Patent Kawasaki Halbautomatik Kawasaki

Kawasaki-Patent: Motorrad mit Halbautomatik und Hybrid

Kawasaki mit Halbautomatik für Hybrid Patent zeigt elektronisches Schaltsystem

Es gab schon mehrere Versuche den Schaltvorgang beim Zweirad zu automatisieren. Das Doppelkupplungsgetriebe von Honda glänzt dabei mit einer hohen Akzeptanz, bei allerdings hohem Gewicht. Ein Patent aus Japan zeigt ein elektronisches Schaltsystem von Kawasaki, das auf einem normalen Getriebe basiert.

Moderne Quickshifter vermitteln durch ihre niedrige Schaltschwelle schon das Gefühl eines mehr oder weniger automatischen Schaltvorganges. Arbeit hat der Fuß trotzdem und legt den Gang weiterhin direkt ein. Kawasaki scheint nun an einem System zu arbeiten, bei dem der Schaltimpuls am Hebel in ein elektronisches Signal umgewandelt und der Gang von einem Servomotor oder einem Magnetsystem eingelegt wird. Die Kupplung wird dabei je nach Geschwindigkeit des Motorrads entweder zusätzlich getrennt oder bleibt wie gehabt geschlossen.

Automatische Kupplung

Patent Kawasaki Halbautomatik
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Der Schalthebel #33c selbst scheint der Sensoreneinheit #31 den Impuls zu melden, über den Controller #35 wird der nicht näher bezeichneten Schalteinehite #30b den Befehle zur Drehung der konventionellen Schaltwalze #23 geben.

Kawasaki möchte zur Vermeidung von heftigen Lastwechseln beim Schalten in niedrigen Geschwindigkeiten zusätzlich die hydraulische Kupplung automatisch trennen lassen. Bei höheren Geschwindigkeiten trennt das System weiterhin nur Zündung und Einspritzung. Grundsätzlich könnte das System also nicht nur Schaltimpulse vom Fuß bekommen, sondern auch von Lenkertasten. Alternativ könnte ab einer Mindestgeschwindigkeit auch ein Computer die Schaltungen vollständig übernehmen. Das würde nicht nur den Komfort bei Touren erhöhen, sondern auch bei Supersportlern ein interessanter Aspekt sein, wenn das System an die übrigen fahraktiven Sicherheitssysteme angeschlossen ist.

Schaltung für den Hybridantrieb

Kawasaki Halbautomatik
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Bei diesem Schema besonders interessant: Unten rechts die Eingliederung eine zusätzlichen Elektromotors und dessen Möglichkeit der Rekuperation.

Einen interessanten Aspekt im Zusammenspiel des Schaltsystems zeigt Kawasaki in einem Schema, welches die Integration eines Elektromotors darstellt, was klar auf die Mild-Hybrid-Studie und entsprechende Patente von Kawasaki hinweist. Hier ist vor allem das Zusammenspiel von Motor und E-Antrieb im Schiebemodus bei Rekuperation durch den E-Motor interessant. Kawasaki denkt dabei an die Erhöhung der Drehzahlgrenze für die Quickshifter Modus ohne Kupplung Sprich: Generiert der E-Motor und der Fahrer schaltet herunter, dann wird das System die Kupplung früher öffnen als sonst, um den Verbrenner Motor durch das hohe Bremsmoment von E-Motor und Endantrieb nicht abzuwürgen.

Kawasaki Hybridantrieb Patent
Technologie & Zukunft

System nachrüstbar?

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Dort wo bei konventionellen Schaltungen die Umlenkung des Schalthebels auf die Schwaltwellt erfolgt sitzt auf den Patentzeichnugen ein Modul, welches den elektrischen Schaltimpuls in einen mechnischen umwandelt.

Die Modulbauweise an einem konventionellen Klauengetriebe lässt auch den Schluss zu, dass Kawasaki das System sehr schnell in die bestehende Modellpalette übernehmen oder sogar zur Nachrüstung älterer Modelle anbieten könnte.

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Fazit

Greifbar nah scheint die Entwicklung von Kawasaki in Sachen Halbautomatik zu sein. Das System wirkt kompakt und schnell in die Serie umsetzbar. Die bereits sehr ausgearbeitet scheinenden Steuerung im Kontext Hybrid-Krad spricht immer lauter für einen baldige Hybrid-Kawa aus den Straßen.

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