Norton Atlas Nomad/Ranger (2018)

Neue Zweizylinder-Enduro

Norton hat jetzt seine neue 650er Baureihe vorgestellt.
Norton hat jetzt seine neue 650er Baureihe vorgestellt.Die neue Atlas kommt als Version Ranger und als Variante Nomad.Die Nomad ist straßenorientierter ausgelegt.Ihre Federwege liegen vorne und hinten bei 150 mm.
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Die britische Motorradmarke Norton will ihr Modellprogramm ausbauen. Jetzt wurde die Zweizylinder-Enduro Norton Atlas 650 in zwei Versionen vorgestellt.

Mit der Norton V4 RR haben die Briten um Norton-Eigner Stuart Garner schon ein heißes Superbike am Start, allerdings auch ein sehr exklusives. Garner will aber auch in den Volumenmarkt einsteigen und hat für Norton einen Reihenzweizylinder entwickeln lassen. Der feiert jetzt in den neu vorgestellten Norton Atlas-Modellen Premiere.

Neu entwickelter Zweizylinder

Der 650 cm³ große Twin, der vom V4-Motor abgeleitet wurde, setzt auf einen Hubzapfenversatz von 270 Grad, zwei obenliegende Nockenwellen sowie eine Ausgleichswelle. Die Bohrung wird mit 82 mm angegeben, der Hub mit 61,5 mm und die Verdichtung mit 11,5:1. Gefüttert wird der Zweizylinder per Einspritzung, angesteuert mit einem Ride-by-Wire-System. Als Leistung werden 84 PS genannt, die erst bei 11.000 Touren anliegen sollen. Das maximale Drehmoment liegt bei 64 Nm.

Ranger mit langen Federwegen

Eingebettet ist der Zweizylinder in ein Umfeld, das als Mischung aus Enduro und Scrambler antritt. Das stählerne Perimeter-Fahrwerk wird mit einer Aluminiumgussschwinge und einer Upside-Down-Gabel kombiniert. Angeboten wird die Atlas in den Versionen Ranger und Nomad, die sich technisch leicht unterscheiden.

Der Radstand der Ranger liegt bei 1.470 mm, das Trockengewicht bei 178 Kilogramm. Die voll einstellbare 50er-Roadholder-Gabel tritt mit 200 mm Federweg an. Auch das Roadholder-Zentralfederbein, das nur in der Vorspannung justiert werden kann und über eine Hebelei angelenkt wird, bietet 200 mm Federweg. Die langen Federwege münden in einer Sitzhöhe von 867 mm. Bei dem Bremsen setzen die Atlas-Modelle auf eine 320er Doppelscheibenanlage mit radial angeschlagenen Brembo-Zangen am Vorderrad. Hinten unterstützt eine 245er-Scheibe mit Zweikolbenzange.

Den Straßenkontakt halten Drahtspeichenräder. Das 19 Zoll große Vorderrad trägt einen 120/70er-Pneu, auf der 17 Zoll großen Hinterradfelge wird ein 170/60er-Reifen montiert. Der 15-Liter-Tank wird aus Verbundmaterial geformt, die Kotflügel sind aus Aluminiumblech gefertigt. dazu gibt es eine Motorschutzwanne und eine kleine Lampenverkleidung.

Atlas Nomad ist straßenorientierter

Die Atlas Nomad trägt abweichend zur Ranger auf 150 mm eingekürzte Federwege, einen auf 1.446 mm reduzierten Radstand sowie eine auf 824 mm abgesenkte Sitzhöhe. Zudem ist die Nomad vorne mit einem 18 Zoll großen Drahtspeichenrad mit einem 110/80er Reifen bestückt. Hinten dreht sich weiter eine 17-Zoll-Felge, die aber einen Reifen im Format 180/55 trägt. Verzichtet wird auf den Motorschutz und die Scheibe.

Foto: Norton
Die Nomad tritt mit kleinerem Vorderrad und gekürzten Federwegen an.
Die Nomad tritt mit kleinerem Vorderrad und gekürzten Federwegen an.

Beiden gemeinsam ist dann wieder die komplette LED-Beleuchtung, der hohe Rohrlenker sowie der seitlich hochgezogene Endschalldämpfer. Gleichstand auch bei der Auflage. Von beiden Modellen, die in 5 Farben zu haben sind, sollen in einer ersten Serie für 2019 jeweils 250 Exemplare gefertigt werden. Später hofft Norton jährlich rund 2.000 Exemplare verkaufen zu können. Der Preis für die Nomad wird mit 12.000 Euro angegeben, die Ranger startet bei 14.500 Euro. Gegen eine Anzahlung von 500 Pfund können die Maschinen ab sofort vorbestellt werden. Die Auslieferungen in England sollen ab Mai 2019 erfolgen. Die nach Euro4 homologierten Modelle für den Rest von Europa folgen ab Dezember 2019.

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