Der V-Motor ist modular aufgebaut.
Der V-Motor ist modular aufgebaut.

Vom V2 bis zu V10 alles machbar

Der V6 Cafe Racer soll aber erst der Anfang sein. Da der V10-Basismotor mit nur 22 Grad Bankwinkel modular aufgebaut ist, sind auch Versionen vom V2 bis hin zum V10 denkbar, die dann in einem Sportler, einem Roadster oder einem Cruiser sitzen können.

Im V6 Cafe Racer kommt der Sechszylinder auf 1,2 Liter Hubraum und wird längs eingebaut. Die Leistung soll bei 120 PS, das maximale Drehmoment bei rund 160 Nm liegen. Das Sechsgang-Getriebe mit dem sechsten Gang als Overdrive wurde neu konstruiert, dazu komt ein integrierter Starter-Generator. Beim Hinterradantrieb will man optional Kette oder Kardan anbieten.

Der Rahmen setzt auf sichtbar außenliegende Edelstahlrohre, die sich in Bögen vom Lenkkopf zur Schwingenlagerung ziehen. Auch die Gabel setzt auf dieses Konstruktionsmerkmal. Die Verkleidungspanele sind aus Edelstahlblechen geformt, die entweder poliert oder lackiert werden können.

Foto: Levis
Die zweiteiligen Räder werden gefräst.
Die zweiteiligen Räder werden gefräst.

Kostet ab 114.000 Euro

Zahlreiche weitere Anbauteile werden aus Aluminiumblöcken gefräst. Die Federbeine vorne und hinten sind voll einstellbar. Ebenfalls aus Aluminium gefräst sind die zweiteiligen Räder mit in den Speichen versteckten Ventilen. Der V6 entlässt seine Abgase über eine 6-in-6-Anlage mit extrem filigranen Schalldämpfern.

Neben der Standardversion will Levis 2020 noch eine Isle of Man-Sonderedition auf den Markt bringen um den ersten Levis-Klassensieg bei einer Isle of Man TT zu feiern.

Auch wenn das hier gezeigte Modell noch nicht dem Serienstand entspricht, haben die Briten bereits einen Preis festgelegt: Umgerechnet rund 114.000 Euro soll die Levis V6 Cafe Racer kosten und ab März 2019 zu haben sein. Das folgende Roadster-Modell wird mit rund 87.000 Euro angegeben.

Jede Woche die wichtigsten Motorradinfos direkt aus der Redaktion

Artikel teilen

Anzeige
Anzeige