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Initiative gegen Motorradlärm in der Eifel

Kampagne „Silent Rider“ mit Zuwachs

In der Eifel haben acht Städte und Gemeinden gemeinsam die Kampage „Silent Rider“ gegen Motorradlärm auf den Weg gebracht. Motorradfahrer sind in der Eifel herzlich willkommen, Krachmacher aber unerwünscht. Immer mehr Gemeinden schließen sich der Initiative an.

Lärm macht krank – auch der, der von Motorrädern ausgeht. Die Bürgermeister der Nationalparkregion Eifel stellen allerdings klar, dass sich die Kampagne „Silent Rider“ gezielt gegen die „schwarzen Schafe“ unter den Motorradfahrern richtet. „Die Eifel und alle anderen betroffenen Regionen begrüßen ausdrücklich alle, die mit ihren Motorrädern einen Ausflug in unsere Regionen machen“, so Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns aus Simmerath. Zu den weiteren Gemeinden gehören Heimbach, Hürtgenwald, Nettersheim, Nideggen, Schleiden und Bad Münstereifel. Auch der Bundesverband der Motorradfahrer (BDVM) unterstützt die Initative. Inzwischen hat sich auch die Gemeinde Blankenheim angeschlossen.

Ausweitung auf andere Regionen denkbar

„Gemeinsam mit dem Bundesverband der Motorradfahrer treten wir dafür ein, dass diejenigen stärker sanktioniert werden, die durch Manipulationen und verbotene Fahrweise für unnötige Lärmbelästigungen verantwortlich sind und damit den Ruf aller Motorradfahrer beschädigen!“, so Hermanns weiter. Aufgestellt wurde auch ein Forderungskatalog, der unter anderem schärfere rechtliche Rahmenbedingungen für die Geräuschentwicklung von Motorrädern, eine Halterhaftung, höhere Strafen für Manipulationen an der Abgasanlage sowie eine zusätzliche Information darüber, wer der Fahrer des Motorrads ist – am Helm oder an der Front des Fahrzeugs.

Gestartet werden soll die Kampagne im Frühjahr 2020. Man brauche die Zeit um die Kampagne gründlich vorzubereiten. Zudem soll die Kampagne auch auf andere Regionen ausgeweitet werden, falls dort Interesse an einer Teinahme besteht. Bei einem ersten Treffen waren auch Vertreter der Regionen Bergisches Land, Rhön, Odenwald, Sauerland, Südhessen und Südschwarzwald vertreten.

Immer mehr Unterstützer

Wie die Zeitung Express berichtet, sind seit der Auftaktveranstaltung in Düren zahlreiche weitere Verpflichtungserklärungen im E-Mail-Eingang der geschäftsführenden Gemeinde Simmerath eingetroffen. Darunter sind unter anderem der Landkreis Osnabrück, die Gemeinde Bayrisch Zell an der österreichischen Grenze, die Gemeinde Glienicke/Nordbahn aus Brandenburg oder die Städte Schmallenberg und Sundern im Sauerland. Sie alle haben sich verpflichtet, 5.000 Euro in die gemeinsame Kasse zu zahlen, aus der die Projekte der Initiative finanziert werden sollen.

Unterstützung zeichne sich auch aus der Politik ab. So habe sich das Verkehrsministerium Baden-Württemberg gemeldet, weil es die Initiative unterstützen wolle. Auch die Grünen im NRW-Landtag in Düsseldorf hätten ihr Interesse bekundet. Ebenso habe der Lärmschutzbeauftragte aus Baden-Württemberg, Thomas Marwein, um ein Gespräch im Simmerather Rathaus zu diesem Thema gebeten. Marwein hatte zuletzt gegenüber der ZVW gesagt, das Problem Motorradlärm sei inzwischen in ganz Baden-Württemberg dasselbe – ob im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Wald, ob in den Löwensteiner Bergen, auf dem Welzheimer Wald oder im Schurwald. 40 Prozent der Beschwerden beim Lärmschutzbeauftragten entfielen auf Motorräder, hauptsächlich zwischen Ostern und Oktober. Aber nicht nur Motorräder sind viel zu laut, auch viele PS-starke Automobile machen Lärm.

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