Peter Mayer
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Bremsen der KTM 390 Duke im Test

Modelljahr 2017 bekommt neue Bremsanlage

Im Vergleichstest schwächelte die Bremse der KTM 390 Duke bei extremer Belastung. KTM reagierte, testete im Werk nach und fand als Ursache sogenanntes Initialfading.

Zugegeben, der Test war hart, aber er war fair: MOTORRAD prüfte die Belastbarkeit der Bremsanlagen von Einsteiger-Naked-Bikes durch sechs Vollbremsungen in kurzen Abständen aus 100 km/h. Während die Maschinen von Kawasaki und Yamaha das locker wegsteckten, überraschte die KTM 390 Duke mit stark nachlassender Verzögerung. Beim sechsten Bremsversuch sank die Verzögerung von 9,0 auf 7,7 m/s2.

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Das beunruhigte auch die KTM-Techniker, die daraufhin eine aufwendige Versuchsreihe durchführten. Dabei konnten sie das Nachlassen nach wenigen Bremsungen bestätigen. Allerdings erholte sich die Bremse der KTM 390 Duke bei weiteren Bremsungen wieder und erreichte beim 24. Versuch beinahe wieder den Ausgangswert. Dann ließ man die Bremse abkühlen, um anschließend eine weitere Testreihe durchzuführen, bei der dann aber kein nennenswertes Fading auftrat.

Modelljahr 2017 bekommt neue Bremsanlage

Das Diagramm veranschaulicht das Nachlassen der Bremswirkung. In den ABS-Regelbereich kommt man zunächst nur mit sehr hoher Handkraft am Bremshebel, bei heißer Bremse gar nicht mehr. Alle Werte wurden im Solobetrieb ermittelt.

Daher ist für KTM die Ursache klar: Es handelt sich um sogenanntes Initialfading von neuen organischen Bremsbelägen, bei denen bei erster starker Beanspruchung Gase austreten und somit zum Nachlassen der Verzögerung führen. Das erscheint zunächst plausibel.

Dagegen spricht jedoch, dass beim MOTORRAD-Test Fading auch in einer zweiten Messreihe aufgetreten war. So bleibt also die wirkliche Ursache letztlich unklar. Auf jeden Fall wurde KTM bereits aktiv und hat das Übel bei der Wurzel gepackt: Die neue KTM 390 Duke (Modell 2017) bekommt eine verstärkte Bremsanlage mit auf 320 mm vergrößerter Scheibe.

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